Provif

Die Welt der Finanzen
 


Anfang 2009 haben über 300 Gasversorger die Gaspreise gesenkt. Während der Heizperiode wirkte sich das sehr positiv auf den Geldbeutel jedes Einzelnen aus. Der Strom hingegen blieb weiterhin teuer. Ein Plus für alle, die nicht nur mit Gas heizen sondern auch damit kochen. Doch in diesen Jahr müssen viele wieder versuchen an den Heizkosten zu sparen, ohne dabei zu frieren.

Im Durchschnitt sanken die Gaspreise um 8%. Das bedeutet beispielsweise, dass ein Haushalt mit rund 20 Tausend Kilowattstunden Jahresverbrauch ungefähr 190 Euro, ab dem Beginn der Heizperiode, sparen konnte. Aufgrund von dem niedrigen Grundversorgungstarif für Gas und ein paar Tipps zum richtigen Heizen konnten viele Deutsche beruhigt die Heizung aufdrehen. Doch was erwarten uns 2010 für Gaspreise? Wird sich die Situation verbessern?

Gaspreise sinken©flickr/warper

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Zukunftsinvestition Wasser

Die Ressourcen unseres blauen Planeten Erde werden zunehmend knapper.

In den Wirtschaftssendungen wird immer häufiger, neben dem Öl, das Gut Wasser thematisiert. Der Blick richtet sich auf neue renditestarke Zukunftsinvestitionen.

Die Weltbevölkerung wächst dramatisch, wie die ‚, Uno-Prognose für 2050 ‘‘ zeigt. Im Jahr 2050 werden 2,5 Milliarden mehr Menschen auf der Welt leben als heute.

Renditejäger in Aufruhr©flickr/artemuestra

Das bedeutet für jeden Rohstoff ganz einfach: die Nachfrage wird steigen, das Angebot sinken, und der Preis steigen. Dies sind scheinbar traumhafte Aussichten für einen Markt mit exzellenten Renditechancen.

Während die Forschungslabore angestrengt an innovativen Alternativen zum Öl basteln, um die für unsere moderne Gesellschaft existentiell notwendige Energieversorgung zu sichern, scheint es diese ,für das lebensnotwendigste Gut des Menschen, nicht zu geben. Daher stufen Rohstoff -Analysten langfristig das Investitionsobjekt Wasser lukrativer als den innovativen Energiemarkt ein.
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Schon lange war der Heizölpreis nicht mehr auf einem ähnlich niedrigen Niveau wie zur Zeit. Saison und Wirtschaftskrise drücken die Preise, die auch Steuererhöhungen trotzen.

Raffinierie © flickr / nestor galina

Heizöl wird zu Tagespreisen gehandelt, so können die Preise in kurzer Zeit heftigen Schwankungen unterliegen. Die Heizölpreise divergieren auch von Region zu Region, so ist es in Süddeutschland in der Regel etwas teurer als im Norden. Jahres- oder Monatsmittelwerte sind daher nur wenig aussagekräftig.

Der Heizölpreis variiert regional

Doch eins steht fest. Heizöl ist zur Zeit so günstig wie seit Jahren nicht mehr. Mit der Wirtschafts- und Finanzkrise sowie dem absoluten Höhepunkt der Preisentwicklung im Sommer 2008 sinkt der Heizölpreis und bewegt sich zur Zeit auf einem Niveau, das weniger als 50 Prozent des Preises vom Sommer 2008 entspricht und liegt Mitte April 2009 bei 50,3 Euro je 100 Litern. weiterlesen »


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Ölfässer © flickr / XcBiker

Zeitgleich zum Beginn der USA Wahlen gibt es interessante Neuerungen auf dem globalen Wirtschaftsmarkt. Der Ölpreis ist zur Zeit im Sinken begriffen, und zwar stetig. Wo vor ein paar Monaten ein Barrel noch 145 Dollar kostete, bewegten sich die Preise am Freitag bei ca. 107 Dollar. weiterlesen »


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Wenn man sich die internationalen Indexmärkte anschaut, kann einem schon ein wenig schwindlig werden. Einerseits möchte man meinen, aufgrund der Spekulationsblasen in den Immobilienmärkten würden große Investments verbrannt, die eigentlich die Märkte in eine tiefe Rezession stürzen müssten.

Schielt man hinüber auf andere Indexwerte, wie Agrar- oder Rohstoff- Märkte, möchte man sich bestätigt sehen,verteuern diese sich zusehends. Doch unerklärlicher Weise halten sich die wichtigsten Indizes, zwar nach heftigem Kursfall, und nehmen wieder Fahrt auf.

Man könnte natürlich argumentieren, einige Rohstoffe seien halt sehr knapp, deswegen der Preis so astronomisch ist (Brent Oil zum Beispiel), dazu komme noch die Inflation, ausgelöst durch die US-FED, die derzeit nichts anderes macht als Geld zu Drucken, dies billig an die Investoren zu verleihen und damit die Inflation unmäßig anzuheizen. Das senkt den Wert des Dollar, und treibt die Preise, die in Dollar gehandelt werden.

Natürlich wollen die Produzenten auch ihren Stück vom Kuchen haben, was nicht unerheblich ist.

Was jedoch sehr auffällig ist: Zum einen haben die FED, sowie die Bank of England und indirekt auch die Regierungen der betroffenen Länder einen Großteil der faulen Kredite aus der Subprimekrise gegen Liquidität ausgetauscht und den Investoren somit frische, neue saubere Kredite verschafft.

Brent crude Oil chart © handelsblattDie Finanzkrise setzte zum Frühling 2007 an, seitdem sind die Preise für Rohöl und Gold zum Beispiel massiv gestiegen. Die Großen Finanzhäuser sind natürlich alle „überrascht“ worden, die Marktwerte der Investmenthäuser wurden Korrigiert.

Wer sich jetzt den Rohstoff- und Aktienmarkt anschaut, stellt fest, dass es eine Schwankung gibt, die sich langsam nach oben schaukelt. Das heißt, gehen die Aktienmärkte in die Knie, steigt der Preis für Rohstoffe und Umgekehrt.

Da unsere Investoren in der Regel gar keine Ahnung haben, was denn da geschieht, sind sie genauso erstaunt wie wir, dass sich die Agrar- Rohstoff- und Aktienindizes unaufhörlich nach oben schaukeln. Es ist praktisch eine Spirale aufwärts.

Und niemand weiß, wieso das geschieht?


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Der deutsche Sonderweg

Autor: Marco
abgelegt in: Oelmarkt

Die in den 1960er Jahren geschlossenen Absprachen über die Koppelung des Gaspreises an die Entwicklung des Marktwertes von Rohöl ist derzeit in die Kritik geraten.

Die so genannte Ölpreisbindung ist allerdings kein Wirtschaftspolitisches Instrument, sondern war eine interne Regelung privatwirtschaftlicher Unternehmen, Zulieferern und den Abnehmern, zum Bsp. örtliche Stadtwerke oder andere regionale Versorger.

Ursprünglich war sie gedacht als eine art Investitionssicherheit für die an der Exploration („Erschließung“) und Förderung von Erdgas beteiligten Firmen, da sie den Unternehmen eine Abnahme garantierten, der an den Preis für Rohöl gekoppelt war und somit einen Mindestpreis festlegte.

Diese Absprachen sind in den Fokus der Medien gerückt. Denn durch die bereits vorhandene Erschließung, die vorhandenen Pipelines, und das Fehlen eines eigenständigen Marktes (es gibt nur drei große Exporteure: Russland, Kuwait und Iran) ist die Preisbindung ein Segen für die am Geschäft beteiligten Unternehmen.

Insbesondere in Deutschland wurde der Gasmarkt regelrecht aufgeteilt. Die Regionen sind fest in ein Verteilernetz eingebunden, Gazprom zum Beispiel ist Hauptlieferant des deutschen Marktes.

Durch die „Anpassung“ an den Ölpreis werden die Unternehmen satte Gewinnmitnahmen einstreichen, ohne auch nur einen Handschlag getätigt zu haben.

Wie der russische Konzern Gazprom bei seinen Verhandlungen über Abnehmerpreise vorgeht, konnte man am Beispiel Ukraine beobachten. Die Ukraine sollte Ende 2005 eine Erhöhung des Lieferpreises von 50 Dollar auf 230 Dollar pro 1000 Kubikmetern hinnehmen. Das wäre fast eine verfünffachung des Preises gewesen. Man einigte sich auf eine Verdoppelung des Preises, also 100 Dollar, nachdem Gazprom den Gashahn zudrehte,solange die Ukraine sich weigerte, zu verhandeln.

Dadurch, das die Ölpreisbindung eine reine privatwirtschaftliche Angelegenheit ist, fällt es der Politik schwer, hier Maßnahmen einzuleiten, um die angekündigte Erhöhung der Verbraucherpreise bis zu 40 Prozent irgendwie doch noch zu unterbinden.

Wie die Unternehmen auf ein Anliegen der Politik reagieren werden, die in internen Absprachen festgelegten Regelungen zu lösen, kann man sich ausmalen. Denn die Ölpreisbindung ist ein Instrument der unverhofften Gewinne für die betroffenen Unternehmen.

Und dass diese davon abrücken, ist eher unwahrscheinlich, mag die deutsche Regierung noch so viel Wahlkampfrhetorik betreiben…


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Es könnte so schön sein: Nach heftigen Kurseinbrüchen zu Beginn des Jahres um bis zu 20 Prozent Wertverlust erholt sich der DAX langsam, aber stetig. Heute könnte er zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen die 7.000er Indexmarke halten. So weit so gut. Doch woher kommt das Geld für die im Vergleich stetigen Kursgewinne?

Zum einen sind da natürlich die Unternehmen, die derzeit lieber Rücklagen schaffen, also in Aktien und Rücklagen des eigenen Unternehmens anlegen, als zu investieren. Das steigert natürlich den Wert des eigenen Unternehmens.

Die Marktentwicklung hängt auch mit den massiven Finanzspritzen der EZB, der Fed und anderer Notenbanken zusammen, die zusammen weit über eine halbe Billion US-Dollar in angeschlagene Unternehmen steckten, um sie vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Die Notenbanken haben ein weiteres dazu gegeben, Banken und Investoren liquide zu halten, die wiederum die Finanzlinien zur Spekulation nutzen.

Hinzu kommen Spekulationen an den Rohstoff- und Agrar-Märkten, deren Gewinnmitnahmen in die Börse Eingang finden. Sehr schön zu beobachten ist dieses Auf und Ab an den einzelnen Indizes der jeweiligen Märkte. Derzeit sinkt zum Beispiel der Ölpreis auf 127 Dollar für Brent Oil nach seinem Peak von 135 Dollar pro Barrel vergangener Woche.

Interessanterweise steigen die wichtigsten Indizes börsennotierter Unternehmen. Es zählt natürlich das gute Gespür der Broker, wer wann wie ein- oder aussteigt bei den einzelnen Titeln. Allerdings sind es weniger private Investoren, die die Märkte treiben, sondern große Fonds und institutionelle Anleger.

Bei den derzeitigen Nachrichten ist es allerdings schwierig, korrekte Schlüsse zu ziehen. Niemand kann absehen, ob die Märkte mit der jetzigen Taktik des Kleinen-Brötchen-Backens in der Lage sein werden, die noch vor ihnen liegenden Herausforderungen zu bewältigen.

In dieser Hinsicht bleiben die Märkte weiterhin spannend.


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Was vor Jahren noch als heilender Trend angesehen war, die Privatisierung zahlreicher sich in öffentlicher Hand befindlicher Sparten, wird nun wieder umgekehrt und lukrative Bereiche in die Verantwortung der Kommunen zurückgeholt. Vorbild dieser Entwicklung ist die Stadt Ahrensburg in Norddeutschland, wo die Stadt aus einem langen Kampf siegreich hervorging, das Gasnetz übernahm und die Tarife senken konnte.

Der Schlüssel für die geringeren Gaspreise sind der günstigere Einkauf der Rohstoffe in Dänemark und die wesentlich niedrigere Gewinnerwartung der Stadt. In der Folge konnte man die Gaspreise um fünf Prozent absenken und erhielt sogar mehr als die von E.ON gezahlten 70.000 Euro an jährlicher Konzessionsabgabe. Natürlich möchte man dies nicht nur auf den Gasbereich beschränkten, sondern überlegt jetzt auch, den Stromanbietern die Konzessionsverträge zu kündigen.

Natürlich wird dieses Thema aufgrund des positiven Beispiels von Ahrensburg in der ganzen Republik diskutiert. Allerdings werden sicherlich nicht alle Kommunen in der Lage sein, derart günstig zu kalkulieren. Wahrscheinlich müsste man schauen, welche Versorger die Rohstoffe günstig anbieten und vor allem, wie man diese zur jeweiligen Stadt transportiert. Gelänge dies auch beim Stromsegment, könnten die Strompreise weiter sinken und am Ende könnten sowohl Stadt als auch Kunden von der Rekommunalisierung profitieren.


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