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EU-Finanzhilfe für Griechenland: Rettung vor Staatsbankrott

Autor: Rainer
abgelegt in: Neuigkeiten, Schulden

Eine EU-Finanzhilfe für Griechenland ist soeben beschlossen worden. Trotz Unsicherheiten und Kritik wird nun dem Gesuch aus Athen entsprochen - nicht zuletzt, um auch den Fortbestand der gesamten europäischen Wirtschaft zu gewährleisten.

Die EU-Finanzhilfe für Griechenland wurde lange Zeit als letzte Möglichkeit gesehen, um dem vorm Staatsbankrott stehenden Euro-Partner zu retten. Doch was bislang noch als WorstS-Case-Scenario galt, wurde im April zur bitteren Wahrheit: George Papaconstantinou, Finanzminister und Regierungschef, musste per Fernsehansprache die EU-Staaten um Hilfe bitten. Nun wurde dem Antrag entsprochen.

EU-Finanzhilfe Griechenland © freddie boy/Flickr

Die EU-Finanzhilfe für Griechenland umfasst erst einmal 30 Milliarden Euro

30 Milliarden Euro werden nun den angeschlagenen Griechen zur Verfügung gestellt - ein Tropfen auf dem heißen Stein, denn die Schulden Griechenlands, sowie ausstehende Verbindlichkeiten, übertreffen die Summe um ein Vielfaches. Es wird damit gerechnet, dass 120 Milliarden Euro in den nächsten drei Jahren benötigt werden, um die Finanzierung des Landes und die Rettung der Wirtschaft des Landes zu gewährleisten.

Hinter der nun beschlosesenen EU-Finanzhilfe für Griechenland steht aber nicht nur Nachbarschaftshilfe, sondern der ganz konkrete Versuch, die Währungsunion und somit auch das Gefüge der EU zu stabilisieren und beizubehalten: Sollte ein großer Mitspieler wie Griechenland Staatsbankrott anmelden, so könnte auch die Wirtschaft der restlichen EU-Mitglieder gefährdet sein. So zumindest sehen es einige Experten.

Die Rettung vorm Staatsbankrott schützt auch die restliche EU

Auch andere Länder, um die es derzeit nicht gut steht, wie Irland, Spanien oder Portugal, könnten im Zuge eines Bankrotts Griechenlands umkippen - und die europäische Wirtschaft mit sich reißen. Denn viele Banken in Deutschland, Frankreich und anderen Ländern sind tief mit dem jeweiligen Finanzmarkt verbandelt.

Eine EU-Finanzhilfe für Griechenland ist also nicht nur der Versuch, das Mittelmeerland vor dem Ruin, vor unkontrollierbarer Arbeitslosigkeit und damit verbundenen sozialen Unruhen zu retten, sondern auch die heimische Wirtschaft nicht weiter zu schädigen.


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