Die Schweiz ist nicht nur interessant für Geldanleger und Touristen, sondern gewinnt zunehmend qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland für sich. Dabei sind Controller, Führungs- und Fachkräfte genauso gefragt, wie Arbeitskräfte aus dem sozialen Bereich. Immer mehr Potentials finden ihren Weg zum kleinen Nachbarn.
Für die Bewilligung der Arbeitserlaubnis reicht für Bürger der 15 ursprünglichen EU-Staaten der Arbeitsvertrag.
Doch nicht nur der einfache Zugang, auch andere Faktoren sind für den zunehmenden Zuwanderungsstrom verantwortlich: Die Schweiz genießt einen sehr guten Ruf bezüglich der Professionalität. Ein Aufenthalt in der Schweiz kann für die eigene Vita somit nur förderlich sein. Die geringe Wechselwilligkeit der Schweizer im Vergleich zu den Deutschen (laut EMAA-Studie 15,5 Prozent versus 62 Prozent) spricht für eine hohe Zufriedenheit und Verbundenheit der Arbeitnehmer mit Ihrem Unternehmen. Die Sprachbarriere ist gering und der Umzug in die Schweiz einfach zu realisieren.
Vor einer Entscheidung für einen Ortswechsel sollte man sich auch mit den nackten Zahlen auseinandersetzen: Die Gehälter sind zwar selbst im internationalen Vergleich bei gleichzeitig geringer steuerlicher Belastung sehr hoch, jedoch liegen auch die Lebenshaltungskosten bis zu 50 Prozent über dem europäischen Durchschnitt. Die Schweiz verfügt über 26 Kantone mit ganz unterschiedlichen Steuersätzen und Mietzinsen. Da auch das Lohnniveau schwankt, ist es äußerst wichtig im Vorfeld einer Entscheidung alle Faktoren zu kennen. Jedoch existieren zahlreiche offene Jobs in Zürich und anderen Orten.
Alles in allem ist der Karrierepfad Schweiz uneingeschränkt empfehlenswert. Viel Erfolg im kleinen Nachbarland!
Die in den Medien verbreiteten Nachrichten können einen schon nachdenklich machen. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht über Spitzelaffären, Steuerhinterziehung, Korruption, oder Insidergeschäfte berichtet wird. Das Vertrauen in die deutschen Topmanager scheint erschüttert.
Zum einen können diese Herren offenbar machen, was sie wollen. Sie werden ja gegen jedes und alles versichert. Ob es gigantische Verluste durch „Fehlkäufe“ (Daimler-Chrysler) und Spekulation („Subprime-Krise“) sind, massenhafte Entlassungen (Deutsche Bank, Telekom, Siemens) zur „Gewinnmaximierung“ getätigt werden, Lobbys die derzeitige Politik zu ihren Gunsten gestalten (Bertelsmann, INSM, BDA, BDI), Politiker mit Aufsichtsratspöstchen für willfährige Dienste (Schröder, Müller, Clement) belohnt werden, oder man direkt besticht (Hartz, VW, Siemens) und erpresst (Springer mit Drohung von Massenentlassungen bei der PIN AG).
Natürlich sollte man die Informationsbeschaffung mit allen Mitteln (Telekom, Schäuble, Zumwinkel), oder die direkte Manipulation von Nachrichten („Peak Oil?“, Subprime-Krise) in den Leitmedien nicht vergessen.
Dafür erhalten unsere „Leistungsträger“ Millionenschwere Jahresgehälter, Aktienoptionen in Millionenhöhe (Zumwinkel, Wiedeking), einen Dienstwagen, First-Class-Tickets oder den Betriebsjet und dergleichen mehr. Dass es hierfür auch massiv Ehrendoktor-Würden, Ehrenbürgerschaften und Verdienst-Orden wie -Kreuze regnet, mit Pomp und Gala und all den hochgestellten Persönlichkeiten der Öffentlichkeit, lässt mich doch zumindest ein wenig nachdenklich werden.
Wenn man der „Elite“ dann nicht mal die paar Stiftungen (LGT Group Lichtenstein, Bertelsmann-Stiftung) gönnt, ist wirklich ein Skandal.
Dass ein Herr Schäuble da den „Terrorismus“ über uns hinweg rollen sieht, und „Gefährder“ die Grundfeste der Gesellschaft erschüttern, da kann man schon verstehen, warum wir ein neues „Sicherheitskonzept“ („BKA- Novelle“, Vorratsdatenspeicherung, Bundeswehr im Inneren, Kompetenzzentren, „Nationaler Sicherheitsrat“, E-Card, E-Pass) brauchen.
Big Schäuble is watching you, könnte man meinen.
Nimmt mal einer der Herren seinen Hut, weil er es zu arg getrieben hat, dann winken noch Abfindungen in Millionenhöhe, der Sitz im nächsten Aufsichtsrat oder die ehrenamtliche Tätigkeit in einer der unzähligen Lobby-Organisationen ( „um Deutschland “fit” zu machen für die „Herausforderungen“ in der globalisierten Welt“). Mancher geht dann auch gerne mal ins Ausland (von Pierer), oder spannt auch mal aus vom Stress des ganzen Entscheidens
Das mach ich jetzt auch, ich krieg sonst Kopfschmerzen, wenn ich weiter darüber Nachdenke.
Unter Kapitän Beck flicken die Sozialdemokraten einen kruden Mix aus Sozialismus und Populismus zusammen.
Mit diesem Netz, dessen Maschen teilweise ins vorvergangene Jahrhundert zurückreichen, möchten sie in den kommenden Landtagswahlen auf Wählerfang gehen. Das Scheitern des Angelausflugs ist vorprogrammiert. Wirtschaftsleute kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. War diese Koalition mal angetreten, um Reformen durchzusetzen?
Die SPD erlaubt sich gefährliche Nostalgie.
Aus irgendeinem Grund hat der Menschenfischer aus Mainz sich vorgenommen, den, im Übrigen erfolgreichen, Pragmatismus des Duos Schröder/Müntefering gegen einen weltfremden Idealismus einzutauschen. Den leisten sich momentan zwar auch die Linken und die Grünen. Aber die sind auch nicht an der Regierung beteiligt. Opposition ist Theorie, Regierung Praxis - diesen Unterschied sollte man Kurt Beck mal klarmachen.
Mindestlohn? Schon vergessen. Lohnobergrenzen - das ist mal ein Thema!
Was war los in den letzten zwei Wochen, dass diverse Politiker meinten, das beliebte Manager-Gehälter-Kanninchen aus dem Hut zaubern zu müssen? War Flaute? Gab es nicht genug andere Themen, die ihrer Aufmerksamkeit bedurft hätten? Oder wollten sie ihr eigenes Konterfei einfach mal wieder in der Zeitung sehen? Fakt ist: Nachdem der Bundespräsident das Thema angesprochen hatte, nahm die Bundeskanzlerin es für sich ein, zuletzt sprang die SPD auf den Zug auf. Und plötzlich ziert der ikonische Victory-Ackermann wieder die Titelblätter der Zeitungen.
Oder ging es womöglich einfach um Schadensbegrenzung? Nachdem der Mindestlohn beschlossen worden war, hatte die PIN AG notwendigerweise Entlassungen im vierstelligen Bereich angekündigt. Ich bin für den Mindestlohn, ich werde ihn nicht kritisieren. Unangebracht finde ich aber die Mentalität mancher Regierungspolitiker, die, auf die Umfragen schielend, den Mindestlohn auf einmal vergessen zu haben scheinen - jetzt gibt’s nur noch ein Thema: Die Lohnobergrenze! Gerade die große Koalition sollte geschlossen zu den Entscheidungen stehen, die sie getroffen hat - auch den unangenehmen. Und nicht von einem unpopulären Thema gleich zum Manager-Pranger wechseln, um die eigenen Umfragewerte im grünen Bereich zu halten. Das Vertrauen der Wirtschaft in eine Regierung, deren Mitglieder öffentlich über dergleichen räsonieren, sinkt ganz schnell.