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USA verstaatlichen Verluste aus der Finanzkrise

Autor: Marco
abgelegt in: Finanzmarkt

Wenn es nach den Plänen von US-Finanzminister Henry Paulson und George W. Bush, geht, soll der Kongress in der nächsten Woche die größte finanzpolitische Rettungsaktion in der Geschichte des Landes abnicken: Die Gründung einer Auffanggesellschaft für den Handel mit Asset-backet Securities (ABS), so genannte „Forderungsbesicherte Wertpapiere“.

Die Idee beim Handel mit ABS ist eigentlich ganz einfach: Ein Investor verkauft Kredite, die er anderen Markteilnehmern zur Verfügung stellt (zum Beispiel in Form von Hypotheken) an bestimmte Gesellschaften. Diese bündeln dann diese Kredite und verbriefen sie, um sie weiter veräußern zu können. So wurde verbrieftes Kapital immer weitergereicht, und ein riesiger, unüberschaubarer Markt entstand.

Das Problem an der ganzen Sache allerdings war und ist, dass mit der Bündelung der ABS auch so genannte „faule“ Kredite weitergegeben wurden, die nicht mehr getilgt wurden. Das brachte den gesamten Markt in Misskredit, denn die beteiligten Unternehmen versuchten nun die ausgefallenen Tilgungen durch eine Erhöhung der Zinsen bei den noch solventen Kunden auszugleichen. Der bekannte Domino-Effekt setzte ein, dass bis dahin solvente Kreditnehmer nicht mehr in der Lage waren, die neuen und höheren Raten zu Tilgen. Der Markt implodierte, viele Menschen verloren ihre Häuser, die Immobilienpreise fielen ins Bodenlose, der gesamte auf Kredit beruhende ABS-Handel brach ein und die Banken vertrauten einander nicht mehr.

Das Problem ist ein Strukturelles, denn es wurden Kredite an alle und jeden vergeben, dabei war es egal, ob sie über Bonität verfügten oder nicht. Viele gut gestellte Häuslebauer wollten ebenfalls von der laxen Kreditvergabe profitieren und verschuldeten sich bis zum maximalen Limit, um ihren privaten Konsum zu finanzieren. Dabei lief dieses Geschäft gut, solange die Immobilienwerte stiegen und die Nachfrage höher lag als das Angebot. Mit der Subprime-Blase platzte der Traum.

Die Folgen dieser verfehlten Wirtschaftspolitik wird einmal mehr der Bürger zu schultern haben, dieses mal mit einer Kreditlinie von 700 Milliarden US-Dollar, während die Profiteure und Urheber der Misere wie immer ungeschoren davonkommen.


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  1. Schwarzer Montag: Island kontrolliert Banken | Provif schreibt:

    […] Banken, die massiv und aggressiv im Markt mit ABS, MBS, CDO`s und anderen „innovativen“ Finanzprodukten handelten und vom Zusammenbruch der Kreditmärkte derart in Mitleidenschaft gezogen wurden, […]

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