Für das Jahr 2010 sehen Experten ein deutliches Wirtschaftswachstum, gerade auf die Euroländer zukommen. Bereits Anfang des kommenden Jahres soll sich die Wachstumskurve wieder stetig nach oben begeben.
Strauss Kahn, Chef des Internationalen Währungsfonds warnte allerdings davor, nach dem Ende der Kriese das Finanzsystem nicht aus dem Auge zu lassen. ‘Die Rückkehr zum Wachstum bedeutet nicht das Ende der Konsequenzen der Krise.’ so der IWF-Chef bei einer Konferenz in Marokko.
Mit einem Ende der Flaute Anfang 2010 sei vor allem dann zu rechnen, wenn in bestimmten Bereichen des Finanzsystems aufgeräumt werde. Deutliche Zeichen für nachlassende Belastungen der Weltwirtschaft seien frühestens ab September zu erwarten.
Positivere Wirtschaftsdaten wie aus dem deutschen Einzelhandel hatten unlängst Hoffnungen geschürt, dass die Konjunkturhilfen nach Monaten erste Wirkung zeigten. Allerdings ist abzuwarten, wie sich dieser Prozess entwickelt, nach dem jene Hilfsprogramme auslaufen. Die Wirtschaftsstärke wird wohl nicht weiter zurück gehen und Verluste, sowei Schulden können nun realistisch Eingeschätzt werden, jedoch wird der Gang aus der Krise noch nicht mit dem Glockenschlag des neuen Jahres 2010 erfolgen.
Auch bei der Europäische Zentralbank (EZB) rechnet man mit einem Wirtschaftswachstum, das früher als erwartet einsetzten wird und das gerade in der Eurozone. ‘Mit Blick auf das Jahr 2010 wird nach einer Stabilisierungsphase eine allmähliche Erholung mit positiven vierteljährlichen Zuwachsraten erwartet.’, das konnte man dem am Donnertag veröffentlichtem Monatsbericht der Notenbank entnehmen. Noch Anfang Juli hatte die EZB erklärt, erst ab der zweiten Hälfte des kommenden Jahres mit einem Wachstum zu rechnen. Von dieser Einschätzung scheint die EZB nun Abstand zu nehmen.