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Die Welt der Finanzen
 


Börsenspiele

abgelegt in: Aktienmarkt

,,Börsenspiele erfreuen sich immer größerer Beliebtheit‘‘.

Dabei wächst vor allem das Angebot an Börsenspielanbietern, scheint mir …

Es juckt mich der Mündige in mir:  ,, Seit  wann, vor allem warum interessiert es die Jungs und Mädels von der Sparkasse u.v.a uns das Thema Börse mittels sogenannter ,,Online Börsenspiele‘‘  näher zu bringen ? Letztens als ich schnell einfach nur ein neues Girokonto eröffnen wollte,  hat man 2/3 der Zeit genutzt, um mir als angehender Student die Notwendigkeit von mehreren Versicherungen zu erklären- es war ihnen wichtig,- mein Wohlergehen. Wirklich !

Also, was hat der Mündige in mir zum Thema Börsenspiele zu sagen:

Wie bei vielen Spielen macht es erst so richtig Fun, wenn man es erst mal raushat, und das erlebe ich auch bei den meisten Börsenspielen so. Gerade hatte ich eine spitzen Performance; schade nur das es 100.000 € Spielgeld sind, und kein echtes- mein eigenes  Kapital !   Zugegeben, was ich da gemacht habe, ist nicht ohne gewesen…ich habe mein Portfolio nicht gerade mit stabilen Bluechips eingedeckt. Meine Wahl hat sich eher auf Optionsscheine und  volatile Aktientitel beschränkt. Trotzdem, Spaß hat es allemal gemacht.

Um überhaupt  die ernsthaft Teilnahme an einem Börsenspiel in Erwägung zu ziehen, braucht es  Hintergrundinformationen rund um alles was mit dem Thema Wertpapiere etc. zu tun hat. Wenn man mit den Standardbegriffen, wie Bluechips oder den Funktionsweisen von Optionsscheinen noch nicht  vertraut ist, dann sind Börsenspiele sicherlich ein gute Motivation, um diese kennenzulernen.

Allerdings: wenn man diese nun aus dem FF beherrscht,  gelangt man schnell zu der Erkenntnis, dass Börsenspiele nur sehr bedingt eine gewisse Nähe zur Realität aufweisen.  Zeitverzögerungen bei den Kursdaten und viele weitere technische Einschränkungen sind der Grund. Vor allem das Verhalten der Börsenspielteilnehmer -die börsenpsychologische Komponente- ist eine gänzlich andere, als wenn mit dem echten, dem eigenen Geld in  der sehr komplexen Börsenwelt spekuliert wird.

Online Aktien handelnⓒflickr/ping ping

Wenn  man  mal von diesen Beschränkungen absieht, und weitere Überlegungen zum Thema Spielen an der Börse einbezieht, wie etwa  die stark vertretene ‚,Random Walk Theorie‘‘-Aktienkurse verlaufen so, dass ihre Änderungen nicht prognostiziert werden können-,gelangt man neben dem fehlenden Know How Argument, zu einer für das Börsen- Verständnis sehr bedeutenden Erkenntnis .Mein Prof. wäre bestimmt schon Millionär, wenn das Know How der Grund für den Erfolg an der Börse wäre.

Woher kommt die Euphorie, die uns alle mitreißt selbst an der Börse sein Glück  finden zu wollen? Im Fernsehen sieht und hört  man  täglich Persönlichkeiten, die ihre Millionen an der Börse gemacht haben. Allerdings waren diese ‚Leute‘ bereits in der Position , oder hatten das notwendige Kapital schon von Geburt an, oder es sind  Finanzgenies, wie George Sorros oder Warren Buffet. Also nur eine bedeutend geringe Anzahl von Leuten im Verhältnis zu uns ,Normalos‘.

Für die ganz normalen Menschen, wie uns, bleibt wohl nur die Illusion von heute auf morgen an der Börse Reich zu werden ,oder man hat dies gar nicht vor, sondern ist auf der Suche nach einer  langfristigen Anlagemöglichkeit mit einer besseren Rendite als mit  anderen  Anlageformen, um evtl. für die Kinder oder im Alter vorzusorgen. Dann sollte man auch die Finger vom Börsenspiel lassen, sonst lässt man sich noch dazu verführen es zum neuen Millionär schaffen zu können.

Letztendlich sind kommerzielle Börsenspiele neue Marketingentwicklungen der Finanzindustrie, die mehr Menschen das fadenscheinige Gefühl vermitteln sollen, an der Börse erfolgreich sein zu können. Denn woran es ja nur fehle, sei das Know How-klar ?! (-;

Random-Walk ⓒflickr/ping ping

Doch selbst die Handvoll besten Wertpapier- bzw. Fondmanager schlagen den Markt auf Dauer nicht mittels aktiv geführten Wertpapierhandel, wie alte und neue empirische Studien belegen. Doch gerade Börsenspiele sind auf das aktive Handeln mit Wertpapieren angelegt- verdienen doch gerade hier die Finanzdienstleister vor allem ihr Geld mit. Passive Investmentstrategien stehen hier deutlich abseits der Rummels um Börsenspiele.

Mit einem bestimmten Maß an Unwissenheit wird der potenzielle Börsenspielteilnehmer natürlich allein gelassen; schließlich sind die Financiers der Börsenspiele keine Altruisten. Die Jungs und Mädels bei den Finanzdienstleistern, die dieses Marketing mitfinanzieren, leben schließlich von den Gebühren und Transaktionskosten, und die steigen mit der zunehmenden Anzahl an Börsenteilnehmern.


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Vor gut 15 Jahren wurde sie gegründet, die Ökobank und war mit dem Slogan “Geld und Leben ” statt “Geld oder Leben”, welches die Geschäftspolitik bestimme.

Die ersten Schritte machte die Ökobank  in Frankfurt am  2. Mai 1988 und nahm ihre Geschäfte auf.

Die Alternativstruktur der späten 70′ Jahre und der frühen 80′ Jahre passte gut in die damalige Welle der Friedens, - Frauen und Umweltbewegung. Die Menschen sollten selbst entscheiden können, was mit ihrem Geld passiere und die Idee fand viel Anklang. weiterlesen »


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Nebenwerte sind mehr als Nebenwerte, auch wenn zu Ihnen nur die Aktiengesellschaften zählen, deren Aktien nicht zum DAX oder eben einem anderen Index gehören.

Hochhaus © Flickr by Jun AculladorDabei kann es sowohl um Aktiengesellschaften mit einem recht geringen Börsenwert handeln, als wie auch um Aktiengesellschaften mit geringeren Börsenumsätzen. Die Aktienkurse schwanken dort aber zumeist genauso.

Nebenwerte

nennt man der Börse auch die gehandelten Werke von kleineren Unternehmen, die sogenannten Small-Caps Aktien. Sie werden neben den Standardwerten an der Börse gehandelt, logisch.

An der Börse haben die Nebenwerte ihre eigenen Aktienindizes. Dabei handelt es sich um die Bezeichnungen SDAX, MDAX sowie SMAX-All-Share-Index.

Als SDAX werden die Small Caps bezeichnet, die in Deutschland einen geringeren Börsenwert haben. MDAX sind demnach die Mid Caps, sie haben einen mittelhohen Börsenwert. Micro Caps sind Kleinstwerte, sie sind ebenfalls in keinem Index auf dem Aktienmarkt.

Die Grenzen der Nebenwerte gehen allgemeine ineinander über, weil es bis Dato keine allgemein-gültige und vor allem klare Definition der Nebenwerte gibt. das kann eine Finanzierung erschweren, aber unter Umständen auch erleichtern.

Man kann es sich eigentlich kaum vorstellen, aber es gibt über 95%  börsennotierte Aktiengesellschaften, bei denen es sich nur um Nebenwerte handelt. Das hat aber den Vorteil, dass es potenziellen Anlegern leicht gemacht wird, sie haben eine größre und vielfältigere Auswahl an Aktienkursen, als bei den Standardwerten.
Zudem sind in den Nebenwerten meist höhere Gewinne möglich.


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Es ist ein Auf und Ab mit der deutschen Konjunktur zur Zeit, mal ist der Tag schwärzer als die Nacht und mal sieht jemand den ersten Lichtstrahl des Morgengrauens. Auf jede Nacht folgt ein neuer Tag, heißt es sprichwörtlich. Laut der neuesten Konjunkturprognose des ZEW könnte der Morgen im Sommer grauen.

Offensichtlich ist der Optimismus zu den Börsenexperten Deutschlands zurück gekehrt. Am Dienstag (17.03.2009) hat Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim seine neueste Konjunkturprognose veröffentlicht.

ZEW Mannheim © Wikipedia / Bernd Oliver Sünderhauf

So haben sich die mittelfristigen Konjunkturerwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren für Deutschland im Monat März leicht verbessert. Das ZEW-Barometer, welches als wichtigster Stimmungsindikator für die deutsche Wirtschaft gilt, verbesserte sich  von minus 5,8 Punkte auf minus 3,5. Dies ist der höchste Stand seit August 2007. weiterlesen »


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Das Jahr 2009 ist kaum drei zwei Monate alt und dennoch drehen Aldi und Lidl bereits zu vierten Mal an der Preisschraube. Der Preiskampf der deutschen Lebensmittelketten ist voll entbrannt. Dabei beschränkt sich das Roulette der Zahlen nicht mehr nur auf die beiden Discounter auch Branchenriese Edeka mischt kräftig mit.

Aldi gilt hierbei als Taktgeber für die gesamte Branche. Senkt die Kette ihre Preise, ziehen alle anderen nach.

Lidl © flickr / Jesus Presley

Gut, den Verbraucher freut es, aber irgendwann ist doch mal das Ende der Fahnenstange erreicht. Ein Mindestmaß an Qualität kostet auch entsprechend Geld.

Und wer muss es ausbaden, wenn die Lebensmittelpreise die Grenze zwischen Gewinn und Verlust überschreiten?

Wenn es der Kunde nicht tut, dann bleiben ja nur die Mitarbeiter und die Zulieferer. Da ist es schon verständlich, wenn 1,30 Euro vermeintlicher Verlust ausreichen, um sich vom teuren Personal zu trennen.

Das Poker um die niedrigsten Zahlen am Regal geht munter weiter, aber solange dadurch mehr Geld in der Brieftasche bleibt, gibt es doch keinen Grund, sich zu beschweren, oder?… Schließlich sind die Lebenshaltungskosten ja schon hoch genug. weiterlesen »


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Eigentlich stand Opel Ende 2008 relativ gut da und auch die neue Produktpalette war attraktiv, doch inzwischen steht Opel mit dem Rücken zur Wand und ohne staatliche Hilfen droht wohl unvermeidlich die Insolvenz.

Dabei ist Quelle der Misere nicht in Rüsselsheim zu suchen, sondern in Detroit. Nicht erst seit der Finanzkrise dümpelt die amerikanische Automobilbranche vor sich hin. Kritiker werfen den Konzernen vor, mit falscher Modellpolitik und gravierenden Managementfehlern die Zeichen der Zeit verschlafen zu haben.

Opel Insignia © flickr / Curnen

Ende 2008 nun platzte die Bombe, gewissermaßen. GM kündigte an, ohne Staatshilfen nicht mehr überleben zu können und die Deutsche Bank setzte das Kursziel der GM-Aktie gen Null. Als dann auch noch ein erstes Rettungspaket für die angeschlagene Branche im US-Senat scheiterte, gingen Experten davon aus, dass einer der drei großen Automobilkonzerne in Detroit die aktuelle Krise nicht überstehen würde.

Neben GM ist nun auch Chrysler akut bedroht. So wie die Bild damals berichtete, stehen 2,5 Millionen Arbeitsplätze weltweit seit dem auf dem Spiel. Auch wenn beide Konzerne kurzfristig noch Milliardenhilfen erhalten haben, schwebt beinahe täglich das Gespenst der Insolvenz über den Konzernen.

Bricht GM zusammen, steht auch Opel vor dem aus. Die schwedische Konzerntochter Saab musste den Gang zum Insolvenzverwalter bereits antreten und auch die Insolvenz von Opel scheint nicht mehr abwendbar. weiterlesen »


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Wie am Wochenende zu erfahren war, hat Wirtschaftsminister Michael Glos das Handtuch geschmissen. In einem Brief an Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer habe er seinen Wunsch bekräftigt, aus dem Amt entlassen zu werden, um wie geplant sich auf seinen Ruhestand vorzubereiten und den Weg frei zu machen für die „Erneuerung“ der CSU.

Und dies fällt ihm jetzt spontan ein.

Es hat sicherlich nichts mit dem kleinen Fauxpas zu tun, den der Herr Minister Dienstang vergange Woche in der Berliner Charlottenstraße mit einem Polizisten hatte. Es soll zu einem scharfen Wortwechsel und einem kleinen „Unfall“ gekommen sein. Genaueres kann man hier lesen.

Nun denn, der Wechsel von Glos in den Ruhestand ist wohl in Sack und Tüten und der Nachfolger steht wohl auch schon fest. Es wird Karl Theodor zu Guttenberg sein, seines Zeichens Generalsekretär der CSU und Familienunternehmer mit einer langen glorreichen Familientradition. Was ihn allerdings zum Wirtschaftsminister qualifiziert, darüber herrscht Schweigen.

Einige munkeln ja, den Aufstieg verdanke Guttenberg seinem guten Draht zu Seehofer, andere sehen in seinem eloquenten Wesen und seiner Redebegabung die „Qualitäten“ für diesen Posten. Vielleicht ist es auch sein “guter Draht” zu den Eliten dieses landes. Auf jedenfall halte ich es nicht für ausreichend, einen Familienunternehmer mit 38 Mitarbeitern im Betrieb als tauglich für einen Ministerposten zu benennen. Hier dürfte mal wieder Amigomentalität und Parteiküngel als wahrer Urheber dieser Besetzungsposse durchgekommen sein.

Sicher ist: Neues Blut braucht die Republik.

Aber warum ständig Leute auf Posten gehievt werden, die eigentlich keine Ahnung von ihrem neuen Metier haben, das wird wohl ein immerwährendes Geheimnis der „Realpolitik“ bleiben.


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Zahlreich sind sie nach Davos gekommen, die Wirtschafts- und Staatenlenker, um gemeinsam unter sich die Tiefen der Finanz- und Wirtschaftskrisse auszuloten. Alle waren sich darin einig, dass da manche wohl ein paar Fehler machten, aber so richtig wollte sich niemand den schwarzen Peter zuschieben. Es waren wohl wieder die anderen, die diesmal nicht gekommen waren.

Hotel Belvedere in Davos 09 © Robert Scoble (Creative Commons Lizenz)Dafür gaben sich hochstehende Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft die Klinke in die Hand, allen voran Wladimir Putin und Angela Merkel, die gegen zuviel Staat und für den Exportschlager deutscher Landen reüssierten, der sozialen Marktwirschaft. Naja, wenn man denn keine Panzer, Flugzeuge, Fabriken und Atomkraftwerke verscherbeln kann, versucht man es halt mit den Ideologien, die fruchten immer, besonders zu Zeiten schlechten Wirtschaftens. Aber wir wollen nicht böse sein, die Idee von der Merkel ist ja nicht ganz schlecht. Wer will es ihr verübeln?

Und während all die Schwarzseher auf dem diesjährigen World Economic Forum ihr trautes Stelldichein fanden, wollte nicht richtig Feierlaune aufkommen, wie zuletzt noch im letzten Jahr, als es Offiziell gar keine Krise gab und die Topmanagements Milliardenschwere „Boni für erfolgreiches Wirtschaften“ an den Finanzmärkten in Form von rauschenden Festen unter das Volk brachten. Heuer zeigte sich die neue Bescheidenheit unserer Elite, sie verausgabte sich weniger mit Dom Perignon, Cristal, Kaviar, Koks und Edelnutten, sondern bejammerte das Ende ihres hübschen Hütchenspieler-Zaubertrickwerks mit Namen „Deregulierte Wirtschaft“.

Zumindest ein konkretes Projekt wurde dann doch noch angeschoben. Im April soll der „G20-Gipfel“ über die Bühne gehen, da wird man dann weiter beraten, ob man einen „Weltwirtschaftsrat“ a la UNO-Sicherheitsrat installieren sollte und was denn nun sei mit der Doha-Runde, die müße schließlich vorangebracht werden, um endlich neue Märkte für veraltete Produkte und Ideen zu finden, die sonst niemand mehr haben will.

Es sei schließlich Zeit diese „reife Frucht“ zu pflücken, dies könne ein wichtiges Signal sein, um „Vertrauen“ in die Märkte wiederherzustellen.


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Das Konjunkturpaket, oder auch “Pakt für Beschäftigung und Stabilität” hat einen großen Nutzen, nämlich den für die Wirtschaft, die hier mal wieder sehr großzügig bedacht werden.

Kommen wir zum Investitionsprogramm mit 18 Milliarden Euro, das Infrastruktur- und Sanierungsmaßnahmen vorsieht. Auch hier liegt der Witz im Detail. Die Städte und Kommunen erhalten nämlich erst Geld, wenn sie einen Teil der Investitionen selbst Schultern können, sie erhalten also Zuschüsse.

Außerdem müssen alle Maßnahmen ausgeschrieben werden, und so etwas dauert. Also nichts mit sofortiger Hilfe, Verbesserung oder Instandhaltung von Schulen oder öffentlichen Gebäuden. Vielleicht dann im nächsten Jahr. Und wer kein Geld hat, der geht halt leer aus, oder muss Schulden machen. Das ist gut für die Finanzwirtschaft und schlecht für den Bürger.

A propos Wirtschaft. Für die Wirtschaft ist nichts zu teuer. Da wird auch gerne mal geklotzt. Zum Beispiel mit der Erweiterung der Bürgschaften für Unternehmen über die Staatseigene KfW- Bank von derzeit 25 auf 100 Milliarden Euro, schließlich kriegen die Unternehmer kaum noch Kredit, weil die Banken sich verzockt haben. Die wichtigste Neuerung ist allerdings der Umbau der Kurzarbeiterzuschüsse. Wer jetzt seine Mitarbeiter in Kurzarbeit schickt und ihren Lohn kürzt, kann sich nun darauf verlassen, dass der Bund einspringt, um die Lohnnebenkosten zu übernehmen. Die Regierung erhofft sich, dass so weniger Unternehmen Mitarbeiter entlassen. Zudem werden Qualifizierungsmassnahmen verstärkt ausgebaut, um die Beschäftigten fit für die Zukunft zu halten. Das Motto könnte also lauten: Nicht feuern, sondern Bilden, jetzt ist ja die Zeit da!

Ach und zum Schluss noch die „Abwrackprämie“. Wer sein 9 Jahre altes Auto zugunsten eines Neuwagens abgibt, soll 2.500 Euro vom Staat erhalten. Das spart den Autobauern so manches Bonus- und Prämienprogramm, das sie vorher selbst aufgelegt hatten. Der Bürger zahlt die Zeche.

Und welchen ökologischen Nutzen das haben soll, das wissen die Damen und Herren Koalitionspartner offensichtlich nicht.

ich bin nicht prinzipiell gegen Maßnahmen der Regierung, ich finde nur, daß man sie sinnvoller anlegen kann, und eben nicht in ein bischen Schönrechnerei und Makulatur verfällt, um zu verschleiern, wem dieses Paket dienen soll.


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Man kann es drehen und wenden wie man will. Mit dem zweiten Konjunkturpaket, das die Bundesregierung auf den Weg gebracht hat wird mit Sicherheit nichts weltbewegendes geschehen.

Allein die Unternehmen werden hieraus wie so oft ihren Vorteil ziehen, für den Normalbürger wird sich nicht viel ändern. Daran ändern auch Großspurige Formulierungen nichts, so oft dieses Paket auch schön geredet wird.

Zu erst einmal richten wir den Blick auf die Steuer- und Abgabensenkung. Der Eingangssteuersatz wird von 15 auf 14 Prozent gesenkt. Das ist löblich, aber nicht wirklich hilfreich. Wenn ich 1000 Euro Brutto verdiene, würden mir also 10 Euro im Monat mehr verbleiben. Damit lässt sich die Wirtschaft ankurbeln!

Immerhin werden die Grundfreibeträge in der Einkommenssteuer bis 2010 auf 8004 Euro pro Jahr angehoben, die Ecksteuersätze um insgesamt 700 Euro nach oben verschoben. Dazu kommt die Senkung der Krankenkassenbeiträge von 15,5 auf 14,9 Prozent.

Aha.

Dumm nur, dass die Kassenbeiträge für viele zum Jahreswechsel erst ordentlich gestiegen sind. Eine Bekannte zum Beispiel hatte einen Beitragssatz von 12,5 %, bevor der Gesundheitsfonds kam, jetzt zahlt sie 15,5 %, also 3 (!) Prozent mehr als noch 2008. Senkt sich der Beitragssatz um 0,6 %, zahlt sie also 2,4 % mehr ein, als noch vor ein paar Wochen. Das ist eine echte Beitragssenkung!

Aber der Kinderbonus von 100 Euro! Der ist ja auch tatsächlich einmalig. Den bekommt jede Familie, die nicht über 60.000 Euro verdient, oder Hartz IV empfängt, dann nämlich wird dieser Bonus im Steuerfreibetrag oder den Zuwendungen im ALG II verrechnet. Dann erhalten Familien, die Transferleistungen beziehen einen erhöhten Betrag für Kinder bis 13 Jahren. Der Bedarfssatz wird angehoben.

Interessant ist auch der Zeitpunkt des Inkrafttretens. Stichtag soll der 1.7.2009 sein. Das heißt, das Steuersenkungen dann erst im nächsten Jahr spürbar sein werden. Dieses Jahr wird es nichts geben. Dafür halt im nächsten Jahr.


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