In der letzten Woche sind ja so einige Dinge passiert, die mich verwundert den Kopf schütteln lassen ob der ach so schwierigen Welt, die ich nicht verstehe und es von daher anderen überlasse, dieses Verständnis stellvertretend für mich zu erbringen. Passiert ist ja so einiges.
Nach Wehmeyer und Hertie hat nun auch Sinn Leffers Insolvenz gemeldet. Schuld seien zu hohe Mieten, die beim doppelten des üblichen lägen. Hier müsse nachverhandelt werden, sagte Horst Piepenburg, der Insolvenzverwalter.
Nach “Indy Mac“, die in Konkurs gegangen ist, und “Freddy Mac”, die Milliarden Dollar an faulen Krediten abschrieb, zieht nun “Fanny Mae” nach, um den Anschluss im Geld verbrennen nicht zu verlieren. Fanny Mae musste gut 2,3 Milliarden Dollar Verlust verbuchen und bringt Wirtschaft wie Politik ins Schwitzen. Schließlich stellen die beiden Hypotheken-Banken Fanny Mae und Freddy Mac gut die Hälfte der Häuslebau-Kredite für Amerika.
Apropos Abschreiben. Offensichtlich gibt es Bestrebungen bei den Banken, einen Teil des Subprime-Debakels vergleichend zu erledigen. Gut 40 Milliarden US-Dollar wollen Schwergewichte wie Citi-Group, UBS und andere Global Player des Investments in den Rückkauf von Schuldverschreibungen investieren, die sie „irrtümlich“ als „geldgleich“ unter das Volk gebracht haben. Allein die schweizerische UBS will 18 Milliarden Euro investieren, um Klagen zuvorzukommen und Anleihen zurück kaufen.
Wie gut, dass da die Gewinne aus den Rohstoff-Spekulationen gerade rechtzeitig zurück fließen. Wo sonst sollten die enormen Profite aus Weizen-, Reis-, Gold- und Öl-Spekulation besser aufgehoben sein als bei dem Ausgleich der Verluste eines verzockten Jahres?
Immerhin werden unsere heimischen Unternehmen gestützt, da sie vom Anstieg der Aktien-Indizes nur profitieren können. Hoffen wir, das Schaeffler sich nicht verspekuliert hat, als es sich ausrechnete, dass Continental in der Hausse doch sehr billig zu haben wäre und man schnell mal eben ein doppelt so großes Unternehmen schlucken kann.
Jetzt fehlt noch die Ankündigung der Deutschen Post AG, mit Aldi eine neue Postbox-Kette auf zu machen, um endlich den Rendite-schädigenden Posten Mensch aus der Bilanz zu bekommen. Schließlich seien Aldi-Märkte ja gut besuchte Orte, an denen viele Menschen herum hängen, die ständig was zu verschicken haben, nachdem sie von ihren Unternehmen gefeuert wurden, weil sie die Profite belasten. Besser kann Wirtschaft nicht funktionieren.
Und das der Euro auf dem absteigenden Ast sitzt, weil der Dollar wieder anzieht, sollte jeden kalt lassen, der sich mal vorzustellen versucht, wie denn die US-amerikanischen Spekulanten ihre Spekulations-Profite abrechnen.
In Glasperlen?