Eine EU-Finanzhilfe für Griechenland ist soeben beschlossen worden. Trotz Unsicherheiten und Kritik wird nun dem Gesuch aus Athen entsprochen - nicht zuletzt, um auch den Fortbestand der gesamten europäischen Wirtschaft zu gewährleisten.
Die EU-Finanzhilfe für Griechenland wurde lange Zeit als letzte Möglichkeit gesehen, um dem vorm Staatsbankrott stehenden Euro-Partner zu retten. Doch was bislang noch als WorstS-Case-Scenario galt, wurde im April zur bitteren Wahrheit: George Papaconstantinou, Finanzminister und Regierungschef, musste per Fernsehansprache die EU-Staaten um Hilfe bitten. Nun wurde dem Antrag entsprochen.
30 Milliarden Euro werden nun den angeschlagenen Griechen zur Verfügung gestellt - ein Tropfen auf dem heißen Stein, denn die Schulden Griechenlands, sowie ausstehende Verbindlichkeiten, übertreffen die Summe um ein Vielfaches. Es wird damit gerechnet, dass 120 Milliarden Euro in den nächsten drei Jahren benötigt werden, um die Finanzierung des Landes und die Rettung der Wirtschaft des Landes zu gewährleisten.
Hinter der nun beschlosesenen EU-Finanzhilfe für Griechenland steht aber nicht nur Nachbarschaftshilfe, sondern der ganz konkrete Versuch, die Währungsunion und somit auch das Gefüge der EU zu stabilisieren und beizubehalten: Sollte ein großer Mitspieler wie Griechenland Staatsbankrott anmelden, so könnte auch die Wirtschaft der restlichen EU-Mitglieder gefährdet sein. So zumindest sehen es einige Experten.
Auch andere Länder, um die es derzeit nicht gut steht, wie Irland, Spanien oder Portugal, könnten im Zuge eines Bankrotts Griechenlands umkippen - und die europäische Wirtschaft mit sich reißen. Denn viele Banken in Deutschland, Frankreich und anderen Ländern sind tief mit dem jeweiligen Finanzmarkt verbandelt.
Eine EU-Finanzhilfe für Griechenland ist also nicht nur der Versuch, das Mittelmeerland vor dem Ruin, vor unkontrollierbarer Arbeitslosigkeit und damit verbundenen sozialen Unruhen zu retten, sondern auch die heimische Wirtschaft nicht weiter zu schädigen.
Beamtenkredite oder auch Beamtendarlehen werden an Beamte, Berufssoldaten, Polizisten, Richter und Angestellte des öffentlichen Dienstes vergeben. Ein geringes Kreditrisiko aufgrund der Sicherheit des Arbeitsplatzes ermöglicht es Banken und Versicherungsgesellschaften Darlehen zu marktunüblichen Konditionen an die Antragssteller zu vergeben.
Die sichere Versorgungssituation ermöglich es, relativ niedrige Festzinssätze sowie Laufzeiten von zwölf bis zwanzig Jahren anzubieten. Die Darlehenshöhe kann das bis zu 24fache des monatlichen Nettoeinkommens betragen.
Die effektiven Zinssätze eines Beamtenkredits liegen unter den normalen für Ratenkredite, des weiteren wird nur eine geringe monatliche Belastung gefordert und keine Tilgungsraten.
Die speziellen Darlehen für Beamte sind Kombinationsprodukte. Auf der einen Seite ein tilgungsfreihes Darlehen, auf der anderen eine Kapitallebensversicherung oder eine Rentenversicherung. Beide Produkte erhalten dieselbe Laufzeit.
Der Kreditnehmer zahlt währed der Laufzeit nur die fälligen Zinsen und die Versicherungsprämie. Die Tilgung des Baemtendarlehens erfolgt am ende der Laufzeit durch die abgeschlossene Kapitallebensversicherung bzw. Rentenversicherung. In der Regel entsteht durch die Gewinnbeteiligung noch ein Überschuss, der an den Kreditnehmer ausgezahlt wird.
Der Beamtenkredit muss die Tilgung bzw. Finanzierung bestehender - mit Ausnahme von Immobilienfinanzierungen - Verpflichtungen bedienen. Ein Beamtendarlehen ist daher, für diese Berufsgruppe, eine günstige Variante laufende Ratenkredite abzubezahlen.
Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im Vergleich zum Vormonat gesunken. Der Index, den das Münchener ifo Institut für Wirtschaftsforschung herausbringt, gibt jeden Monat die Wirtschaftserwartungen von 7.000 deutschen Unternehmen wieder.
Die vom ifo Institut befragten Unternehmen bewerteten ihre Geschäftslage im Februar aufgrund des strengen Winters schlechter als im Vormonat. So sank der Geschäftsklimaindex von 95,8 auf 95,2 Punkte. Von Seiten des ifo Instituts hieß es jedoch, die neuen Zahlen seien lediglich ein Warnschuss weiterlesen »
Quelle bekommt einen Notkredit. Die EU sowie Bund und Länder stimmten ebenfalls zu. Doch von einer sicheren Zukunft für Quelle kann trotzdem nicht die Rede sein.
Um Quelle weiterhin am Laufen halten zu können bekommt der Betrieb 50 Mio Euro. Doch das Aufatmen der Mitarbeiter bleibt aus. Es ist eine kurze Erleichterung. Doch der Versandhandel Quelle beschäftigt um die 8000 Menschen und keiner von Ihnen möchte seinen Arbeitsplatz verlieren. Dennoch ist die Stimmung etwas positiver geworden. Ganz unter dem Motto: Die Hoffnung stirbt zu Letzt.“ soll Quelle gerettet werden und mit dem Versandhandel auch die Arbeitsplätze.

Die Chancen stehen dennoch eher schlecht. Denn die kurze Pause muss Quelle nutzen um Investoren an Land zu ziehen. Aber wer steigt auf ein sinkendes Boot? Man kann dem Versandhandel Quelle nur Glück wünschen. Bis zum 21. Dezember haben sie effektiv Zeit etwas zu bewegen. Bleibt der gewünschte Erfolg aus bedeutet dass das Ende von Quelle und 8000 Arbeitslose mehr.
Es kommt noch schlimmer. Angeblich soll Quelle, Tochter von Arcandor, über Nacht komplett bargeldlos geworden sein. Denn auch Arcandor ist insolvent. Anfängliches Vertrauen noch vorhandener Lieferanten sank mehr und mehr, nachdem etliche Rechnungen offen bleiben mussten. An fast allen Standorten standen die Warenhäuser vor dem Aus. Stellenangebote in Hannover waren angesichts der Lage eher rar gesät, so dass die Mitarbeiter an solchen Standorten der Verzweiflung nahe waren.
Aber Sinnkrise hin oder her, das Geschäft muss weitergehen. Und nichts desto Trotz brachte Quelle bereits jetzt den neuen Herbst-Winter-Katalog heraus. Focus.de berichtet, dass sich ein Sprecher der Bertelsmann-Drucksparte Arvato in Gütersloh vorbehält den Druck des Katalogs anzuhalten. Ob Quelle den dem Druck von außen standhält und Investoren findet bleibt abzuwarten.
Das Gesetz zur Entsorgung toxischer Wertpapiere in so genannte Bad Banks wurde von der Bundesregierung beschlossen. Bad Banks sollen die Kreditvergabe ankurbeln und die Wirtschaft in Schwung bringen.
Die Ausgliederung fauler Kredite in die Bad Bank, einer Zweckgesellschaft, soll in erster Linie Zeit bringen und die aktuelle Wirtschaft kurzfristig ankurbeln. Der Wertverlust der giftigen Wertpapiere zwingt die Geldinstitute zu einer Wertberichtigung in der Bilanz, die zu einer Schmälerung des Eigenkapitals führt. Liegt die Eigenkapitalquote unter einem bestimmten Niveau, muss die Bank geschlossen werden. weiterlesen »
Milliarden-Dividenden versus Arbeitsplätze
Die deutsche Wirtschaft wird tiefer und tiefer in den Strudel der Finanzkrise gerissen. Wie ernst die wirtschaftliche Situation ist, bestätigt vor allem die aktuell schlechte Auftragslage im Maschinenbau - Deutschlands Vorzeigebranche.
Doch trotz aller täglich auf uns einströmenden Krisenmeldungen, scheint es vor allem einigen DAX- Unternehmen noch nicht schlecht genug zu gehen- warum sonst gibt es gerade jetzt Milliarden-Dividenden für deutsche Anteilsbesitzer?
Die Antwort dazu ist einfach: Vor der Finanzkrise haben die Unternehmen hervorragend Gewinne einfahren können. Der Shareholder Value wurde also brav maximiert, so dass sich nun die Anteilseigner an diesem erfreuen dürfen.
Dabei kümmert es anscheinend wenig, dass gleichzeitig Arbeitsplätze abgebaut werden sollen. Dabei sollten doch Maßnahmen wie Kurzarbeit, Lohnkürzungen etc. die Arbeitsplätze sichern, oder? Und warum wollte eigentlich der Staat die Wirtschaft mit 100 € Kindergeldbonus und diversen Konjunkturpaketen ankurbeln?
Vor gut 15 Jahren wurde sie gegründet, die Ökobank und war mit dem Slogan “Geld und Leben ” statt “Geld oder Leben”, welches die Geschäftspolitik bestimme.
Die ersten Schritte machte die Ökobank in Frankfurt am 2. Mai 1988 und nahm ihre Geschäfte auf.
Die Alternativstruktur der späten 70′ Jahre und der frühen 80′ Jahre passte gut in die damalige Welle der Friedens, - Frauen und Umweltbewegung. Die Menschen sollten selbst entscheiden können, was mit ihrem Geld passiere und die Idee fand viel Anklang. weiterlesen »
Am 10.10 hat der New Yorker Derivateverband „International Swaps and Derivates Association“ (ISDA) eine Auktion anberaumt, um die Restwerte der ehemaligen Investmentbank Lehmann Brothers zu veräußern. Hierbei handelte es sich um 365 Milliarden USD, die in Credit Default Swaps (CDS) angelegt waren, und heutzutage keinen Pfifferling mehr wert sind.
Durch die Auktion hofften die Veranstalter, noch einen kleinen Teilbetrag aus dem Milliardengrab herauszuholen. Dazu kommen noch die Verluste aus dem Europa-Geschäft der Bank, die mit 300 Milliarden Dollar zu Buche schlagen könnten.
Nach einer Analyse der Dresdner Kleinwort, einem Tochterunternehmen der Dresdner Bank, könnten durch die Deutschlandgeschäfte der deutschen Dependance von Lehmann auf den Einlagensicherungsfonds der Privatbanken Abschreibungen in Höhe von 6 Milliarden Euro eintreten, sollte sich kein Käufer für die unverkäuflichen Ramschpapiere finden.
Überhaupt gibt es viele Gerüchte und wenig Fakten über den Spektakulären Fall des Investmenthauses. Allein die Spekulationen um das Management bei der Übernahme der Geschäftsfelder Europa und Investment durch die japanische Nomura Holding sowie Barclays Bank sorgten für einige Aufmerksamkeit, da es beiden neuen Eignern wohl nicht gelang, einige Top-Manager von Lehmann mit „goldenen Handschellen“ im neuen Unternehmen zu halten.
Ansonsten ist es sehr still geworden um die Abwicklung dieses traditionsreichen Hauses.
Der Dax fiel auf unter 5000 Punkte, der Dow Jones-Index liegt bei 8.500, und die Isländische Regierung steht vor dem Staatsbankrott. Großbritannien schießt 500 Milliarden Pfund in den Bankensektor, Deutschland und die USA denken über Verstaatlichung nach, und einige Milliardäre kaufen sich zum Schnäpchenpreis in große Konzerne ein.
Während die Topmanager von American International Group (AIG) sich noch mal eben ein „Wellness-Wochenende“ für 440.000 Dollar genehmigen und schon mal nachfragen, ob denn der Steuerzahler-Goldtopf von „Hank“ Paulson („Paulson-Plan“) zum bereichern geöffnet ist, steht unsere Regierung da und erinnert mit ihren Parolen an den nur allzu bekannten Satz von Norbert Blüm: Die Renten sind sicher! weiterlesen »
Am Freitag billigte das Abgeordnetenhaus der Vereinigten Staaten das Sicherheitsleistungsgesetz („Bailout Bill“) des Finanzministers Henry M. Paulsons, mit dem Zweck des Aufkaufs von Asset backed (ABS) und Mortgage backed (MBS) Securities und Einlage in eine Auffanggesellschaft.
Zudem sollen die Einlagensicherungen der Banken von privaten Vermögenshaltern auf 250.000 Dollar erhöht werden, Hausbesitzer, kleine Unternehmen und Bezieher mittlerer Einkommen sollen gestützt werden. Ebenso Investmentbanken, Fonds und Versicherer, die ABS, MBS, und Collateral Debt Obligations (CDO`s) handelten und jetzt auf den wertlosen Papieren sitzen blieben. Um die Wirtschaft weiter mit Krediten versorgen zu können, sollen diese Derivate vom Staat aufgekauft und die Banken so in die Lage versetzt werden, wieder zu Investieren und Kapital zur Verfügung zu stellen.
Einige Kenner der Szene gehen davon aus, dass die genannten verbrieften Kreditderivate das derzeit größte Problem in den Bilanzen vieler Banken seien, und sie keine Finanzierung mehr bekommen, weil sie als nicht Liquide gelten. Um das zu ändern, hat die US-Regierung beschlossen, diese Wertlosen Papiere aus den Büchern der Banker zu Kaufen, damit die ihrem vitalen Geschäft nachgehen zu können.
Laut New York Times werden führende Mitarbeiter der Investment-Bank Goldmann Sachs an der Umsetzung des Planes beteiligt sein.
Die geplanten Kosten werden auf 700 Millarden Dollar geschätzt.