Transnet weist den Bericht um die Fusion der beiden Bahn-Gewerkschaften Transnet und GDBA zu einer „Deutschen Verkehrsgemeinschaft“ zurück.
Fusion der Gewerkschaften Transnet und GDBABereits 2005 hatten sich Transnet und GDBA zu einer gemeinsamen Tarifgemeinschaft zusammengefunden. Jetzt wolle man die gewerkschaftliche Schlagkraft noch einmal erhöhen.
Laut einem Bericht der „Wirtschaftswoche“ der letzten Woche planen die beiden Gewerkschaften einen Zusammenschluss, um dem massiven Mitgliederschwund entgegenzuwirken und ihre eigenen Positionen gegenüber Politik und dem Bahn-Vorstand zu stärken. Angestrebt werde eine Fusion zu einer „Deutschen Verkehrsgemeinschaft“.
Auf wenig Zustimmung treffen die Fusionspläne bei den Dachverbänden, da die GDBA zum Deutschen Beamtenbund und Transnet zum Deutschen Gewerkschaftsbund gehört.
Die Mitgliederzahlen bei Transnet sanken um fünf Prozent auf 227.690, bei der GDBA auf 42.000 – so wenige wie noch nie. Die Zusammenführung zu einer „Deutschen Verkehrsgemeinschaft“ würde Mitglieder und Interessen bündeln und das zukünftige strategische Vorgehen erleichtern. Über eine endgültige Fusion soll bis zum Ende des Jahres entschieden werden.
Durch den starken Mitgliederschwund war die Position beider Gewerkschaften gegenüber der gut positionierten Lokführer-Gewerkschaft GDL geschwächt. Die GDL hatte sich 2007 aus der Tarifgemeinschaft zurückgezogen und zuletzt starken Zulauf verzeichnen können. Laut Transnet wechselten bereits Mitte August 2007 im Rahmen der Tarifauseinandersetzung um Gehälter und Arbeitszeiten nahe zu tausend Gewerkschaftsmitglieder zur GDL.
Die Bahn-Gewerkschaften dementierten jetzt den Bericht. Transnet und die GDBA wollen zwar enger zusammenarbeiten, ein Zusammenschluss sei derzeit jedoch nicht geplant. Es laufen zwar Gespräche auf allen Ebenen, um an der Vertiefung der Zusammenarbeit in der seit 2005 bestehenden Tarifgemeinschaft der beiden Gewerkschaften zu arbeiten. Das Bestehen von Arbeitsgruppen, die den Zusammenschluss beraten, wies Transnet aber zurück.