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Die Welt der Finanzen
 


Will die Opec den US-Dollar noch?

Autor: Rainer
abgelegt in: Oelmarkt

Henrik Müller, Redakteur beim „Manager Magazin“, erlaubt sich in seinem Blog ein brisantes Gedankenspiel.

Nach dem Opec-Gipfel des letzten Wochenendes, besonders aber aufgrund eines Gespräches, das Müller Anfang dieses Jahres mit dem Gouverneur der Notenbank der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) führte, spekuliert der Finanzjournalist über eine mögliche Abwendung der ölfördernden Staaten vom US-Dollar. Immerhin war der Dollar auf dem Opec-Gipfel als „wertloses Papier“ bezeichnet worden; wenn auch vom aktuellen Lieblingsfeind der Amerikaner, Irans Präsident Ahmadinedschad. Dass es sich hierbei durchaus nicht um eine reine Hypothese handelt, belegt ein Satz des VAE-Notenbank-Mannes:
„Unsere Dollar-Bindung ist nicht unberührbar.“

So gesagt im April 2007. Damals ging es dem Dollar noch um einiges besser als heute.
Tatsächlich wirkt sich die schwache US-Währung fatal auf den Ölpreis aus: In der Nacht zum Mittwoch kletterte der Preis für ein Barrel leichten Rohöls auf den asiatischen Märkten kurzzeitig auf 99,20 Dollar.
Die meisten Rohstoffe werden in US-Dollar gezeichnet. Schwächelt dieser, werden die Rohstoffe billiger, folglich steigt die Nachfrage. Und dann steigt der Preis. Summa summarum: Wenn die amerikanische Konjunktur schwächelt, wird Benzin in Thailand teurer.
Renommierte Marktanalysten rechnen längst damit, dass der Ölpreis auf absehbare Zeit die 100-Dollar-Marke überschreiten wird.
Ein steigender Ölpreis, warnt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, würde sich negativ auf die Konjunktur auswirken. Insofern wäre eine Abkopplung des Ölpreises vom US-Dollar auch aus Sicht der Bundesrepublik eigentlich nicht unvernünftig. Mal seh’n, was draus wird.

Mitglieder der Opec © flickr.com


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  1. harald m. schreibt:

    In welcher Währung soll der Ölpreis denn künftig gezeichnet werden?

  2. darth vader schreibt:

    ich weiß nicht, ob ihr das bewusst ignoriert oder was - aber der ölpreis wird auch von kriegsgerüchten gemacht!! und zwar nicht nur ein bisschen. wenn benzin teuer ist, dann dürfen wir uns dafür auch bei den säbelrasslern in teheran, washington und moskau bedanken. REVOLUTIONÄRE FAHREN RAD. ;-)

  3. Martin schreibt:

    @Harald: Wenn der US-Dollar so weiter schwächelt, kann der € seine Chance erhalten. Denn momentan ist er neben Pfund die stärkste und stabilste Währung.

    @darth vader: Du hast Recht, aber momentan sind keine nennenswerten Kriegsgerüchte im Umlauf (zum Glück) trotzdem steigt der Ölpreis. Und das liegt nicht nur an der wachsenden Nachfrage der Chinesen.

  4. darth vader schreibt:

    keine nennenswerten kriegsgerüchte? us-präsident bush hat vor zwei wochen vor dem dritten weltkrieg gewarnt… ich glaub schon, dass das den ölpreis beeinflusst.

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