Sicher sind auch sie schon mal beim stöbern der Kursteile im Wirtschaftsteil ihrer Tageszeitung oder Börsenzeitschrift auf das Thema Optionsscheine gestoßen.
Wer die aktuellen Börsennachrichten verfolgt und mit dem Börsen- und Aktienmarkt vertraut ist, wird sich bei dem Thema der Optionsscheine dennoch schon mal gefragt haben, wofür es Optionsscheine gibt. Es ist eigentlich recht einfach zu erklären, wofür sie da sind.
Der Anleger eines Optionsscheins erwirbt das Recht, eine festgelegte Menge eines Basiswertes zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put). Nicht nur Aktien können Basiswerte sein, sondern auch Anleihen, Währungen, Indizes und Rohstoffe. 
Der Basispreis ist dann der Preis, zu dem der Anleger den Basiswert kaufen oder verkaufen kann, wenn er die Option ausübt.
Je nach Optionsscheintyp bestehen ganz unterschiedliche Möglichkeiten zur Ausübung des Optionsrecht.
Während das Optionsrecht von Optionsscheinen des amerikanischen Typs börsentäglich ausgeübt werden kann, ist der Optionsschein des europäischen Typs mit einem festen Ausübungstermin am Ende der Laufzeit belegt.
Die Anzahl der Einheiten des Basiswertes, die der Inhaber eines einzelnen Optionsscheins kaufen oder verkaufen kann, ist das Optionsverhältnis.
Doch jeder Anleger, der sich mit Optionsscheinen befassen möchte, sollte sich mit dieser Materie im Vorfeld umfassend beschäftigen. Es ist sehr ratsam, sich bei einem in Optionen erfahrenen Anlageberater zu informieren. Dort wird der geneigte Anleger auch erfahren, welche Optionspreise bei welchen Basispreisen realistisch sind und welche nicht.
Im allgemeinen wird der Optionspreis um so höher sein, je weiter die Fälligkeit der Option in der Zukunft liegt.
Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass sich der vereinbarte Basispreis um eine eventuelle Dividendenausschüttung bzw. Bruttoausschüttung während der Laufzeit der Option vermindert.