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Schulden für Yahoo-Kauf

Autor: Rainer
abgelegt in: Neuigkeiten

Yahoo

Die Nachricht schlug in der vergangenen Woche ein wie eine Bombe. Microsoft plant den angeschlagenen Yahoo-Konzern zu kaufen und sich damit auf dem Werbe- und Suchmaschinenmarkt besser zu positionieren.

Als Reaktion darauf schossen die Aktien beider Unternehmen an der Börse in Höhe, insbesondere die Yahoo-Aktie konnte Gewinne von über 60 Prozent verbuchen. Mit dem anvisierten Deal möchte man Google endlich die Stirn bieten können und sich ein großes Stück vom lukrativen Online-Werbemarkt schnappen. Yahoo war in den letzten Jahren zu einem aufgeblähten Allround-Netzwerk „verkommen“ und in den letzten Jahren erhebliche Strategie-Fehler begangen. Irgendwie wollte man von allem etwas, aber nie etwas richtig. Der Marktanteil des einstigen Vorzeigeportales wurde von Jahr zu Jahr geringer – Google ließ kaum noch Platz für Entwicklungsmöglichkeiten. Nun möchte man mit Hilfe von Microsoft das angeschlagene Schiff wieder flott machen und sich auf wesentliche Kernbereiche beschränken.

Doch auch diese Summe stemmt ein Riese wie Microsoft nicht einfach so. Rund 45 Milliarden Dollar soll Yahoo kosten, von denen 20 Milliarden in Bar und der Rest in eigenen Aktien an die Aktionäre gehen soll. Konzernchef und Firmenmitgründer Jerry Yang von Yahoo spricht von einem großzügigen Angebots von Microsoft, schließlich lag die Offerte 60 Prozent über dem Schlusskurs vom Donnerstag. In trockenen Tüchern ist der Deal jedenfalls noch nicht, denn die Vorstandsspitze ist sich nicht über einen Verkauf einig, zumal Google-Chef Eric Schmidt Yahoo Hilfe zugesagt hat. Ein Gegenangebot hat es bisher jedenfalls noch nicht gegeben.

Sollte es wirklich Microsoft gelingen, Yahoo erfolgreich zu übernehmen, wäre dies trotz der Erfolgsaussichten eine teure Angelegenheit, selbst für Microsoft.


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  1. PG schreibt:

    Der geplante Kauf von Yahoo! wird Microsoft sehr wahrscheinlich das Genick brechen. Wenn ich z.B. den deutschen Internetmarkt betrachte, muss ich mit bedauern feststellen, dass z.B. bei uns kaum Traffic über Yahoo! erzeugt wird, genauso wenig wie Traffic von MSN bzw. Live… Die über 44 Milliarden sollte Microsoft lieber in die Weiterentwicklung seiner eigenen Suchtechnologie setzen. Außerdem nervt mich der Erotik Filter, welcher in meinen Augen zu soft eingestellt ist.

  2. Dildo schreibt:

    Ich bin sehr zuversichtlich das Bing schon ein sein ding machen wird. Systematisch finde ich Bing ja viel anspruchsvoller als Google jedoch liefert es noch nicht so gute Ergebnisse wie Google und ich denke wenn Microsoft das mit der Zeit ins laufen bekommt wird es eine sehr gefährliche Konkurrenz für Google werden!

  3. Sinnlichsuess.de schreibt:

    Bing ist vielleicht (k)ein google-Killer. Bing bedeutet auf chinesisch unter anderem “Krankheit”. Ich bin gespannt, wie der Name in der chinesischen Blogospähre aufgenommen wird.

  4. Alexa schreibt:

    Wie die Chinesen das aufnehmen kann ich es nicht sagen, aber auf jedem Fall bringt diese Suchmaschine mehr Traffic als Yahoo.

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