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Die Welt der Finanzen
 


Immobilien ©seier

Die Turbulenzen an den Finanzmärkten haben die deutsche Realwirtschaft erreicht. Geplatzte Spekulationen auf Immobilienkredite sorgten für massiven Abschreibungsbedarf bei fast allen großen Instituten. War es vor der Offenlegung dieser harten Tatsachen noch möglich, für den Erwerb von Immobilien einen entsprechenden Kredit genehmigt zu bekommen, so brechen nun andere Zeiten an.

Der Grund für den fehlenden Erfolg besagter Finanzwetten liegt auf der Hand: Kreditnehmer sind wegen fehlender Bonität nicht in der Lage, die von ihnen geforderten Rückzahlungen zu leisten. Die Banken waren bei der im Vorfeld getätigten Prüfung zu großzügig und haben den finanziellen Spielraum ihrer Gläubiger überschätzt. Da in der Zwischenzeit jedoch Finanzinstrumente für die Kreditpakete geschaffen wurden, in die auch institutionelle Anleger investiert haben, rollte die Lawine der Zahlungsunfähigkeit durch die Bücher selbst namhafter Häuser.

Steigender Unwille zur Kreditvergabe führt dazu, dass weniger Immobilien verkauft werden können, wodurch die Wirtschaft abgeschwächt wird. Die Wertentwicklung der Grundstücke und Häuser wird weniger positiv ausfallen oder sogar rückläufig. Gerade auf Sektoren mit viel Potential, Immobilien in Gelsenkirchen stellen hier ein gutes Beispiel dar, kommt die Aufholjagd zu den sonst üblichen Durchschnittswerten eventuell nicht richtig in Fahrt. Verkäufer sind dann auf ausländische Investoren angewiesen, die wegen der anhaltenden Schwäche des US-Dollars wohl eher aus dem Vereinigten Königreich oder dem Mittleren Osten kommen dürften.

Anleger zeigen sich insgesamt jedoch vorsichtig, da ein Abgleiten in eine Rezession einen Wertverfall auf den Immobilienmärkten zur Folge haben könnte. Zwar befinden sich hochpreisige Luxus-Immobilien noch auf relativ sicherem Eis, gerade für die Mittelklasse erschwingliche Objekte könnten jedoch deutlich billiger werden. Bissige Kritiker werden wohl behaupten, dass dies in einigen Regionen wie München eine überfällige Abkühlung darstellt. Sobald sich die Banken aber wieder in Sicherheit wähnen, heißt es auch dort wieder: Geld kommt immer zu Geld.


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Klaus Volkert - Themenbild - flickr©der Haken

Millionenzahlungen, Lustreisen und Prostituierte – die Zahl der „Vergehen“ war lang. Nun beendete das Landgericht Braunschweig das dunkle Kapitel der VW-Affäre mit einer Haftstrafe für den langjährigen Betriebsrat Klaus Volkert.

Zwei Jahre und neun Monate muss Volkert nun ins Gefängsnis, nur eine erfolgreiche Revision könnte ihn noch vor den schwedischen Gardinen retten. Einst war Volkert der einflussreichste Betriebsrat in Deutschland, ohne den bei VW kaum noch eine Entscheidung gefallen war. Zusammen mit Arbeitsdirektor Peter Hartz, Ferdinand Piëch und zu späterer Zeit Bernd Pischetsrieder machte Volkert Unternehmenspolitik beim VW-Konzern.

Die zwei Millionen Bonus-Zahlungen, die Volkert für seine „Verdienste“ erhielt, waren aus seiner Sicht durchaus angemessen und gerechtfertigt. Fehler gestand der Sozialdemokrat lediglich beim Umgang mit Bordellbesuchen sowie der Gehaltszahlung an seine Geliebte ein. Politikergrößen wie Gerhard Schröder oder Christian Wulff wussten um die Macht Volkerts, der durchaus Einfluss auf die öffentliche Meinung hatte.

Am 30. Juni 2005 schied Volkert aus seinen Ämtern aus und bis dahin ahnte noch niemand von seinen Umgebenen, was mit dem VW-Skandal noch auf sie zukommen würde. Die Verurteilung Volkerts ist aufgrund der momentan Stimmung im Lande, wo sich die Reichen des Landes mittels zwielichtiger Geschäfte in Lichtenstein weiter bereichern, ein Ausrufezeichen. Eine Freisprechung hätte die Stimmung in der Republik wahrscheinlich kippen lassen, denn es schon eine Frechheit, mit welcher Dreistigkeit einige Persönlichkeit den Staat und somit auch die kleinen Leute betrügen.


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Commerzbank-Tower in Frankfurt © flickr / dcdead

Vor knapp einer Woche überraschte die Deutsche Bank alle Finanzexperten mit einem Rekordergebnis für das Jahr 2007. Die Finanzkrise schien dem größten deutschen Geldinstitut nur wenig zu Leibe gerückt zu sein. Anscheinend wollte die Commerzbank sich angesichts dieser beindruckenden Zahlen nicht lumpen lassen und präsentiert nun ihrerseits ein neues Rekordergebnis für 2007.

Etwas verblüfft müssen die Börsianer heute schon gewesen sein, als die Verantwortlichen der Commerzbank ihre Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2007 offen legten. Statt wie viele ausländische Geldinstitute mit Abschreibungen in Milliardenhöhe für negative Schlagzeilen zu sorgen, präsentierte man einen Überschuss von 1,92 Milliarden, der eine Steigerung von 20 Prozent zum Vorjahr bedeutet. Zwar ging die Finanzkrise nicht spurlos an der zweitgrößten deutschen Bank vorüber, man musste im vierten Quartal Abschreibungen für zweitklassige US-Hypothekenkredite (Subprime) in Höhe von 248 Millionen vornehmen, jedoch ist auch hier eine positive Entwicklung zu beobachten.

Insbesondere im Segment des Privatkundengeschäftes konnten 400.000 Kunden neu gewonnen werden, womit die Gesamtzahl auf 5,5 Millionen stieg. Ziel der Bank wird es sein, die Zahl bis zum Ende des Jahres 2009 auf über sechs Millionen zu steigern. Dank der hervorragenden Nachrichten können die Aktionäre auch mit einer höheren Dividende rechnen.

Wie selbstbewusst man inzwischen bei der Commerzbank geworden ist, belegen zum einen das Interesse an der Postbank, die mit 15 Millionen Kunden die größte Privatkundenbank Deutschlands ist und zum anderen die Ankündigungen von Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller: „Wenn uns gravierende Negativ-Überraschungen erspart bleiben, werden wir in diesem Jahr das gute Ergebnis des Jahres 2007 wieder erreichen. Wenn die Märkte es zulassen, können wir dieses Ergebnis auch übertreffen.”


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Frankfurt Deutsche Bank Towers © flickr / re-ality

Von einer Finanzkrise kann bei der Deutschen Bank wohl kaum die Rede sein, wenn man das Rekordergebnis sieht, welches Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann gestern verkünden konnte. Somit hatte Ackermann gleich doppelt Anlass zur Freude, der gestern auch seinen 60. Geburtstag feierte.

Während andere Geldhäuser wie die Schweizer Bank UBS (12,6 Milliarden Euro Abschreibungen), Merrill Lynch (22,1 Milliarden) und die Citygroup (24,5 Milliarden) Abschreibungen in Milliardenhöhe vornehmen mussten und eines ihrer schlimmsten Jahre hinter sich gebracht haben, trotzt die Deutsche Bank der weltweiten Krise und verzeichnet einen Rekordgewinn in Höhe von 6,5 Milliarden Euro. Für das Jahr 2007 musste das größte deutsche Bankinstitut gerade einmal Wertberichtigungen von 2,3 Milliarden Euro vornehmen, im letzten Quartal gar nur 50 Millionen Euro. Angesichts der weltweiten Krise sind dies schon beeindruckende Zahlen, die Josef Ackermann gestern der Öffentlichkeit präsentieren konnte.

Auch in diesem Jahr soll die Deutsche Bank weiter wachsen, dies soll aber vor allem aus eigener Kraft geschehen, wobei Ackermann Zukäufe nicht ausschließen wollte. Die Spekulationen über einen Zusammenschluss mit der Postbank wollen einfach nicht abreißen, bei einem Zusammenschluss würde die größte Privatkundenbank Deutschlands entstehen. Bei der Deutschen Bank geht man von einem Vorsteuergewinn von 8,4 Milliarden Euro für das Jahr 2008 aus. Auch im Bereich der Mitarbeiter dürfte es zu einem weiteren Wachstum kommen. 2007 stieg die Zahl der Vollzeit-Mitarbeiter bei der Bank von 68.849 auf 78.291, womit das Geldinstitut fast 10.000 neue Arbeitsplätze schuf.

Dank dieser Zahlen geht die Erfolgsgeschichte Josef Ackermann bei der Deutschen Bank in eine neue Runde, auch wenn immer wieder Spekulationen auftauchen, wonach er von mehreren anderen Geldhäusern heiß umworben wird.


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Yahoo

Die Nachricht schlug in der vergangenen Woche ein wie eine Bombe. Microsoft plant den angeschlagenen Yahoo-Konzern zu kaufen und sich damit auf dem Werbe- und Suchmaschinenmarkt besser zu positionieren.

Als Reaktion darauf schossen die Aktien beider Unternehmen an der Börse in Höhe, insbesondere die Yahoo-Aktie konnte Gewinne von über 60 Prozent verbuchen. Mit dem anvisierten Deal möchte man Google endlich die Stirn bieten können und sich ein großes Stück vom lukrativen Online-Werbemarkt schnappen. Yahoo war in den letzten Jahren zu einem aufgeblähten Allround-Netzwerk „verkommen“ und in den letzten Jahren erhebliche Strategie-Fehler begangen. Irgendwie wollte man von allem etwas, aber nie etwas richtig. Der Marktanteil des einstigen Vorzeigeportales wurde von Jahr zu Jahr geringer – Google ließ kaum noch Platz für Entwicklungsmöglichkeiten. Nun möchte man mit Hilfe von Microsoft das angeschlagene Schiff wieder flott machen und sich auf wesentliche Kernbereiche beschränken.

Doch auch diese Summe stemmt ein Riese wie Microsoft nicht einfach so. Rund 45 Milliarden Dollar soll Yahoo kosten, von denen 20 Milliarden in Bar und der Rest in eigenen Aktien an die Aktionäre gehen soll. Konzernchef und Firmenmitgründer Jerry Yang von Yahoo spricht von einem großzügigen Angebots von Microsoft, schließlich lag die Offerte 60 Prozent über dem Schlusskurs vom Donnerstag. In trockenen Tüchern ist der Deal jedenfalls noch nicht, denn die Vorstandsspitze ist sich nicht über einen Verkauf einig, zumal Google-Chef Eric Schmidt Yahoo Hilfe zugesagt hat. Ein Gegenangebot hat es bisher jedenfalls noch nicht gegeben.

Sollte es wirklich Microsoft gelingen, Yahoo erfolgreich zu übernehmen, wäre dies trotz der Erfolgsaussichten eine teure Angelegenheit, selbst für Microsoft.


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Notenbank-Chef Ben Bernanke © flickr / trackrecord

Am gestrigen Mittwoch senkte die US-Notenbank Fed erneut den Leitzins, der inzwischen nur noch 3,0 Prozent beträgt. Damit verringerte sich der elementare Zinssatz innerhalb von zwei Wochen um 1,25 Prozentpunkte, dies ist der drastischste Eingriff seit dem 11. September.

Welche Motivation besitzt Notenbank-Chef Bernanke mit der erneuten Absenkung des Leitzinssatzes. Die Angst vor einer möglichen Rezession in den USA ist momentan riesig auf dem amerikanischen Aktienmarkt. Das billige Geld soll sich als Segen für Konjunktur und die Börse herausstellen. Dank des niedrigen Zinssatzes sind auch Kredite wieder günstiger zu haben, womit das Investitionskapital der Firmen steigt und somit einer Rezession vorgebeugt werden kann. Dies wäre die Idealwirkung einer solchen Absenkung des Leitzinssatzes.

Auf der anderen Seite ist die Börse immer ein Ort für Spekulationen. Liegen den Verantwortlichen der Notenbank womöglich Zahlen vor, die einen noch größeren Rückgang der Wirtschaft belegen und sie versuchen mit der Senkung des Leitzinses dies rechtzeitig abzufedern. Würde sich diese Meinung auf dem Börsenparkett durchsetzen, wäre ein weiterer Kursverlust an den Börsen dieser Welt die Folge.

Der erhebliche Zinssturz wird außerdem von führenden Finanzexperten kritisiert. Schließlich hätte die jahrelange Niedrigzinspolitik von Ex-Notenbank-Chef Greenspan erst die Grundlage für die Immobilienkrise geschaffen. Dieser hatte von 2001 an den Leitzins von 6,5 Prozent bis auf einen Prozent abgesenkt. Erst in den zurückliegenden zwei Jahren hatte sich der Zinssatz wieder in höheren Regionen eingependelt. Mit der erneuten Absenkung würde die Notenbank nun versuchen, den Weg aus der Krise zu ebnen, ohne die eigentlich Problematik in Angriff zu nehmen.

Zwar zielte Greenspans Zinspolitik vor allem auf die Börse, um den Dow Jones stabil zu halten, jedoch ermöglichte er damit der amerikanischen Kreditwirtschaft derart billiges Geld, dass Amerikaner Kredite erhielten, die sie niemals hätten erhalten dürfen. Die Motivation von Bernanke ist vor allem die Stabilisierung der Konjunktur, jedoch sollte man aufpassen, dass man nicht zu sehr in den Rezessionszyklus eingreift, weil dies verheerende Wirkungen haben könnte, wenn die Wirtschaftskraft trotz alledem wegfällt.


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Kein anderer Mensch war bisher in der Lage, die Finanzwelt als ein einfacher Angestellter derart zu erschüttern, wie es Jérôme Kerviel gelungen ist. Der bisher unbekannte Börsenhändler der französischen Großbank Société Générale avancierte innerhalb kürzester Zeit vom Nobody zum größten Bankräuber aller Zeiten.

Jérôme KervielDer so unscheinbar wirkende Börsenhändler Jérôme Kerviel, der sich für einen Verlust von 4,9 Milliarden Euro verantwortlich zeichnet, habe sämtliche Kontrollsysteme außer Kraft gesetzt und eine unglaubliche Summe an der Börse verspekuliert. Aber wer steckt hinter der Maske jenes Mannes, dem sogar eine Teilschuld am Zusammensturz sämtlicher Börsen gegeben wird. Bekannt sind lediglich nur wenige Details aus seinem Leben. Jérôme Kerviel ist 31 Jahre alt und studierte Wirtschaft in Lyon. Sein einstiger Professor beschreibt den jungen Mann als einen „brillanten Studenten“. Seit dem Jahr 2000 gehört er zur französischen Großbank Société Générale, wo Kerviel zunächst als einfache Backoffice-Kraft tätig war. 2006 wurde er zum Börsenhändler erhoben, womit sich sein lang gehegter Lebenstraum erfüllte.

Noch im vergangenen Jahr waren seine riskanten Investitionen vom Glück gesegnet, welches ihn aber zu Beginn des neuen Jahres verlassen sollte. Durch immer neue riskante Geschäfte versuchte er die sich auftuenden Lücken wieder zu schließen, womit ein stetiger Kreislauf entstand. Das Bild vom modernen Bankräuber kann Kerviel leider nicht gänzlich ausfüllen, schließlich bereicherte er sich nicht selbst an den Geschäften. Für ihn zählten nur die Gewinne an den Börsen! Jedoch muss er als exemplarisches Beispiel herhalten, wie anfällig der Finanzmarkt für solcherlei Spekulationen ist und ohne das Wegschauen seiner Vorgesetzten wäre solche Manöver auch zu vermeiden gewesen.


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Während der deutsche Aktienmarkt aufgrund der schlechten Arbeitsmarktzahlen aus Amerika gewaltig unter Druck gerät und der DAX erheblich ins Minus rutschte, erfreuen sich die Kurse einiger deutscher Bankhäuser leichter Kurssprünge, weil immer wieder Übernahmegerüchte an der Börse kursieren.
Die Kombination aus schwachem Dollar und den schlechten Arbeitsmarktzahlen aus den USA ließ den DAX an der Börse doch erheblich einbrechen. Die amerikanische Währung verlor wieder deutlich gegenüber dem Euro und wird momentan mit 1,4822 Euro gehandelt. Der zu gering ausgefallene Anstieg der Beschäftigten in den USA führte zu weiterem Druck auf den deutschen Aktienmärkten. Experten waren von einem Anstieg um 70.000 ausgegangen, letztendlich betrug die Zahl aber lediglich 18.000. Ebenso erheblichen Einfluss auf den Fall des DAX haben die deutschen Automobilkonzerne, die trotz Rekorde auf dem amerikanischen Automarkt den Tag mit teils starken Kursverlusten beendeten.
Ganz anders sieht die Situation bei der Commerzbank und der Postbank aus. Die britische Barclays Bank hat ihren Stimmrechtsanteil an dem deutschen Bankhaus auf 5,08 Prozent ausgebaut, was natürlich sofort zu Übernahmespekulationen seitens der Briten führte. Die Commerzbank-Aktie stieg am Anschluss um knapp zwei Prozent. Ganz ähnlich verhält es sich bei der Postbank, wo Post-Chef Zumwinkel den Spekulationen zur Übernahme der Postbank in einem Interview mit der Zeitung „Capital“ weiter Nahrung gab. Die Aktie konnte am Ende des Börsentages ebenfalls ein kleines Plus verbuchen.


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Morgan Stanley, LogoWie im Laufe des gestrigen Tages bekannt wurde, beteiligt sich der chinesische Staatsfond China Investment Corporation (CIC) mit rund fünf Milliarden Dollar an der zweitgrößten US-amerikanischen Investmentbank - und hält damit demnächst 9,9% des Institutes. Eine Rolle in der Führung von Morgan Stanley sei für die Chinesen aber nicht vorgesehen, heißt es. Verschiedene US-Geldinstitute lassen sich derzeit angesichts der Hypothekenkrise von ausländischen Investoren unter die Arme greifen. Erst Ende November verhalf das Emirat Abu Dhabi der schwächelnden Citigroup in einem spektakulären Handel zu einer Finanzspritze von 7,5 Milliarden Dollar. Die Abschreibungen von Investmentbanken aufgrund der Hypothekenkrise haben inzwischen weltweit mehr als 60 Milliarden Dollar erreicht.


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Arbeitsmarkt: Immer mehr Deutsche wagen den Schritt in die Selbstständigkeit

Rund 954.000 Bundesbürger sind im wahrsten Sinne des Wortes ihr eigener Herr. Die Zahl der Freiberufler hat sich seit 1992 verdoppelt und wächst beständig. Experten begründen das einerseits mit der Angst vor Arbeitslosigkeit. Andererseits gibt es viele Berufe, in denen eine Angestellten-Beschäftigung klare Nachteile birgt.

Zwar sind Selbstständige finanziell kaum abgesichert - eine Arbeitslosenversicherung gibt es nicht, Krankenversicherungen müssen selbst getragen werden, ebenso die Altersvorsorge. Andererseits kontrollieren sie den gesamten Arbeits- und Verkaufsprozess. Viele empfinden dieses “Mehr” an Verantwortlichkeit als geradezu erleichternd. Frei nach dem Motto “Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott” stürzen sie sich regelrecht in ihre Arbeit. Überstunden, geregelte Arbeitszeiten oder Wochenenden sind für die meisten Freiberufler nicht relevant. Gearbeitet wird, wenn Arbeit da ist; notfalls rund um die Uhr.

Daneben nimmt die Zahl derer, die in “klassischen” freien Berufen arbeiten - also Journalisten, Musiker, Dozenten, Kuratoren, Lektoren etc. - etwas zu. Daraus sollte man aber nicht folgern, dass immer mehr junge Menschen diese Berufe lernen. Vielmehr ermöglichen neue Technologien, allen voran das Internet, es beispielsweise Journalisten, ortsunabhängig für verschiedene Zeitungen zu arbeiten. Früher war das zwar grundsätzlich möglich, viele zogen aber eine Festeinstellung vor.


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