Managervergütung
Das alles und jeden erregende Thema ,,Managervergütung‘‘, scheint nun mehr und mehr die deutschen Gemüter einzunehmen.
Bisher fand die Diskussion um die gerechte Vergütung von Managern über Jahrzehnte unbemerkt in den USA statt.
Es ist wohl zutreffend zu sagen, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis auch dieses amerikanische Phänomen zu uns rüber schwappen würde- Stichwort ,,Finanzkrise‘‘. Die ungewöhnlich lange Verzögerung bis dieses Thema Deutschland erreicht hat, ist wohl darin begründet, dass hierzulande über das Thema Gehalt eine innergesellschaftliche Verschwiegenheit herrscht, während in den USA eine Gehaltserhöhung mit den Kollegen im Pub gefeiert wird.
Die Diskussion um die adäquate Managervergütung ist ein besonders beliebtes Stammtischthema; anders als beispielsweise Bilanzierungsdivergenzen zwischen den USA und Europa, oder die Regulierung der Finanzmarktakteure durch Corporate Governance Regeln; führte doch deren nachhaltiges Versagen unmittelbar zur Finanzkrise. Die bunte Lohntüte der Manager bietet eben genug Zündstoff für die eine oder andere konventionelle Meinung- jeder kann hierzu etwas sagen!
Und wie ich finde zurecht!
Das aktuell bekannteste Opfer der Finanzkrise in der Bundesrepublik Deutschland ist die Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE). Als ob das nicht schon genug wäre, fordert der Ex-Chef der Hypo Real Estate Funke eine sechsstellige Gehaltszahlung nach.
Die gerechte bzw. optimale Vergütung eines Managers wird selbst in der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung mit unterschiedlichen Ansätzen erklärt; wobei diese keine in naher Zukunft abschließende Erklärung dieses Themas beanspruchen.
Denn ein Maß für Gerechtigkeit wurde noch nicht erfunden, dass u.a. die Höhe des optimalen Gehalts eines Managers quantifiziert, und dabei die moralische und soziale Verantwortlichkeit berücksichtigt.
Praktische Probleme, wie die Messung einer Leistung stehen dabei an erster Stelle bei der Lösung des Problems eines gerechten Gehalts; schließlich muss eine messbare Leistung auch beobachtbar sein.
Dabei scheint die Orientierung an den Aktienkurs eines Unternehmens der falsche Weg zu sein- ist dieser doch hauptsächlich anderen gewichtigen Einflussfaktoren unterworfen.