Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) schließt die erste Hälfte des Geschäftsjahres mit einem Fehlbetrag ab. Ein Rückgang von 0,91 Euro steht dem Plus von 0,21 Euro des letzten Halbjahres gegenüber.
Das Frankfurter Unternehmen beteiligt sich an nationalen und internationalen Firmen. Nach eigener Aussage investierte es 500 Millionen Euro seit 1996. Der Kauf und Verkauf von mittelständischen Unternehmen war 40 Jahre lang ein lukratives Geschäft.

Deutsche Beteiligungs AG schreibt rote Zahlen
Doch nun muss die im SDax gelistete DBAG 3,4 Millionen Euro Miese verbuchen - ein schlechtes Ergebnis im Gegensatz zu den 24,5 Millionen Gewinn im vorjährigen Quartal. Den Grund für den Kursabfall sucht man bei der Homag Group AG, dem wichtigsten Partner der Deutschen Beteiligungs AG, denn die Aktien des Maschinenbauunternehmens sank beträchtlich ein.
Dennoch will man sich bei der DBAG noch nicht zu Aussagen über den Rest des Jahres hinreissen lassen. Man gibt sich zuversichtlich für die Private-Equity-Branche auf dem Finanzmarkt und meint, auch das magere Jahr 2009 meistern zu können.
Aussagen wie diese sind einigermaßen logisch: Was schlechte Nachrichten mit eh schon angeschlagenen Firmen anstellen können, sieht man zur Zeit auch bei der Arcandor AG, die nach den Meldungen, sich durch eine Fusion mit Metro retten zu wollen, urplötzlich in die Insolvenz gerutscht ist.
Die Aktionäre zu beruhigen ist nun das oberste Gebot bei der DBAG. Denn in der Tat kann niemand abschätzen, wie lange die Finanzkrise noch anhalten wird und welche Unternehmen daraus heil hervorgehen werden.