Wie Focus Online berichtet, droht dem Bundeshaushalt in diesem Jahr eine weitere empfindliche Schlappe. Durch die Finanzkrise müssten die Prognosen für Steuereinnahmen 2008 um 10 Milliarden Euro nach unten korrigiert werden.
Damit ist Peer Steinbrück ein großer Stein in den Weg gelegt worden. Er wollte 2011 einen ausgeglichenen Bundeshaushalt präsentieren.
So haben die zur Zeit andauernden Turbulenzen an den Finanzmärkten eine weitere gravierende “Nebenwirkung” ausgelöst, sicherlich wird das nicht die letzte Meldung sein, die wir diesbezüglich in diesem Jahr zu verzeichnen haben.
Nachdem die Probleme an der Börse härtere Zeiten für den Immobilienmarkt heraufbeschworen, ist die Krise jetzt auch für den Staat empfindlich zu spüren. Mal abgesehen davon, dass es für die betroffenen Branchen massive Verluste bedeutet, sieht man am aktuellen Beispiel sehr schön, wie die verschiedenen Mechanismen in Deutschland verknüpft sind.
Die Börse ist der Dreh- und Angelpunkt aller wichtigen Instititutionen geworden, auch heutzutage hat eine Krise noch mehr oder weniger verheerende Auswirkungen auf alle Bereiche des Marktes. In diesem Zusammenhang ist ein Kommentar von Rudolf Hickl in der Frankfurter Rundschau interessant. Er interpretiert die Theorie von John Maynard Keynes neu: “Die Agenda staatlichen Handelns ist – am besten international koordiniert – auf die ‘Reparatur des Kapitalismus’ auszurichten.”
Es ist tatsächlich fraglich, ob die Krise sich durch die Gesetze des freien Marktes selbst wieder regulieren wird.
Die SCHUFA ist schon ein Thema für sich und für die meisten ein Buch mit sieben Siegel. Wann bekommt man einen SCHUFA-Eintrag, wie kann man ich meine SCHUFA-Daten einsehen, wer kann wann den SCHUFA-Eintrag löschen - Fragen über Fragen. Und jetzt noch die SCHUFA-Score-Werte. What the f*** is that???.
Ich versuch mal etwas Licht ins Dunkel zu bringen.
Die SCHUFA Holding AG bietet ihren Geschäftspartnern wie Banken einen sogenannten Score-Wert an, der jedem Verbraucher zugeordnet ist. Der Score-Wert liegt zwischen 1 und 1.000. Dieser Wert soll die Wahrscheinlichkeit angeben, mit der ein Verlust des Kredites möglich ist. Ist er besonders hoch, so ist die Ausfallwahrscheinlichkeit gering, der Kredit sollte also besonders sicher sein. Der Score-Wert berechnet sich auch in Abhängigkeit von dem Zweck, für den er von den Geschäftspartnern der Schufa angefragt wird. So können Kreditinstitute einen anderen Score-Wert über den gleichen Verbraucher erhalten, als Mobilfunkanbieter. Die Berechnung des Wertes ist sehr undurchsichtig und komplex. So gehen die Anzahl der Konten und die Zahl der Wohnungswechsel auch in den Score-Wert mit ein.
Man kann zwei verschiedene Score-Arten unterscheiden- den Basisscore und den Branchenscore. Der Basisscore wird in der Eigenauskunft in Prozentpunkten angegeben. Im Gegensatz zum Branchenscore wird dieser nicht täglich neu berechnet.
Das gesamte Verfahren baut auf dem statistischen Analyseverfahren auf, einem Regressionsmodell. Dabei wird die Wahrscheinlichkeit eines Zufallsereignisses mit zwei möglichen Ausgängen dargestellt.
Kritisch zu bewerten ist die Undurchsichtigkeit des Verfahrens, denn die SCHUFA die Grundlagen der Berechnung nicht offenlegt. In das Scoring floss bis 2001 zum Beispiel als Negativmerkmal das Einholen einer Eigenauskunft ein, was zu Protesten und schließlich zum Einstellen dieser Praxis führte. Bis heute verschlechtern jedoch mehrfache Score-Anfragen durch SCHUFA-Kunden, wie sie sich zum Beispiel beim Konditionsvergleich für Kredite schnell ergeben, ebenfalls den Scorewert und damit schließlich den möglichen Darlehenszins negativ! Der Kunde der also vor Abschluss sinnvollerweise Kredite vergleicht, muss dafür in Kauf nehmen, dass sich seine Bonität zunehmend verschlechtert, ohne das er darauf einen Einfluss hat.
Immerhin kann jeder Verbraucher, vorausgesetzt, er kennt das Instrument, bei der Schufa die Scoreübermittlung untersagen kann. Allerdings ist dann unklar, ob diese Untersagung eine Negativentscheidung bei einem Kreditinstitut beeinflusst.
Was vor Jahren noch als heilender Trend angesehen war, die Privatisierung zahlreicher sich in öffentlicher Hand befindlicher Sparten, wird nun wieder umgekehrt und lukrative Bereiche in die Verantwortung der Kommunen zurückgeholt. Vorbild dieser Entwicklung ist die Stadt Ahrensburg in Norddeutschland, wo die Stadt aus einem langen Kampf siegreich hervorging, das Gasnetz übernahm und die Tarife senken konnte.
Der Schlüssel für die geringeren Gaspreise sind der günstigere Einkauf der Rohstoffe in Dänemark und die wesentlich niedrigere Gewinnerwartung der Stadt. In der Folge konnte man die Gaspreise um fünf Prozent absenken und erhielt sogar mehr als die von E.ON gezahlten 70.000 Euro an jährlicher Konzessionsabgabe. Natürlich möchte man dies nicht nur auf den Gasbereich beschränkten, sondern überlegt jetzt auch, den Stromanbietern die Konzessionsverträge zu kündigen.
Natürlich wird dieses Thema aufgrund des positiven Beispiels von Ahrensburg in der ganzen Republik diskutiert. Allerdings werden sicherlich nicht alle Kommunen in der Lage sein, derart günstig zu kalkulieren. Wahrscheinlich müsste man schauen, welche Versorger die Rohstoffe günstig anbieten und vor allem, wie man diese zur jeweiligen Stadt transportiert. Gelänge dies auch beim Stromsegment, könnten die Strompreise weiter sinken und am Ende könnten sowohl Stadt als auch Kunden von der Rekommunalisierung profitieren.
Eigentlich versteht man unter einer “Immobilie” etwas recht schwerfälliges und eben “Unbewegliches”. Ähnlich ihrer Grundsubstanz schienen auch die Zinsen für Immobilien-Baudarlehen wie betoniert und bewegten sich über längere Jahre nur wenig zugunsten der Bauherren.
Seltsamerweise war es die Immobilienkrise in den USA, welche jetzt zur Zinssenkung auf dem deutschen Markt geführt hat. Die Leitzinssenkung der amerikanischen Notenbank und großzügige Finanzspritzen in den Markt haben zu einer zumindest momentanen Entspannung auf dem US-Markt geführt und zu einem Import jener Subprime-Kreditpraktiken nach Deutschland, die hier zwar nicht 1:1 anzuwenden sind. Doch auch wenn die Kreditwürdigkeit der Kunden in Deutschland nach strengen Kriterien untersucht wird, können viele Bauherren nicht einschätzen, dass auch Hypothekenkredite mit momentan und wohl auch langfristig unter 5% nur einen Teil der Problematik aufzeigen.
Sicher ist es zur Zeit günstiger denn je, sich langfristige Darlehensfestschreibungen zu nicht einmal 4,5% zu sichern und nach Ablauf einer zum Beispiel 10jährigen Zinsbindungsfrist auf noch niedrigere Zinsen und bessere Konditionen zu hoffen. Das Sinken der Zinsen kann je nach Summe einige Hundert oder auch Tausend Euro an Ersparnis ausmachen.
Trotzdem sollten alle zukünftigen Bauherren, egal, ob sie nun unter den Schlagworten Wohnungen in Leipzig, Berlin, München, oder Frankfurt ein Haus, eine Wohnung oder ein Grundstück suchen, sich nicht nur von den niedrigen Zinsen blenden und locken lassen. Alle anderen Kosten, die rund um das Thema Immobilienerwerb existieren, sollten unbedingt beachtet werden. Schließlich handelt es sich dabei um nicht reduzierbare Kostenfaktoren wie Notare, Grunderwerbssteuer und nicht zuletzt auch die laufenden Kosten bei Fertigstellung beziehungsweise Vermietung, die auch trotz der niedrigen Zinsen anfallen.
Die Pfändungsfreigrenzen, welche der Gesetzgeber vorsieht, sind dazu gedacht, einem Schuldner das Existenzminimum zu sichern.
Diese Beiträge dürfen einem Schuldner nicht gepfändet werden, vorausgesetzt, er besitzt kein anderes Vermögen.
Diese Pfändungsfreigrenze nennt man auch Pfändungsfreibetrag. Alles, was ein Schuldner über diesen Freibetrag hinaus einnimmt, darf ihm dagegen in vollen Umfang gepfändet werden. Bestimmte Lohn-, Sozial- und Vorsorgeleistungen sind auch außerhalb dieses Freibetrages nicht pfändbar. Für diese Sonderfälle,und auch für die Möglichkeit, sich aus bestimmten Gründen einen höheren Pfändungsfreibetrag zuzusichern, sollte eine Rechtsberatung eingeholt werden.
Ein Schuldner, der keine Unterhaltsverpflichtungen hat, erhält einen Pfändungsfreibetrag von 985,15 € monatlich. Muss der Schuldner für eine Person Unterhalt leisten wird ihm zusätzlich ein Freibetrag über 370,76 € gewährt. Für jede weitere Person, gegenüber der er zum Unterhalt verpflichtet ist, erhält er noch einmal einen Pfändungsfreibetrag über 205,56 €.
Rechnet man das mal auf eine vierköpfige Familie um, verblieben einem Schuldner schon 1773,03 €.
Das ist mehr, als so mancher Familienvater für den Lebensunterhalt seiner gleichgroßen Familie verdient und deutlich mehr als einem HartzIV-Empfänger zur Sicherung seines Lebensunterhaltes zusteht. Denn der HartzIV-Satz für einen Alleinstehenden von 345 Euro monatlich liegt weit unter der Pfändungsfreigrenze.
Sicher ist es zu befürworten, dass ein Schuldner, auch wenn er seine Schulden abzahlt, seinen Lebensunterhalt aus seiner eigenen Tasche sichern kann. Dennoch ist es für mich nicht nachvollziehbar, warum einem Schuldner im Vergleich zu einem Arbeitslosen ein höherer Lebensstandard gewährt wird.
2009 klingt noch sehr lange hin, aber schon in diesem Jahr müssen sich Anleger mit den Neuerungen im Rahmen der Abgeltungssteuer auseinandersetzen, um keine bösen Überraschungen zu erleben. Da Abgaben in Höhe von 25 Prozent auf Dividenden, Zinsen, Erträge aus Investmentfonds und Veräußerungsgewinne auf die Anleger zukommen, sollte man rechtzeitig die Verwaltung des eigenen Vermögens überdenken.
• Eine der wesentlichsten Änderungen ist, dass man die Steuer direkt an der Quelle entrichten muss, dies bedeutet, dass die Geldinstitute die anfallenden Steuern gleich einbehält und diese direkt an das Finanzamt abführt. Dadurch entfällt natürlich die Möglichkeit die Steuerschuld in der Einkommensteuererklärung zu verrechnen.
• Für private Anleger entfällt das Halbeinkünfteverfahren, bei dem man bisher nur die zur Hälfte Steuern auf Dividenden und Kursgewinne zahlen musste. In Zukunft müssen 100 Prozent versteuert werden.
• Einen Vorteil bringt die Abgeltungssteuer sogar mit sich, denn wer 2008 Wertpapiere erwirbt und diese behält, muss aufgrund der einjährigen Spekulationsfrist keine Abgeltungssteuer entrichten.
• Negative Auswirkung der Abgeltungssteuer ist der Wegfall der Spekulationsfrist und somit der Steuerfreiheit von Kursgewinnen in diesem Zeitraum. Die Haltedauer einer Anlage ist dementsprechend vollkommen belanglos geworden.
Da weitere Neuerungen auf die Anleger zukommen, sollte man sich rechtzeitig mit dieser Thematik auseinandersetzen.
Die AIG, weltgrößter Versicherer, bleibt ebenfalls nicht von der Kreditkrise verschont. Milliarden-Abschreibungen lassen den Branchenriesen den höchsten Quartalsverlust seit Gründung verbuchen.
Das Minus lag im Schlussquartal 2007 bei 5,3 Mrd. US-Dollar ( 3,5 Mrd. Euro) und riss die American International Group (AIG) weit in die roten Zahlen. Damit waren die Zahlen weit aus schlechter als von den Analysten erwartet und ließen Wertberichtigungen von über elf Mrd. Dollar notwendig werden. Erstaunlich war dies für die Branche schon, da Versicherer als weniger von der Kreditkrise betroffen galten als die Banken. Die europäischen Versicherungs-Konzerne sind daher mit einem blauen Auge davon gekommen, so die Allianz oder Münchner Rück. Die hohen Summen machen die AIG zum größten Verlierer der Krise und ließen auch die Wettbewerber aufhorchen, da diese ebenfalls immer noch der Meinung sind, von der Krise nicht betroffen zu sein.
Folge der Abschreibungen ist ein Verlust von circa drei Prozent des Aktienwertes, was bis heute zu einem Verlust von gut einem Viertel des Börsenwertes führte. Die Aktie ging vor zwei Wochen auf Talfahrt, als die Warnung vor massiven Abschreibungen bei Tauschgeschäften im Kreditbereich bekannt wurde. Normalerweise gelten diese Transaktionen als sicher.
Für den Konzern gelten diese Turbulenzen erneut als schwerer Rückschlag, da er schon in der Vergangenheit immer wieder mit Skandalen, wie zum Beispiel den Rücktritt des legendären AIG-Chef Maurice Greenberg, konfrontiert war. Greenberg, immer noch beteiligt an AIG, sorgt nach seinem Abgang durch seine andauernde Kritik an Strategie und Führung von AIG weiterhin für Unruhe.
Die Turbulenzen an den Finanzmärkten haben die deutsche Realwirtschaft erreicht. Geplatzte Spekulationen auf Immobilienkredite sorgten für massiven Abschreibungsbedarf bei fast allen großen Instituten. War es vor der Offenlegung dieser harten Tatsachen noch möglich, für den Erwerb von Immobilien einen entsprechenden Kredit genehmigt zu bekommen, so brechen nun andere Zeiten an.
Der Grund für den fehlenden Erfolg besagter Finanzwetten liegt auf der Hand: Kreditnehmer sind wegen fehlender Bonität nicht in der Lage, die von ihnen geforderten Rückzahlungen zu leisten. Die Banken waren bei der im Vorfeld getätigten Prüfung zu großzügig und haben den finanziellen Spielraum ihrer Gläubiger überschätzt. Da in der Zwischenzeit jedoch Finanzinstrumente für die Kreditpakete geschaffen wurden, in die auch institutionelle Anleger investiert haben, rollte die Lawine der Zahlungsunfähigkeit durch die Bücher selbst namhafter Häuser.
Steigender Unwille zur Kreditvergabe führt dazu, dass weniger Immobilien verkauft werden können, wodurch die Wirtschaft abgeschwächt wird. Die Wertentwicklung der Grundstücke und Häuser wird weniger positiv ausfallen oder sogar rückläufig. Gerade auf Sektoren mit viel Potential, Immobilien in Gelsenkirchen stellen hier ein gutes Beispiel dar, kommt die Aufholjagd zu den sonst üblichen Durchschnittswerten eventuell nicht richtig in Fahrt. Verkäufer sind dann auf ausländische Investoren angewiesen, die wegen der anhaltenden Schwäche des US-Dollars wohl eher aus dem Vereinigten Königreich oder dem Mittleren Osten kommen dürften.
Anleger zeigen sich insgesamt jedoch vorsichtig, da ein Abgleiten in eine Rezession einen Wertverfall auf den Immobilienmärkten zur Folge haben könnte. Zwar befinden sich hochpreisige Luxus-Immobilien noch auf relativ sicherem Eis, gerade für die Mittelklasse erschwingliche Objekte könnten jedoch deutlich billiger werden. Bissige Kritiker werden wohl behaupten, dass dies in einigen Regionen wie München eine überfällige Abkühlung darstellt. Sobald sich die Banken aber wieder in Sicherheit wähnen, heißt es auch dort wieder: Geld kommt immer zu Geld.
Millionenzahlungen, Lustreisen und Prostituierte – die Zahl der „Vergehen“ war lang. Nun beendete das Landgericht Braunschweig das dunkle Kapitel der VW-Affäre mit einer Haftstrafe für den langjährigen Betriebsrat Klaus Volkert.
Zwei Jahre und neun Monate muss Volkert nun ins Gefängsnis, nur eine erfolgreiche Revision könnte ihn noch vor den schwedischen Gardinen retten. Einst war Volkert der einflussreichste Betriebsrat in Deutschland, ohne den bei VW kaum noch eine Entscheidung gefallen war. Zusammen mit Arbeitsdirektor Peter Hartz, Ferdinand Piëch und zu späterer Zeit Bernd Pischetsrieder machte Volkert Unternehmenspolitik beim VW-Konzern.
Die zwei Millionen Bonus-Zahlungen, die Volkert für seine „Verdienste“ erhielt, waren aus seiner Sicht durchaus angemessen und gerechtfertigt. Fehler gestand der Sozialdemokrat lediglich beim Umgang mit Bordellbesuchen sowie der Gehaltszahlung an seine Geliebte ein. Politikergrößen wie Gerhard Schröder oder Christian Wulff wussten um die Macht Volkerts, der durchaus Einfluss auf die öffentliche Meinung hatte.
Am 30. Juni 2005 schied Volkert aus seinen Ämtern aus und bis dahin ahnte noch niemand von seinen Umgebenen, was mit dem VW-Skandal noch auf sie zukommen würde. Die Verurteilung Volkerts ist aufgrund der momentan Stimmung im Lande, wo sich die Reichen des Landes mittels zwielichtiger Geschäfte in Lichtenstein weiter bereichern, ein Ausrufezeichen. Eine Freisprechung hätte die Stimmung in der Republik wahrscheinlich kippen lassen, denn es schon eine Frechheit, mit welcher Dreistigkeit einige Persönlichkeit den Staat und somit auch die kleinen Leute betrügen.
Vor knapp einer Woche überraschte die Deutsche Bank alle Finanzexperten mit einem Rekordergebnis für das Jahr 2007. Die Finanzkrise schien dem größten deutschen Geldinstitut nur wenig zu Leibe gerückt zu sein. Anscheinend wollte die Commerzbank sich angesichts dieser beindruckenden Zahlen nicht lumpen lassen und präsentiert nun ihrerseits ein neues Rekordergebnis für 2007.
Etwas verblüfft müssen die Börsianer heute schon gewesen sein, als die Verantwortlichen der Commerzbank ihre Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2007 offen legten. Statt wie viele ausländische Geldinstitute mit Abschreibungen in Milliardenhöhe für negative Schlagzeilen zu sorgen, präsentierte man einen Überschuss von 1,92 Milliarden, der eine Steigerung von 20 Prozent zum Vorjahr bedeutet. Zwar ging die Finanzkrise nicht spurlos an der zweitgrößten deutschen Bank vorüber, man musste im vierten Quartal Abschreibungen für zweitklassige US-Hypothekenkredite (Subprime) in Höhe von 248 Millionen vornehmen, jedoch ist auch hier eine positive Entwicklung zu beobachten.
Insbesondere im Segment des Privatkundengeschäftes konnten 400.000 Kunden neu gewonnen werden, womit die Gesamtzahl auf 5,5 Millionen stieg. Ziel der Bank wird es sein, die Zahl bis zum Ende des Jahres 2009 auf über sechs Millionen zu steigern. Dank der hervorragenden Nachrichten können die Aktionäre auch mit einer höheren Dividende rechnen.
Wie selbstbewusst man inzwischen bei der Commerzbank geworden ist, belegen zum einen das Interesse an der Postbank, die mit 15 Millionen Kunden die größte Privatkundenbank Deutschlands ist und zum anderen die Ankündigungen von Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller: „Wenn uns gravierende Negativ-Überraschungen erspart bleiben, werden wir in diesem Jahr das gute Ergebnis des Jahres 2007 wieder erreichen. Wenn die Märkte es zulassen, können wir dieses Ergebnis auch übertreffen.”