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US-Hypothekenbank Indymac vor dem Konkurs

Autor: Marco
abgelegt in: Neuigkeiten

Die US-Amerikanische Behörde für Hypothekenaufsicht (OTS) hat die Kalifornische Hypothekenbank „Indymac“ vom Markt genommen und das Bankgeschäft mit sofortiger Wirkung der staatlichen Behörde für Bundeseinlagensicherung (FDIC) übergeben.

Siegel der FDIC © zieakDie FDIC soll die Abwicklung betreiben. Der Einlagensicherungsfond wird wahrscheinlich mit 4 bis 8 Milliarden Dollar belastet, rechnet die FDIC vor, da sie für Einlagen mit bis zu 100.000 Dollar pro Person einsteht.

Hintergrund der Aktion war ein Kapitalabfluss von 1,3 bis 1,6 Milliarden Dollar innerhalb von 10 Tagen durch Privatkunden, die einen Zusammenbruch des Unternehmens fürchteten, und Ihr Geld in Sicherheit bringen wollten. Das führte zur Insolvenz des Unternehmens.

Vorausgegangen war ein Schreiben des US-Senators Charles Summer, der vor dem Kollaps des Unternehmens warnte. Begleitet durch massive Kursverluste des Aktienwerts von Indymac seit Februar,die diese Woche bei 0,3 Dollar pro Aktie lag, führte das zu einer regelrechten Panik der Kunden und Anleger der Bank.

Das ist die dritte Schutzmaßnahme bei großen Immobilienbanken Innerhalb dieses Jahres in den USA und Groß-Britannien. Flankiert wurde die Maßnahme durch die bekannt gewordenen Probleme der beiden größten US-Amerikanischen Hypothekenbanken „Fanny Mae“ und „Freddy Mac“.

Spekuliert wird, ob und wie die Bush-Administration auf die um sich greifenden Liquiditätsprobleme des Immobiliensektors und der damit verbundenen Kreditkrise reagieren wird.

Derzeit wird ein 300 Milliarden Dollar teures Hilfspaket beraten, das den amerikanischen Hausbesitzern zugute kommen soll. Die Bush-Administration drohte ihr Veto an, sollten die Kosten für diese Hilfsmaßnahme weiter steigen.


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