
Die Schlechten Nachrichten um die schweizerischen Eidgenossen von der UBS wollen einfach nicht zum erliegen kommen. Nach einem Quartals-Verlust von 358 Millionen Schweizer Franken (CHF), der nicht höher ausfiel, da es eine Steuer-Rückerstattung von gut 3 Milliarden CHF gab, dem Rückkauf von Wandelanleihen in Höhe von 18 Milliarden Dollar, Verlusten im Zweistelligen Milliarden-Bereich in den letzten 12 Monaten und der geplanten Neustrukturierung des Unternehmens kommen jetzt verunsicherte Anleger zum Zuge, die gut 27 Milliarden CHF aus dem Unternehmen gezogen haben.
In der letzten Woche sind ja so einige Dinge passiert, die mich verwundert den Kopf schütteln lassen ob der ach so schwierigen Welt, die ich nicht verstehe und es von daher anderen überlasse, dieses Verständnis stellvertretend für mich zu erbringen. Passiert ist ja so einiges.
Nach Wehmeyer und Hertie hat nun auch Sinn Leffers Insolvenz gemeldet. Schuld seien zu hohe Mieten, die beim doppelten des üblichen lägen. Hier müsse nachverhandelt werden, sagte Horst Piepenburg, der Insolvenzverwalter. weiterlesen »
Wie das Handelsblatt in einem Artikel feststellte, sind die großen Institutionen der neoliberalen Politik in der Sinnkrise.
Ob die gescheiterten Verhandlungen der Welthandels-Organisation (WTO), das Scheitern des G8-Gipfels in Hokkaido (Japan), die Ohnmacht der Notenbanken (FED, EZB, Bank of England) in der Finanz-Struktur-Krise, die lahm gelegte UNO, oder die gescheiterten Pläne der Europäischen Union auf dem weg zur Handels-Autokratie (Vertrag von Lissabon), ihnen allen ist gemein, dass die Dominanz der führenden Industrienationen innerhalb der globalen Organisationen am schwinden ist. weiterlesen »
Die Kaufhauskette Hertie, die seit 2005 im Besitz des britischen Investors Dawnay Day ist, hat Insolvenz angemeldet. Die britische Investmentgruppe “Dawnay Day” habe Zahlungsschwierigkeiten und stelle die Unterstützung für die Hertie-Gruppe ein.
Das Traditionshaus Hertie, das 1882 von Oscar Tietz in Gera eröffnet wurde und zu den größten Deutschen Handelsketten zählte, wurde 1993 von der damaligen Karstadt-Quelle AG (jetzt Arcandor AG) aufgekauft und 2005 an den britischen Investor für 500 Millionen Euro verkauft. weiterlesen »
Die US-Amerikanische Behörde für Hypothekenaufsicht (OTS) hat die Kalifornische Hypothekenbank „Indymac“ vom Markt genommen und das Bankgeschäft mit sofortiger Wirkung der staatlichen Behörde für Bundeseinlagensicherung (FDIC) übergeben.
Die FDIC soll die Abwicklung betreiben. Der Einlagensicherungsfond wird wahrscheinlich mit 4 bis 8 Milliarden Dollar belastet, rechnet die FDIC vor, da sie für Einlagen mit bis zu 100.000 Dollar pro Person einsteht.
Hintergrund der Aktion war ein Kapitalabfluss von 1,3 bis 1,6 Milliarden Dollar innerhalb von 10 Tagen durch Privatkunden, die einen Zusammenbruch des Unternehmens fürchteten, und Ihr Geld in Sicherheit bringen wollten. Das führte zur Insolvenz des Unternehmens. weiterlesen »
Laut einem Artikel im Online-Magazin Telepolis steht den Global Playern im Finanzmarkt noch einiges bevor. Auf rund 1,6 Billionen Dollar werden die gesamten Verluste in Folge der Immobilienkrise geschätzt.
Allein eine Offenlegung der Abschreibungen in den Bilanzen der beteiligten Unternehmen könnte eine genaue Schätzung ermöglichen. Dagegen wehren sich die Banken, fürchten sie doch einen massiven Vertrauensverlust und eine erneute Abwertungswelle an den Aktienmärkten, sollten die Banken gezwungen werden, ihre Bilanzen neu aufzulegen. Ein großer Schritt in Richtung Krisen-Bewältigung wäre es auf jeden Fall, da hier endlich einmal die Verluste klar benannt werden würden. weiterlesen »
Es ist jetzt das dritte Jubiläum innerhalb von vier Wochen, das hier begangen wird: Der Deutsche Aktien-Index DAX wird 20.
Vor einigen Tagen war es die Einführung der Deutschen Mark, die 1948 ihren Siegeszug antrat und als ein Symbol des Wirtschaftswunders in den 1950ern galt. Anfang Juni kam dann das zehnjährige Jubiläum um die Europäische Zentralbank, die heute einen schweren Stand hat, aufgrund hoher Inflation und allgemeiner Finanzkrise. weiterlesen »
Der Bundestag hat am Freitag das „Gesetz zur Begrenzung der mit Finanzinvestitionen verbundenen Risiken“ verabschiedet.
Das Gesetz beinhaltet unter anderem den besseren Schutz von Hausbesitzern, die durch den gebündelten Verkauf von Hypotheken ihrer Hausbanken an andere Investment-Gesellschaften gezwungen werden konnten, Ihre Hypotheken und Kredite mit sofortiger Wirkung an den neuen Gläubiger zu tilgen. Das Finanzinstrument, sogenannte Asset-Backed Securities (ABS) und Collateralized Debt Obligations (CDO`s) das in den Vereinigten Staaten zur Hypotheken- und dann zur Finanzkrise führte, sollte unter anderen Vorzeichen auch in Deutschland angewandt werden.
Die Hausbanken versuchten durch die Kredit-Bündelung und den freien Handel auf den Derivate-Märkten an Kapital zu kommen, das sie vorher im Poker mit Forderungsbesicherten Wertpapieren verspielt hatten.
Durch die praktische Entmündigung des Hausbesitzers durch den neuen Gläubiger wurde er vielfach in eine bedrohliche Zwangslage gesetzt, die den Verlust des Hauses und oftmals auch des Vermögens des Betroffenen zur Folge hatte.
Dem schob nun der Gesetzgeber einen Riegel vor. Die Hypothekenbanken können zwar immer noch mit solchen gebündelten Krediten handeln, jedoch können Hausbesitzer nicht mehr gezwungen werden, ihre Kredite komplett zu tilgen. Erst, wenn ein Säumniss des Schuldners eintritt, kann der neue Gläubiger die komplette Tilgung verlangen.
Im neuen „Risikobegrenzungsgesetz“ werden zudem Investoren und Kapitalgesellschaften verpflichtet, ihre Ziele beim Erwerb von Anteilen an Unternehmen bekannt zu geben. Es soll eine erhöhte Transparenz und Sicherheit erreicht werden, da alle Unternehmen, die mehr als 10 % der Stimmanteile eines Unternehmens erwerben, offen legen müssen, welche Strategie sie verfolgen und wer ihre Kapitalgeber sind.
Die Bundesregierung hofft, damit zumindest Klarheit in der Wirtschaft über die Ziele bei Firmenübernahmen durch Hedge-Fonds, Private-Equity-Gesellschaften und anderen Investoren zu schaffen.
Zum Dritten soll der rechtliche Rahmen des Abstimmungsverhaltens von Anteilseignern („acting in concert“) bei Beteiligungsgesellschaften neu geregelt werden.
Was das Gesetz bringen wird, bleibt abzuwarten.
Die Sparkassen-Finanzgruppe, der größte Anbieter im Universalbank-Geschäft in Deutschland mit 640 angeschlossenen Unternehmen, 371.000 Mitarbeitern und einer kumulierten Bilanzsumme von 3,4 Billionen Euro (zum Vergleich, die größte Privatbank Deutschlands, die Deutsche Bank bilanziert 2 Billionen Euro), könnte Privatisiert werden.
So zumindest berichtet “Die Welt” in Ihrer heutigen Ausgabe.
Die Sparkassen sind mit wenigen Ausnahmen („freie Sparkassen“) Anstalten des öffentlichen Rechts und werden von den Kommunen getragen. Ihre Aufgabe war im Anfang ihrer Entstehung die Versorgung derjenigen Bevölkerungsschichten im Bankwesen, die für Privatbanken nicht von Interesse waren, also die nicht Vermögenden. Mit der Sparkasse, die im 19. Jahrhundert zur Gründerzeit das Licht der Welt erblickte, konnten viele gering Verdienende erstmals die Möglichkeiten einer Bank nutzen.
Durch ihre öffentliche Ausrichtung, ihren nicht ausschliesslich kommerziellen Charakter, und der Unterstützung der Kommunen trugen diese auch zur Finanzierung im öffentlichen Sektor bei.
Das soll nach den Plänen einiger hochrangiger Politiker und Landesfürsten anders werden. Das Problem sei die abgeschlossene Struktur der Sparkassenverbände, die nicht Rechenschaftspflichtig gegenüber den Kommunen seien, monierten „etliche“ Stadt-und Kreiskämmerer. Die Kassen seien “nicht transparent”.
Zudem sind die Kassen durch Land und Kommune verbürgt. Das hat die Sparkassen wiederum mit günstigen Konditionen auf den Finanzmärkten ausgestattet. Andererseits treten viele Sparkassen in ihren Regionen als Förderer auf und unterstützen den jeweiligen Landkreis in verschiedener Form.
Zum guten letzten sorgen sie für günstige Konditionen und einen breit gefächerten Wettbewerb im Privatkunden- und Mittelstands-Segment des Bankenwesens.
Meiner Meinung nach soll die derzeit anlaufende Debatte wieder einmal die alte Mär von der „Effizienz-Steigerung durch Privatisierung“ predigen, die lediglich den Global Playern nützt, und nicht den einfachen Menschen. Mit Sicherheit dient sie nicht den Kommunen und Städten, die durch die Sparkassen ein unabhängiges Finanzierungsinstrument zu günstigen Konditionen zur Verfügung haben.
Sollte dieses Modell der Finanzierungsmöglichkeiten kippen, wäre der Raffgier der privaten Investoren im öffentlichen Sektor nur schwer beizukommen. Die Erfahrungen mit Privatisierungen im öffentlichen Sektor sprechen für sich.
Es ist ja schon länger bekannt, dass die Bankhäuser derzeit um Neukunden und deren Anlagen konkurrieren. Durch die Milliarden-Abschreibungen an den internationalen Märkten in den vergangenen Monaten sind die Banken derzeit in starke Konkurrenz um die Gewinnung von Privatkunden getreten.
Gerade für diejenigen, die sich nach einem neuen Bankhaus umsehen, sind durchaus attraktive Angebote dabei.
Dabei haben die Direktbanken die Nase vorn, da sie einen Großteil ihres Geschäfts online abwickeln.
Zum Beispiel die Deutsche Kreditbank (DKB), eine Tochtergesellschaft der Bayerischen Landesbank, konnte in den letzten Monaten bei Privatkunden Punkten. Die DKB bietet ein kostenloses Onlinekonto, sowie eine kostenlose Visa-Card mit 3,8 % Zinsen auf das Guthaben des Visa-Kontos. Das ist derzeit unschlagbar, zudem ist die Bargeldabhebung mit der Visa-Card an allen Automaten mit Visa-Logo umsonst. Das hat bis jetzt eine Million Kunden überzeugt. weiterlesen »