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Schmiergeldaffäre bei MAN

Autor: Thorsten
abgelegt in: Neuigkeiten

Schmiergeldaffäre bei MAN

Die Maschinenfabrik Augsburg Nürnberg AG, kurz MAN, ist eines der größten Fahrzeug- und Maschinenbauunternehmen in Europa mit Sitz in München; und zugleich eines der ältesten Industrieunternehmen der Welt.

Mit der Zeit wird das Ausmaß der Schmiergeldaffäre um den MAN-Konzern immer klarer. Die Anzahl der Wisseneden und Beteiligten steigt !

Schwarze Kassen©flickr/liewcf

Dabei beschränkt sich der Schmiergeldskandal vor allem auf den Bereich Vertrieb.

Eines wissen die erfahrenen Fahnder schon mit Sicherheit, dass die Schmiergeldzahlungen einem ausgeklügelten System unterliegen.

Denn vergangene Delikte, wie etwa bei der Siemens AG, der VW AG etc., führten zu einem steilen Anstieg der Lernkurve bei den Fahndern.

Dabei ist insbesondere im Vertrieb eines jeden Unternehmens das Risiko bezüglich Vorteilsannahmen hoch!

Diese Vorteilsannahmen(Schmiergeldzahlungen) können dabei in zwei Richtungen zu Stande kommen: Entweder nimmt der Vertriebsmitarbeiter das Geld an, oder der Vertriebsmitarbeiter schmiert den Kunden.

Doch sind sogenannte Schmiergeldzahlungen vor allem bei außereuropäischen Ländern ein offenes Geheimnis!

Hierzulande hält man die eine Hand vor den Augen,und die andere hält man hin, bei diesen ,,normalen‘‘ Geschäftsgebären.

So sind hier Schmiergeldzahlungen häufig keine Schmiergeldzahlungen, sondern ,,Provisionen‘‘ ! Wie etwa angeblich beim MAN Konzern !

Schmiergeldzahlungen©flickr/cole24

Dabei sollen vor allem Busse und LKWs dadurch vertrieben worden sein.

Dies soll erwartungsgemäß externen Unternehmensinteressenten aufgefallen sein- den Finanzbeamten.

Die eigenen internen Prüfer des MAN Konzerns sollen die Untersuchung nun tatkräftig unterstützen.

Seit dem Jahr 2002 sollen 7 Jahre lang Schmiergelder über 10 Millionen Euro geflossen sein!

Dabei soll der Großteil dieser Zahlungen im Ausland benutzt worden sein.

Der Anteil des in Deutschland geflossenen Schmiergeldgeldes, wird dabei nur auf 1 Million geschätzt!

Die Parallelen zum Siemens Schmiergeldskandal scheinen gegeben zu sein; dort wurde ebenfalls mit Provisionen und einem System aus fiktiven Scheinfirmen operiert.


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