Am Freitag billigte das Abgeordnetenhaus der Vereinigten Staaten das Sicherheitsleistungsgesetz („Bailout Bill“) des Finanzministers Henry M. Paulsons, mit dem Zweck des Aufkaufs von Asset backed (ABS) und Mortgage backed (MBS) Securities und Einlage in eine Auffanggesellschaft.
Zudem sollen die Einlagensicherungen der Banken von privaten Vermögenshaltern auf 250.000 Dollar erhöht werden, Hausbesitzer, kleine Unternehmen und Bezieher mittlerer Einkommen sollen gestützt werden. Ebenso Investmentbanken, Fonds und Versicherer, die ABS, MBS, und Collateral Debt Obligations (CDO`s) handelten und jetzt auf den wertlosen Papieren sitzen blieben. Um die Wirtschaft weiter mit Krediten versorgen zu können, sollen diese Derivate vom Staat aufgekauft und die Banken so in die Lage versetzt werden, wieder zu Investieren und Kapital zur Verfügung zu stellen.
Einige Kenner der Szene gehen davon aus, dass die genannten verbrieften Kreditderivate das derzeit größte Problem in den Bilanzen vieler Banken seien, und sie keine Finanzierung mehr bekommen, weil sie als nicht Liquide gelten. Um das zu ändern, hat die US-Regierung beschlossen, diese Wertlosen Papiere aus den Büchern der Banker zu Kaufen, damit die ihrem vitalen Geschäft nachgehen zu können.
Laut New York Times werden führende Mitarbeiter der Investment-Bank Goldmann Sachs an der Umsetzung des Planes beteiligt sein.
Die geplanten Kosten werden auf 700 Millarden Dollar geschätzt.
Oktober 5th, 2008 um 2:36 pm
[…] ist zutiefst erschüttert und bewegt von der momentanen Finanzkrise. Da hat unser doch so hochgeschätztes System mal einen ordentlichen Dämpfer verpasst […]