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Die Welt der Finanzen
 


Ökobanken - Geld oder Leben

Autor: Rainer
abgelegt in: Finanzmarkt, Schulden

Vor gut 15 Jahren wurde sie gegründet, die Ökobank und war mit dem Slogan “Geld und Leben ” statt “Geld oder Leben”, welches die Geschäftspolitik bestimme.

Die ersten Schritte machte die Ökobank  in Frankfurt am  2. Mai 1988 und nahm ihre Geschäfte auf.

Die Alternativstruktur der späten 70′ Jahre und der frühen 80′ Jahre passte gut in die damalige Welle der Friedens, - Frauen und Umweltbewegung. Die Menschen sollten selbst entscheiden können, was mit ihrem Geld passiere und die Idee fand viel Anklang.Alter Stuhl © Flickr by Todd Ehlers

Vorzugsweise bei denen, die auf keinen Fall Teile ihrer Gehälter in Atomkraft, Umweltzerstörung oder anderen Vorhaben, die mit ihrer Weltanschauung nicht konform gingen,  investieren wollten.

Gleichzeit wollten sie aber auch Unternehmen als Kunden gewinnen und lockten somit die Firmen an, die vor allem auf erneuerbare Energien setzten. Denn gerade die Firmen die sich Ökologie auf die (Geschäfts-)Fahnen geschrieben hatten, bekamen von Großbanken oft keine Kredite.

Während die Ökobank in den ersten 2 Jahren überwiegend im Raum Frankfurt Geschäfte machte, wurde die Kreditvergaben schnell auf das gesamte Bundesgebiet ausgeweitet. Außerdem konnte man die Ökobank nun als Hausbank wählen. So entstanden recht schnell Filialen in Freiburg, Nürnberg und in Berlin.

Die Organisation der Bank setzte auf die Form der “Genossenschaft” und gab so den Prinzipien der Mitbestimmung und Mitgestaltung weite Spielräume.

Wirtschaftete ein Unternehmen im Sinne der Ökobank, so konnte es

günstige Förderkredite der Ökobanken

erhalten. Möglich war das jedoch nur, durch den Verzicht Seitens der Kunden auf maximale Zinsen. Denn dieser Zinsverzicht wurde als zinsvergünstigter Kredit weitergegeben.

Vielleicht war es klar, dass die Krise nicht lange auf sich hat warten lassen müssen, denn in selbige geriet die Ökobank schon 1999. Wirtschaftliche Schwierigkeiten hieß es damals.

Plötzlich konnten mehrere, in Geldnot geratene Firmen, ihre großen Kreditsummen nicht mehr tilgen und versanken in Schulden. So sehr, das sie die Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Volks- und Raiffeisenbanken in Anspruch nehmen mussten.

Zudem zeigte die Krise Fehler, interne Schwachstellen und Fehler des Managements auf. Im Frühjahr 2003 übernahm dann die GLS-Gemeinschaftsbank das Geschäft. Die GLS vertritt übrigens ebenfalls ethisch-ökologische orientierte Prinzipien, wie einst die Ökobank.


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  1. Olaf Storz schreibt:

    Neben der GLS-Bank gibt es in Deutschland noch die Umwelt- und Ethikbank. Beide sind fast nur als Direktbanken tätig.
    Die Umweltbank ist deutlich grösser und grüner als die Ethikbank, siehe www.umweltbank.de

    In der Schweiz ist die Alternative Bank ABS marktführend. Umwelt, 3.Welt und Nachhaltigkeit sind ihre wichtigsten Themen, siehe www.abs.ch

    Für Waldfreunde gibt es noch die BaumSparkasse, die z.B. den BaumSparVertrag oder das WaldSparBuch anbietet, siehe
    www.Baumsparkasse.de

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