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Ticketsteuer für Flugreisen geplant für 2011

Autor: Rainer
abgelegt in: Neuigkeiten

Mit einer Ticketsteuer auf Flugreisen will die Bundesregierung das klaffende Loch im Haushaltsetat ein klein wenig kitten. Im Zuge des allgemeinen Sparpakets müssen Flugreisende auf deutschen Flughäfen wohl künftig etwas tiefer in die Tasche greifen.

Bei der Erhebung von neuen Steuern war die Bundesregierung ja schon immer kreativ, und jetzt soll eine universale Ticketsteuer auf Flugreisen jährlich eine zusätzliche Milliarde einbringen. Bis 2014 hat sich die Regierung das ehrgeizige Ziel gesetzt, den Bundeshaushalt mit 14 Milliarden zu entlasten. Die Reaktionen auf die geplante Steuererhebung fällt erwartungsgemäss negativ aus. Die Flughafenbetreiber werden wohl die zusätzlichen Kosten für den Abbau der Schulden direkt an die Verbraucher weiterleiten. Somit müssen für Langstreckenflüge bis zu 26 Euro auf den regulären Preis aufgeschlagen werden.

LAX Landing©flickr.com/Felipe Barrientos

Ticketsteuer für Flugreisen - Wer muss zahlen?

Nach der bisherigen Planung soll die Besteuerung der Flugtickets für Kurzstrecken innerhalb Deutschlands, und auch für Langstreckenflüge gelten. Kurzflieger werden demnach mit 13 Euro zur Kasse gebeten, und längerfristig Reisende können mit 26 Euro Zuschlag rechnen.

Ausgenommen von dieser Regelung sollen umsteigende Passagiere sein, die sich innerhalb Deutschlands von einem Flughafen auf den Weg zu einem anderen begeben. Auch Sport- und Hobbyflieger müssen nicht für jeden Flug erneut draufzahlen.

Maho Beach Corsair plane©flickr.com/sxmloulou

Ticketsteuer für Flugreisen - Kritik von den Fluggesellschaften

Die deutschen Fluggesellschaften haben den Gesetzesentwurf der Bundesregierung heftig kritisiert. Der Präsident des Airlinesverbands BDF, Ralf Teckentrup, äusserte in einem Gespräch mit der SPD-Bundestagsfraktion seine Bedenken. Bis zu 5 Millionen Passagiere würde die Steuererhöhung die deutschen Fluggesellschaften im Jahr kosten. 10.000 Arbeitsplätze würden an die ausländische Konkurrenz verloren gehen.

Ob die Ticketsteuer nächstes Jahr tatsächlich kommt, bleibt noch abzusehen. Die Bundesregierung betonte allerdings, dass für die Verabschiedung des Gesetzes eine Zustimmung des Bundesrates nicht von Nöten sei.


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