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ZEW-Prognose 2009: Ein leicht optimistischer Konjunkturbericht

Autor: Rainer
abgelegt in: Neuigkeiten

Es ist ein Auf und Ab mit der deutschen Konjunktur zur Zeit, mal ist der Tag schwärzer als die Nacht und mal sieht jemand den ersten Lichtstrahl des Morgengrauens. Auf jede Nacht folgt ein neuer Tag, heißt es sprichwörtlich. Laut der neuesten Konjunkturprognose des ZEW könnte der Morgen im Sommer grauen.

Offensichtlich ist der Optimismus zu den Börsenexperten Deutschlands zurück gekehrt. Am Dienstag (17.03.2009) hat Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim seine neueste Konjunkturprognose veröffentlicht.

ZEW Mannheim © Wikipedia / Bernd Oliver Sünderhauf

So haben sich die mittelfristigen Konjunkturerwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren für Deutschland im Monat März leicht verbessert. Das ZEW-Barometer, welches als wichtigster Stimmungsindikator für die deutsche Wirtschaft gilt, verbesserte sich  von minus 5,8 Punkte auf minus 3,5. Dies ist der höchste Stand seit August 2007.

Laut der ZEW-Prognose geht es ab Sommer wieder aufwärts

„Die Lage ist außerordentlich schlecht, aber es gibt erste Lichtblicke. (…) Nach Einschätzungen der Finanzmarktexperten geht die Talfahrt der Konjunktur allmählich zu Ende, und die Talsohle dürfte im Sommer dieses Jahres erreicht sein.“ wird Wolfgang Franz, der Präsident des ZEW, von „Spiegel Online“ zitiert.

In der Veröffentlichung des ZEW heißt es weiterhin, dass sich auch für die Eurozone eine positiver Trend in den Konjunkturerwartungen abzeichnet. Hier stieg die Prognose um 2,2 Prozent gegenüber dem Vormonat und liegt jetzt bei minus 6,5 Punkten.

Wieder 4,5 Millionen Arbeitslose

Dennoch wird die aktuelle Wirtschaftslage immer noch als sehr schlecht bezeichnet und in der Presse sind Vergleiche mit der großen Depression in den 1920ern inzwischen Legion.

Noch fängt die Kurzarbeit die Auswirkungen der Konjunkturkrise weitestgehend auf, aber das IHW rechnet bis Ende 2010 wieder mit 4,5 Millionen Arbeitslosen. Damit wäre der Stand vor dem Aufschwung der letzten Jahre und der Finanzkrise wieder erreicht.

„Der auf Investitionsgüter ausgerichtete Handel bekommt die ganze Wucht vom weltweiten Abbruch des langjährigen Globalisierungsbooms zu spüren.“ teilte das IHW laut „Spiegel Online“ mit.

Und auch das Institut für Weltwirtschaft (IfW) rechnet mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 3,7 Prozent.

Trotz der beschworenen Lichtblicke machen diese Zahlen nicht gerade viel Hoffnung. Dies liegt aber weniger an den nackten Zahlen an sich, sondern an dem Umstand, dass das von den Wirtschaftsweisen verordnete „Schwarzsehen“, vielleicht selbst Anteil hat, an der pessimistischen Grundstimmung. Es wäre übertrieben, jene Wirtschaftsprognosen mit der Wetterprognose zu vergleichen. Aber wenn ich mit Regen rechne, versaut mir das doch schon die Tagesplanung, auch wenn nicht ein Tropfen fällt.

Wie heißt es doch ebenfalls sprichwörtlich? : „Wenn man vom Teufel spricht…“


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