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Die Welt der Finanzen
 


Commerzbank-Tower in Frankfurt © flickr / dcdead

Vor knapp einer Woche überraschte die Deutsche Bank alle Finanzexperten mit einem Rekordergebnis für das Jahr 2007. Die Finanzkrise schien dem größten deutschen Geldinstitut nur wenig zu Leibe gerückt zu sein. Anscheinend wollte die Commerzbank sich angesichts dieser beindruckenden Zahlen nicht lumpen lassen und präsentiert nun ihrerseits ein neues Rekordergebnis für 2007.

Etwas verblüfft müssen die Börsianer heute schon gewesen sein, als die Verantwortlichen der Commerzbank ihre Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2007 offen legten. Statt wie viele ausländische Geldinstitute mit Abschreibungen in Milliardenhöhe für negative Schlagzeilen zu sorgen, präsentierte man einen Überschuss von 1,92 Milliarden, der eine Steigerung von 20 Prozent zum Vorjahr bedeutet. Zwar ging die Finanzkrise nicht spurlos an der zweitgrößten deutschen Bank vorüber, man musste im vierten Quartal Abschreibungen für zweitklassige US-Hypothekenkredite (Subprime) in Höhe von 248 Millionen vornehmen, jedoch ist auch hier eine positive Entwicklung zu beobachten.

Insbesondere im Segment des Privatkundengeschäftes konnten 400.000 Kunden neu gewonnen werden, womit die Gesamtzahl auf 5,5 Millionen stieg. Ziel der Bank wird es sein, die Zahl bis zum Ende des Jahres 2009 auf über sechs Millionen zu steigern. Dank der hervorragenden Nachrichten können die Aktionäre auch mit einer höheren Dividende rechnen.

Wie selbstbewusst man inzwischen bei der Commerzbank geworden ist, belegen zum einen das Interesse an der Postbank, die mit 15 Millionen Kunden die größte Privatkundenbank Deutschlands ist und zum anderen die Ankündigungen von Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller: „Wenn uns gravierende Negativ-Überraschungen erspart bleiben, werden wir in diesem Jahr das gute Ergebnis des Jahres 2007 wieder erreichen. Wenn die Märkte es zulassen, können wir dieses Ergebnis auch übertreffen.”


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Frankfurt Deutsche Bank Towers © flickr / re-ality

Von einer Finanzkrise kann bei der Deutschen Bank wohl kaum die Rede sein, wenn man das Rekordergebnis sieht, welches Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann gestern verkünden konnte. Somit hatte Ackermann gleich doppelt Anlass zur Freude, der gestern auch seinen 60. Geburtstag feierte.

Während andere Geldhäuser wie die Schweizer Bank UBS (12,6 Milliarden Euro Abschreibungen), Merrill Lynch (22,1 Milliarden) und die Citygroup (24,5 Milliarden) Abschreibungen in Milliardenhöhe vornehmen mussten und eines ihrer schlimmsten Jahre hinter sich gebracht haben, trotzt die Deutsche Bank der weltweiten Krise und verzeichnet einen Rekordgewinn in Höhe von 6,5 Milliarden Euro. Für das Jahr 2007 musste das größte deutsche Bankinstitut gerade einmal Wertberichtigungen von 2,3 Milliarden Euro vornehmen, im letzten Quartal gar nur 50 Millionen Euro. Angesichts der weltweiten Krise sind dies schon beeindruckende Zahlen, die Josef Ackermann gestern der Öffentlichkeit präsentieren konnte.

Auch in diesem Jahr soll die Deutsche Bank weiter wachsen, dies soll aber vor allem aus eigener Kraft geschehen, wobei Ackermann Zukäufe nicht ausschließen wollte. Die Spekulationen über einen Zusammenschluss mit der Postbank wollen einfach nicht abreißen, bei einem Zusammenschluss würde die größte Privatkundenbank Deutschlands entstehen. Bei der Deutschen Bank geht man von einem Vorsteuergewinn von 8,4 Milliarden Euro für das Jahr 2008 aus. Auch im Bereich der Mitarbeiter dürfte es zu einem weiteren Wachstum kommen. 2007 stieg die Zahl der Vollzeit-Mitarbeiter bei der Bank von 68.849 auf 78.291, womit das Geldinstitut fast 10.000 neue Arbeitsplätze schuf.

Dank dieser Zahlen geht die Erfolgsgeschichte Josef Ackermann bei der Deutschen Bank in eine neue Runde, auch wenn immer wieder Spekulationen auftauchen, wonach er von mehreren anderen Geldhäusern heiß umworben wird.


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Morgan Stanley, LogoWie im Laufe des gestrigen Tages bekannt wurde, beteiligt sich der chinesische Staatsfond China Investment Corporation (CIC) mit rund fünf Milliarden Dollar an der zweitgrößten US-amerikanischen Investmentbank - und hält damit demnächst 9,9% des Institutes. Eine Rolle in der Führung von Morgan Stanley sei für die Chinesen aber nicht vorgesehen, heißt es. Verschiedene US-Geldinstitute lassen sich derzeit angesichts der Hypothekenkrise von ausländischen Investoren unter die Arme greifen. Erst Ende November verhalf das Emirat Abu Dhabi der schwächelnden Citigroup in einem spektakulären Handel zu einer Finanzspritze von 7,5 Milliarden Dollar. Die Abschreibungen von Investmentbanken aufgrund der Hypothekenkrise haben inzwischen weltweit mehr als 60 Milliarden Dollar erreicht.


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Horrormeldungen bei den Banken

Autor: Rainer
abgelegt in: Finanzmarkt

Die Notstandsmeldungen bei den Banken im Zuge der Finanzkrise wollen einfach nicht abreißen. Nachdem in der vergangenen Woche bekannt wurde, dass die Düsseldorfer IKB mit Verlusten in Höhe von circa sechs Milliarden Euro rechnen muss und dadurch die staatseigene Förderbank KfW ihre Risikovorsorge auf 4,8 Milliarden erhöhen musste, kommen allmählich die wirklichen Abschreibungszahlen der anderen Bankinstitute an die Öffentlichkeit.

Bank of America in HoustonBisher war man davon ausgegangen, die Finanz- und Immobilienkrise sei ein temporäres Phänomen, geht aber inzwischen davon aus, dass die Auswirkungen bis zum Ende des kommenden Jahres anhalten werden. Die größten Investmentbanken haben eine Gesamtsumme von 27 Milliarden Euro abschrieben und inwieweit sich diese Zahl noch weiter erhöht, wird das nächste Frühjahr zeigen, wenn die Banken ihre Jahresbilanzen präsentieren. Besonders hart wird es wohl wieder die US-Banken wie Bank of America und Citigroup treffen, die mit weiteren zwei beziehungsweise 7,5 Milliarden an Abschreibungen rechnen.

Neben den klassischen Immobilienkrediten haben auch zunehmend Auto- und Konsumentenkredite an Attraktivität verloren, werden aber von den Banken noch nicht abgestoßen, weil auf diesem Sektor noch Hoffnung auf Besserung besteht.

Hier eine kurze Übersicht zu den Abschreibungen ausgewählter Banken (alle Angaben in Milliarden Euro)
Merrill Lynch 5,8 – Citigroup 4,4 – UBS 2,4 – Deutsche Bank 2,2 – Credit Suisse 1,3 – Bank of America 1,1 – Dresdner Bank 0,6 – Commerzbank 0,3


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Ackermann nicht zur Citigroup

Autor: Rainer
abgelegt in: Finanzmarkt

Der Schweizer Bankier und Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann, wechselt nicht wie von vielen Analysten erwartet zur Citigruop.

Josef Ackermann © wikimedia Die Citigroup war nach dem Rausschmiss von Chuck Prince, der im Zuge der Finanz- und Immobilienkrise für große Abschreibungen in den ersten Quartalen verantwortlich war, auf der Suche nach einer neuen Führungsperson. Ackermann, der aufgrund seines Führungsstiles und seinem konsequenten vorgehen prädestiniert für diese Aufgabe gewesen wäre, sagte dem Unternehmen ab, obwohl seitens der Deutschen Bank noch keine Stellungnahme erfolgt ist.

Die Deutsche Bank war in diesem Jahr trotz des Involvierens in der Kreditkrise noch mit einem blauen Auge davongekommen. Große Abschreibungen konnten vermieden und ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden. Ganz anders erging es der Citigroup in Deutschland, wo allein in den ersten drei Quartalen eine noch unbekannte Höhe an Abschreibungen vorgenommen werden mussten und von einem Gewinneinbruch von sechs bis sieben Milliarden ausgegangen wird. Dieser Werteverlust der Citigroup war letztendlich der Auslöser dafür, dass Prince seinen Hut nehmen musste.

Nun wird sich die Citigroup weiterhin auf die Suche nach einem geeigneten Nahfolger begeben müssen. Die Kandidatenliste ist aber momentan nicht sonderlich lang, da weltweit die Finanzhäuser von Finanz- und Immobilienkrise betroffen sind.


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WestLB mit Verlusten 2007

Autor: Rainer
abgelegt in: Finanzmarkt

Logo WestLB

Noch im Sommer ist man bei der WestLB von einem guten Jahr ausgegangen, doch nun im November muss die Bank erneut Verluste vermelden, womit das angekratzte Image der Bank weiterhin Schaden nimmt.
Das Düsseldorfer Unternehmen sehe eine hervorragende Entwicklung und auch die Immobilienkrise in den USA bereite weniger Probleme als erwartet, hatte es noch im August 2007 geheißen. Nun muss die WestLB diese Prognose revidieren, denn der Kursverfall von bisher beständigen Wertpapieren sei erheblich gewesen und die andauernde Krise bei den Finanzmärkten setzt dem Unternehmen nun doch erheblich zu, da es in absehbarer Zeit keine Besserung in Sicht ist.
Die Landesregierung, einschließlich des Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers, reagierte schockiert auf die Nachricht bei der WestLB. Hatte man doch gehofft, nach den schlechten Jahren, die Anteile des Landes (25 Prozent) gut verkaufen zu können. Eigentlich hätte dies schon im vergangenen Jahr geschehen sollen, aber die Aussicht auf Besserung ließ die Regierung zögern. Von Experten wird inzwischen nicht ausgeschlossen, dass die Anteile des Landes bei einem Eilverkauf abgestoßen werden, um einem weiteren Werteverlust zu vermeiden. Damit würde auch letzte Unterstützung für die Bank entfallen, die schon seit einem langen Zeitraum mit schlechten Schlagzeilen zu kämpfen hat. Erst vor kurzem verspekulierten sich Mitarbeiter bei dem Kauf von VW-Aktien, wobei ein Schaden von 100 Millionen Euro entstanden ist. Zwar wurden die Verantwortlichen inzwischen entlassen und der Verlust aufgefangen, ein Imageschaden ist trotzdem geblieben.


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