Seit dem ersten Januar 2009 wurde die Gesundheitsreform zum Gesetz. Hervorstechend: Die Krankenkassen haben nun alle denselben Beitragssatz von 15,5 Prozent.
Erinnert Euch: Der ursprünglich Plan war, wir bezahlen die Praxisgebühr und die Zuzahlung bei Medikamenten, dafür versprach uns die liebe Ulla, dass die Beiträge nicht mehr steigen werden.
Hat ja gut geklappt! Seit fünf Tagen sind alle Krankenkassen auf dem gleichen Satz. Sicherlich, ein paar Krankenkassen sind billiger geworden, aber wer dort war, hat sich bisher auch nicht drumgekümmert.
Aber das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht. Einzelne Versicherer haben angekündigt zusätzliche Aufwendungen ebenfalls per “Zusatzbeiträge” zu erheben.
Allein der Verwaltungsaufwand der Arbeitgeber hat sich verringert, der Rest bleibt wiedermal beim ‘kleinen Mann’ hängen. Von den 15,5 Prozent übernimmt nur bis 14,6 Prozent der Arbeitgeber seinen Teil. Ich bin ja mal aufgewachsen mit der Idee, dass es nur gerecht sei, wenn der Arbeitgeber die Hälfte zahlt - aber das ist auch schon Jahre her. Ob das dem Arbeitsmarkt wirklich hilft ist auch fraglich.
Das Bundesministerium für Gesundheit hält es für fair, wenn alle - gleich ihres Geldes und Ansehen - eine medizinische Versorgung bekommen - das ist Richtig! Aber dass dies die Versicherten alleine schultern, ist doch nicht fair. Dass Milliarden an die teuren Ärzte und die blühende Pharmaindustrie dabei “verloren gehen”, scheint die Ulla nicht wirklich zu interessieren. Eine zwei Klassen -Medizin gibt es ja auch schon, obwohl das offiziell nicht anerkannt wird.
Es ist die Fortsetzung der Politik über den Köpfen der Betreffenden und zu Gunsten der Wirtschaftszweige, die ohnehin keine Probleme haben. Ich warte noch darauf, dass herauskommt, dass Ulla’s Berater von diesen Industrie-Bereichen zu schönen Urlauben eingeladen wurden.
Das ganze Geld ist ja eh wegen der Finanzkrise schon an die banken geflossen.