Der Dax fiel auf unter 5000 Punkte, der Dow Jones-Index liegt bei 8.500, und die Isländische Regierung steht vor dem Staatsbankrott. Großbritannien schießt 500 Milliarden Pfund in den Bankensektor, Deutschland und die USA denken über Verstaatlichung nach, und einige Milliardäre kaufen sich zum Schnäpchenpreis in große Konzerne ein.
Während die Topmanager von American International Group (AIG) sich noch mal eben ein „Wellness-Wochenende“ für 440.000 Dollar genehmigen und schon mal nachfragen, ob denn der Steuerzahler-Goldtopf von „Hank“ Paulson („Paulson-Plan“) zum bereichern geöffnet ist, steht unsere Regierung da und erinnert mit ihren Parolen an den nur allzu bekannten Satz von Norbert Blüm: Die Renten sind sicher!
Die Einlagen sind es auch, nach Angela Merkels Verständnis. Allerdings ist meine Erkenntnis eine ganz andere, nämlich die, dass unsere Bundesregierung eigentlich gar nicht weiß, was sie da macht… Peer Steinbrück schwafelt über „Verkehrsregeln“ für Bankmanager und dass die doch bitte nicht zu gierig seien, denn das sei derzeit „schwer vermittelbar“.
Der größte Witz des Tages ist allerdings die Schuldenuhr der Vereinigten Staaten von Amerika, die konnte die Schulden nicht mehr zählen, also muss sie erweitert werden, damit der Überblick nicht verloren geht über das was keinen Wert mehr hat in dieser sich verändernden Welt.
Wer jetzt noch nach guten Anlagen sucht, dem sei versichert, dass solange es den Monetarismus als Glauben gibt, er getrost investieren kann, die Kurse sind günstig; er sollte sich nur dessen bewusst sein, dass nichts mehr sicher ist, und erst recht nicht sein Profit.