Am 10.10 hat der New Yorker Derivateverband „International Swaps and Derivates Association“ (ISDA) eine Auktion anberaumt, um die Restwerte der ehemaligen Investmentbank Lehmann Brothers zu veräußern. Hierbei handelte es sich um 365 Milliarden USD, die in Credit Default Swaps (CDS) angelegt waren, und heutzutage keinen Pfifferling mehr wert sind.
Durch die Auktion hofften die Veranstalter, noch einen kleinen Teilbetrag aus dem Milliardengrab herauszuholen. Dazu kommen noch die Verluste aus dem Europa-Geschäft der Bank, die mit 300 Milliarden Dollar zu Buche schlagen könnten.
Nach einer Analyse der Dresdner Kleinwort, einem Tochterunternehmen der Dresdner Bank, könnten durch die Deutschlandgeschäfte der deutschen Dependance von Lehmann auf den Einlagensicherungsfonds der Privatbanken Abschreibungen in Höhe von 6 Milliarden Euro eintreten, sollte sich kein Käufer für die unverkäuflichen Ramschpapiere finden.
Überhaupt gibt es viele Gerüchte und wenig Fakten über den Spektakulären Fall des Investmenthauses. Allein die Spekulationen um das Management bei der Übernahme der Geschäftsfelder Europa und Investment durch die japanische Nomura Holding sowie Barclays Bank sorgten für einige Aufmerksamkeit, da es beiden neuen Eignern wohl nicht gelang, einige Top-Manager von Lehmann mit „goldenen Handschellen“ im neuen Unternehmen zu halten.
Ansonsten ist es sehr still geworden um die Abwicklung dieses traditionsreichen Hauses.