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EZB verlangt Sanierung der Staatshaushalte

Autor: Rainer
abgelegt in: Finanzmarkt

Die Europäische Zentralbank macht sich Sorgen um die Staatshaushalte Europas. Laut des EZB-Präsidenten ist nun Vertrauen das wichtigste.

Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, verlangte in der „Bild am Sonntag“ von den Regierungen der europäischen Länder, ihre Staatshaushalte zu sanieren. Damit solle das Vertrauen in die Staatsfinanzen wieder gestärkt werden. Er versprach, die EZB werde „ein verlässlicher Anker der Stabilität und des Vertrauens bleiben“ und forderte die Banken auf, „ihrer zentralen Rolle in der Kreditversorgung der Wirtschaft“ zu entsprechen, um die wirtschaftliche Erholung nicht zu gefährden.

Die Europäische Zentralbank ©Flickr/wecandLeitzins der EZB auf Tiefstand

Während der Finanzkrise senkte die EZB den Leitzins auf ein historisches Tief in der Zinsentwicklung von vormals 4,25 Prozent Ende 2008 auf nun 1 Prozent. Trotz der günstigen Konditionen, zu denen sich die Banken von der Notenbank oder Zentralbank Geld leihen können, lief die Kreditvergabe durch die Geldinstitute an Wirtschaftsunternehmen nur schleppend an. Die staatlich finanzierten Konjunkturprogramme rissen große Löcher in die Haushalte, weshalb, wie die Welt berichtete, das auch Vertrauen in den Euro leidet.

Staatshaushalt von Griechenland desaströs

Wie das „Vertrauen“, das nach Ansicht Trichets das Schlüsselwort 2010 sei, in den Finanzmarkt wiederhergestellt werden soll, bleibt fraglich. Laut Financial Times wird die EZB Griechenland nicht dabei helfen, den maroden Staatshaushalt zu stabilisieren. Griechenland steckt mit einem Staatsdefizit von 12,7 Prozent seiner Wirtschaftsleistung in einer schweren Krise, die auch den Euro gegenüber dem Dollar weiter schwächt.


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