Der Anstieg der Getreidepreise hat in mehreren Entwicklungsländern zu teils massiven Unruhen geführt.
Was für heimische Getreidebauern zunächst als Segen erscheint, entwickelt sich für die Menschen in ärmeren Ländern immer schneller zu einem lebensbedrohlichen Problem. Nach diesem Artikel stiegen die Lebensmittelpreise in den letzten drei Jahren um 83 Prozent.
Dabei kombinieren sich Problemfaktoren wie die Dürreperioden in Australien und den erhöhten Getreideverbrauch für Bio-Kraftstoffe mit neuen demografischen Umständen wie der erhöhten Nachfrage aus bevölkerungsreichen Ländern.
In Haiti ist über einer Hunggerrevolte wegen des hohen Reispreises sogar die Regierung gestürzt worden. Es ist abzusehen, dass dies nicht das einzige Land sein wird, welches an dem Problem straucheln wird. Zuviele Länder sind in der Nahrungsmittelbeschaffung vom globalen Markt abhängig, was sich bei einer Krisensituation, wie sie zur Zeit ohne Frage vorhanden ist, in exorbitant steigenden Lebensmittelpreisen niederschlägt.
Da dürften die Fördergelder, die das Welternährungsprogramm (WFP) der UN verstärkt sammelt, nur einen Tropfen auf den heißen Stein darstellen.