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Die Welt der Finanzen
 


DAX in Frühlingslaune

Autor: Marco
abgelegt in: Aktienmarkt, Finanzmarkt

Wer hätte gedacht, dass die Börse noch die Kurve kriegt, nach all den Horrormeldungen in den letzten Wochen und Monaten. Aber seit Anfang April scheint ein leichter Optimismus aufzukommen.

Es gibt wieder Bewegung in den Märkten und das sei den Konjunkturprogrammen, der „Abwrackprämie“ und anderen kleinen „Hilfen“ der Steuerzahler und der Regierungen gedankt. Als eine der größten Stützen der angeschlagenen Branchen kann eindeutig die US-Administration gelten, die ein Billionen Dollar schweres Programm auflegte um den einzigen Branchen, die den Amerikanern neben dem extrem erfolgreichen Militärisch-Industriellen-Komplex und der Energie- sowie dem IT-Sektor, noch bleibt, der Finanzwirtschaft und der Automobil-Industrie, auf die Sprünge zu helfen. Ebenso China, das mit fast 1,2 Billionen Euro einen „New.Deal“ auflegt.

Dagegen sehen die Bemühungen der Europäischen Union eher wie Peanuts aus. Sicher, der „Bankenrettungsschirm“, wie das Gesetz zur Stabilisierung der Finanzmärkte in Deutschland genannt wird, ist mit 480 Milliarden Euro sicherlich nicht ohne, man sollte aber nicht vergessen, dass von dieser Summe 400 Milliarden lediglich als Bürgschaften vergeben werden. 80 Milliarden können direkt in die Finanzkreisläufe eingebracht werden.

Was unbestritten als „Erfolg“ der Regierung gesehen wird, ist die „Abwrackprämie“. Die hat tatsächlich geholfen, einem wichtigen Standbein der Deutschen Wirtschaft, der Automobilindustrie über die Runden zu helfen. Immerhin 5 Milliarden Euro sollen so den Konzernen zugute kommen, die sich nun ihre eigenen Prämiensysteme sparen können, die sie vor der Krise im laufenden Wettbewerb selbst aufgelegt hatten. Das hat nun der Staat übernommen und der kleine Angestellte, Arbeiter, Beschäftigte profitiert zumindest von der Wahlfreiheit des Produktes, das er sich ohne Einschränkung kaufen kann.

Und die Global Player freut es auch, dass der Staat, respektive Bürger und seine Volksvertretung einspringt, wenn ein Zocker mal in Not geraten ist. Denn all den Schrott, den die Finanzbranche mit ihren „Innovativen Produkten“ auf ein vielfaches der Wirtschaftsleistung anschwellen ließ, wird nun in die negative Bilanz der Volkswirtschaften eingebettet. Das abzubauen, wird noch einige Zeit kosten.

Das Motto bleibt: Weiter so, wie bisher.


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