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Die Welt der Finanzen
 


Eigentlich stand Opel Ende 2008 relativ gut da und auch die neue Produktpalette war attraktiv, doch inzwischen steht Opel mit dem Rücken zur Wand und ohne staatliche Hilfen droht wohl unvermeidlich die Insolvenz.

Dabei ist Quelle der Misere nicht in Rüsselsheim zu suchen, sondern in Detroit. Nicht erst seit der Finanzkrise dümpelt die amerikanische Automobilbranche vor sich hin. Kritiker werfen den Konzernen vor, mit falscher Modellpolitik und gravierenden Managementfehlern die Zeichen der Zeit verschlafen zu haben.

Opel Insignia © flickr / Curnen

Ende 2008 nun platzte die Bombe, gewissermaßen. GM kündigte an, ohne Staatshilfen nicht mehr überleben zu können und die Deutsche Bank setzte das Kursziel der GM-Aktie gen Null. Als dann auch noch ein erstes Rettungspaket für die angeschlagene Branche im US-Senat scheiterte, gingen Experten davon aus, dass einer der drei großen Automobilkonzerne in Detroit die aktuelle Krise nicht überstehen würde.

Neben GM ist nun auch Chrysler akut bedroht. So wie die Bild damals berichtete, stehen 2,5 Millionen Arbeitsplätze weltweit seit dem auf dem Spiel. Auch wenn beide Konzerne kurzfristig noch Milliardenhilfen erhalten haben, schwebt beinahe täglich das Gespenst der Insolvenz über den Konzernen.

Bricht GM zusammen, steht auch Opel vor dem aus. Die schwedische Konzerntochter Saab musste den Gang zum Insolvenzverwalter bereits antreten und auch die Insolvenz von Opel scheint nicht mehr abwendbar. weiterlesen »


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Zahlreich sind sie nach Davos gekommen, die Wirtschafts- und Staatenlenker, um gemeinsam unter sich die Tiefen der Finanz- und Wirtschaftskrisse auszuloten. Alle waren sich darin einig, dass da manche wohl ein paar Fehler machten, aber so richtig wollte sich niemand den schwarzen Peter zuschieben. Es waren wohl wieder die anderen, die diesmal nicht gekommen waren.

Hotel Belvedere in Davos 09 © Robert Scoble (Creative Commons Lizenz)Dafür gaben sich hochstehende Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft die Klinke in die Hand, allen voran Wladimir Putin und Angela Merkel, die gegen zuviel Staat und für den Exportschlager deutscher Landen reüssierten, der sozialen Marktwirschaft. Naja, wenn man denn keine Panzer, Flugzeuge, Fabriken und Atomkraftwerke verscherbeln kann, versucht man es halt mit den Ideologien, die fruchten immer, besonders zu Zeiten schlechten Wirtschaftens. Aber wir wollen nicht böse sein, die Idee von der Merkel ist ja nicht ganz schlecht. Wer will es ihr verübeln?

Und während all die Schwarzseher auf dem diesjährigen World Economic Forum ihr trautes Stelldichein fanden, wollte nicht richtig Feierlaune aufkommen, wie zuletzt noch im letzten Jahr, als es Offiziell gar keine Krise gab und die Topmanagements Milliardenschwere „Boni für erfolgreiches Wirtschaften“ an den Finanzmärkten in Form von rauschenden Festen unter das Volk brachten. Heuer zeigte sich die neue Bescheidenheit unserer Elite, sie verausgabte sich weniger mit Dom Perignon, Cristal, Kaviar, Koks und Edelnutten, sondern bejammerte das Ende ihres hübschen Hütchenspieler-Zaubertrickwerks mit Namen „Deregulierte Wirtschaft“.

Zumindest ein konkretes Projekt wurde dann doch noch angeschoben. Im April soll der „G20-Gipfel“ über die Bühne gehen, da wird man dann weiter beraten, ob man einen „Weltwirtschaftsrat“ a la UNO-Sicherheitsrat installieren sollte und was denn nun sei mit der Doha-Runde, die müße schließlich vorangebracht werden, um endlich neue Märkte für veraltete Produkte und Ideen zu finden, die sonst niemand mehr haben will.

Es sei schließlich Zeit diese „reife Frucht“ zu pflücken, dies könne ein wichtiges Signal sein, um „Vertrauen“ in die Märkte wiederherzustellen.


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Das Konjunkturpaket, oder auch “Pakt für Beschäftigung und Stabilität” hat einen großen Nutzen, nämlich den für die Wirtschaft, die hier mal wieder sehr großzügig bedacht werden.

Kommen wir zum Investitionsprogramm mit 18 Milliarden Euro, das Infrastruktur- und Sanierungsmaßnahmen vorsieht. Auch hier liegt der Witz im Detail. Die Städte und Kommunen erhalten nämlich erst Geld, wenn sie einen Teil der Investitionen selbst Schultern können, sie erhalten also Zuschüsse.

Außerdem müssen alle Maßnahmen ausgeschrieben werden, und so etwas dauert. Also nichts mit sofortiger Hilfe, Verbesserung oder Instandhaltung von Schulen oder öffentlichen Gebäuden. Vielleicht dann im nächsten Jahr. Und wer kein Geld hat, der geht halt leer aus, oder muss Schulden machen. Das ist gut für die Finanzwirtschaft und schlecht für den Bürger.

A propos Wirtschaft. Für die Wirtschaft ist nichts zu teuer. Da wird auch gerne mal geklotzt. Zum Beispiel mit der Erweiterung der Bürgschaften für Unternehmen über die Staatseigene KfW- Bank von derzeit 25 auf 100 Milliarden Euro, schließlich kriegen die Unternehmer kaum noch Kredit, weil die Banken sich verzockt haben. Die wichtigste Neuerung ist allerdings der Umbau der Kurzarbeiterzuschüsse. Wer jetzt seine Mitarbeiter in Kurzarbeit schickt und ihren Lohn kürzt, kann sich nun darauf verlassen, dass der Bund einspringt, um die Lohnnebenkosten zu übernehmen. Die Regierung erhofft sich, dass so weniger Unternehmen Mitarbeiter entlassen. Zudem werden Qualifizierungsmassnahmen verstärkt ausgebaut, um die Beschäftigten fit für die Zukunft zu halten. Das Motto könnte also lauten: Nicht feuern, sondern Bilden, jetzt ist ja die Zeit da!

Ach und zum Schluss noch die „Abwrackprämie“. Wer sein 9 Jahre altes Auto zugunsten eines Neuwagens abgibt, soll 2.500 Euro vom Staat erhalten. Das spart den Autobauern so manches Bonus- und Prämienprogramm, das sie vorher selbst aufgelegt hatten. Der Bürger zahlt die Zeche.

Und welchen ökologischen Nutzen das haben soll, das wissen die Damen und Herren Koalitionspartner offensichtlich nicht.

ich bin nicht prinzipiell gegen Maßnahmen der Regierung, ich finde nur, daß man sie sinnvoller anlegen kann, und eben nicht in ein bischen Schönrechnerei und Makulatur verfällt, um zu verschleiern, wem dieses Paket dienen soll.


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Nach den großen Verlusten an den Weltmärkten im Oktober und der Stabilisierung im November kommen die von Spekulation getriebenen Börsen nicht wieder richtig in Fahrt.

Obwohl Billionen Dollar an Staatsgarantien und Krediten, Konjunkturmaßnahmen, Teilverstaatlichung durch Anteilskauf und Leitzinssenkungen auf niedrigstem Niveau die Märkte stimulieren und verlorenes Vertrauen wiederherstellen sollten, funktionieren die vertrauensbildenden Maßnahmen nicht so richtig. Anstatt wie ursprünglich geplant, die Finanzwirtschaft durch die beschlossenen Massnahmen in ihrem angestammten Kerngeschäft zu stützen, herrscht weiter eine von Unsicherheit und Misstrauen geprägte Grundstimmung vor, die so langsam in der Realwirtschaft ankommt und dort zu nachhaltigen Auswirkungen führen wird. weiterlesen »


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Die Regierungschefs der G-20 genannten Staatenrunde trafen sich in Washington D.C., um über Möglichkeiten der Überwindung der Finanzkrise zu beraten.

White House © DC John Klein

Es gab dabei mehrere Vorbereitungen der Europäischen Union (EU) mit Treffen der Regierungschefs am 7. und der Konferenz der Finanzminister der G20 Staaten, die sich am 8. und 9. November in Sao Paolo trafen, und über die Situation der Märkte berieten. An der Konferenz nahmen auch Vertreter der Nationalbanken, der Weltbank, IWF und WTO teil. Unter anderem mahnten die Teilnehmer eine stärkere Beteiligung der Institutionen der Weltbank, der Welthandelsorganisation (WTO) und des Internationalen Währungsfonds (IWF) an. weiterlesen »


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Am Freitag haben die Regierungschefs der Europäischen Union in einer gemeinsamen Erklärung beim Sondergipfel in Brüssel ihre gemeinsame Position bekräftigt, die sie geschlossen am 15. November in Washington D.C. beim Weltfinanzgipfel vertreten wollen.

Zuvor war es zu einigen kontroversen Diskussionen gekommen, die den Inhalt der gemeinsamen Strategie beinhaltete. So forderte der französische Präsident Nikolas Sarkozy eine „Weltfinanzregierung“, um eine bessere Kontrolle der Finanzströme zu ermöglichen. Man einigte sich schließlich auf ein Positionspapier, welches in den Forderungen nach einer höheren Transparenz und besseren Kontrolle der Akteure auf den Weltfinanzmärkten abziele. weiterlesen »


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Als erste Bank geht die IKB gegen ihre Manager in die Offensive. Die Mittelstandsbank hat gegen den ehemaligen Vorstandschef Stefan Ortseifen Klage eingereicht und fordert Prämien in Höhe von 800.000 Euro zurück.

Einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge, greift die Mittelstandsbank IKB nun hart gegen Manager durch. Die Fehlspekulationen im Rahmen der weltweiten Finanzkrise müssten härtere Folgen für den Verantwortlichen haben, weshalb das Geldinstitut gegen den ehemaligen Vorstandschef Stefan Ortseifen Klage eingereicht hat und Prämien in Höhe von 805.000 Euro zurück fordert. Zudem gehe die Bank gegen drei weitere Ex-Manager gerichtlich vor, nachdem bereits ein Vorstandsmitglied auf Nachdruck eine Rückzahlung veranlasst hat. Als erster Bankmanager überhaupt in Deutschland habe Claus Momburg 558.000 Euro zurückerstattet.

Eine letzte Frist bis zum 31. Oktober habe die IKB den betroffenen Manager gesetzt, unter anderem sollen die Ex-Vorständen Volker Doberanzke und Markus Guthoff 583.000 Euro beziehungsweise 600.000 Euro zurück überweisen. Zudem geht eine Forderung in Höhe von 451.000 Euro an Ex-Vorstand Joachim Neupel.


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Am 10.10 hat der New Yorker Derivateverband „International Swaps and Derivates Association“ (ISDA) eine Auktion anberaumt, um die Restwerte der ehemaligen Investmentbank Lehmann Brothers zu veräußern. Hierbei handelte es sich um 365 Milliarden USD, die in Credit Default Swaps (CDS) angelegt waren, und heutzutage keinen Pfifferling mehr wert sind.

Lehman Bros. Hauptquartier © connorwithonenDurch die Auktion hofften die Veranstalter, noch einen kleinen Teilbetrag aus dem Milliardengrab herauszuholen. Dazu kommen noch die Verluste aus dem Europa-Geschäft der Bank, die mit 300 Milliarden Dollar zu Buche schlagen könnten.

Nach einer Analyse der Dresdner Kleinwort, einem Tochterunternehmen der Dresdner Bank, könnten durch die Deutschlandgeschäfte der deutschen Dependance von Lehmann auf den Einlagensicherungsfonds der Privatbanken Abschreibungen in Höhe von 6 Milliarden Euro eintreten, sollte sich kein Käufer für die unverkäuflichen Ramschpapiere finden.

Überhaupt gibt es viele Gerüchte und wenig Fakten über den Spektakulären Fall des Investmenthauses. Allein die Spekulationen um das Management bei der Übernahme der Geschäftsfelder Europa und Investment durch die japanische Nomura Holding sowie Barclays Bank sorgten für einige Aufmerksamkeit, da es beiden neuen Eignern wohl nicht gelang, einige Top-Manager von Lehmann mit „goldenen Handschellen“ im neuen Unternehmen zu halten.

Ansonsten ist es sehr still geworden um die Abwicklung dieses traditionsreichen Hauses.


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Der Dax fiel auf unter 5000 Punkte, der Dow Jones-Index liegt bei 8.500, und die Isländische Regierung steht vor dem Staatsbankrott. Großbritannien schießt 500 Milliarden Pfund in den Bankensektor, Deutschland und die USA denken über Verstaatlichung nach, und einige Milliardäre kaufen sich zum Schnäpchenpreis in große Konzerne ein.

Während die Topmanager von American International Group (AIG) sich noch mal eben ein Wellness-Wochenende“ für 440.000 Dollar genehmigen und schon mal nachfragen, ob denn der Steuerzahler-Goldtopf von „Hank“ Paulson („Paulson-Plan“) zum bereichern geöffnet ist, steht unsere Regierung da und erinnert mit ihren Parolen an den nur allzu bekannten Satz von Norbert Blüm: Die Renten sind sicher! weiterlesen »


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Die Woche konnte turbulenter für die Börsianer kaum beginnen: Nachdem am Wochenende der so genannte „Paulson-Plan“ vom US-Parlament durchgewunken wurde, die Iren letzte Woche eine uneingeschränkte Garantie auf Bankeinlagen aussprachen, Deutschland und Eu dem folgten, sowie eine späte Einigung in letzter Minute bei der Nachbesserung der Kreditabsicherung für die angeschlagene Hypo Real Estate sich durchsetzte und der Finanzgipfel der Europäischen G7-Staaten ohne nennenswertes Ergebnis blieb, rauschten die Aktienkurse am Montag im freien Fall mit teilweise dramatischen Verlusten in einen Börsencrash, den die Welt so nur 1929/30 erlebte. Das war eindeutig ein Schwarzer Montag für die Finanzwelt. weiterlesen »


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