Laut des chinesischen Statistikamtes verzeichnet die Volksrepublik im ersten Quartal dieses Jahres ein Wirtschaftswachstum von 11,9 Prozent. Diese Entwicklung ist Experten zufolge ein recht ungesunder Anstieg, zumal dies zu einem erneuten Nachfrageüberschuss auf dem Immobilienmarkt führen könnte.

Seit den 1990er Jahren wächst die chinesische Wirtschaftslage zwar stetig, erlebt jedoch immer wieder kleinere oder größere konjunkturelle Einbußen. Gerade im letzten Jahr blieb auch China nicht von der Finanzkrise verschont. Mittlerweile erholt sich die Wirtschaft weltweit jedoch stetig, so dass langsam wieder schwarze Zahlen geschrieben werden können.
Nach einer kurzen Phase des konjunkturellen Abschwungs im letzten Jahr, was jedoch in erster Linie auf die Weltwirtschaftskrise zurückzuführen ist, erholte sich die Wirtschaft Chinas recht schnell wieder und konnte so im ersten Quartal des Jahres 2010 ein Wachstum von 11,9 Prozent verbuchen.
Dies bedeutet ein Anstieg von 5,7 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Bei den vorliegenden Zahlen stechen besonders die Einzelhandelsumsätze heraus, die im ersten Quartal 2010 um ganze 17,9 Prozent gestiegen sind, die Anlageinvestitionen legten um 25,6 Prozent zu.
Allerdings verteuerten sich in diesem Zuge auch die Verbraucherpreise um 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Experten warnen jedoch vor einer allzu großen Euphorie, zumal China die Weltwirtschaftskrise nur aufgrund massiver staatlicher Konjunkturprogramme und einem drastischen Ausweiten der Kreditvergabe seitens der Geldinstitute besser als andere Staaten überstanden zu haben scheint.
Dadurch lauert die Gefahr einer Inflation oder einer zu starken Nachfrage auf dem chinesischen Immobilienmarkt und kann somit zu einem enormen Preisanstieg der Objekte führen, da ein Großteil der drastisch erhöhten Liquidität in den Häuser- und Aktienmarkt investiert wurde.
Zudem wird befürchtet, dass die chinesische Regierung demnächst verstärkte Drosselungsmaßnahmen ankündigen wird, um die Wirtschaft wieder auf einen ‘normalen‘ Kurs zu bringen, von dem sie zu Zeiten der Weltwirtschaftskrise abweichen mussten.