Wenn es nach den Plänen von US-Finanzminister Henry Paulson und George W. Bush, geht, soll der Kongress in der nächsten Woche die größte finanzpolitische Rettungsaktion in der Geschichte des Landes abnicken: Die Gründung einer Auffanggesellschaft für den Handel mit Asset-backet Securities (ABS), so genannte „Forderungsbesicherte Wertpapiere“.
Die Idee beim Handel mit ABS ist eigentlich ganz einfach: Ein Investor verkauft Kredite, die er anderen Markteilnehmern zur Verfügung stellt (zum Beispiel in Form von Hypotheken) an bestimmte Gesellschaften. Diese bündeln dann diese Kredite und verbriefen sie, um sie weiter veräußern zu können. So wurde verbrieftes Kapital immer weitergereicht, und ein riesiger, unüberschaubarer Markt entstand. weiterlesen »
In der Zwischenzeit dürfte jedem aufgefallen sein, dass die Banken momentan tief in der Krise stehen. Ausgelöst von dem Immobilien-Skandal in den USA gehen immer mehr Banken Pleite.
Zunächst standen die direkt betroffenen Immobilienbanken “Fannie Mae” und “Freddie Mac”vor dem Bankrott und wurde von der US-Regierung verstaatlicht. Kurz darauf wurde in Deutschland die Dresdner Bank von der Commerzbank aufgekauft, und das für 9,8 Milliarden Euro.
Kurz darauf kam wieder eine Schreckensmeldung über die Finanzkrise aus den USA. Lehmann Brothers, ein Traditionsunternehmen und eines der größeren Bankhäuser meldet ebenfalls Konkurs an. Die Bank Barclays kauft hier ein und rettet 9.000 von den 25.000 Arbeitsplätzen. Der Preis: 250 Millionen US-Dollar. weiterlesen »
Wie der US-Amerikanische Finanzminister Henry Paulson verlauten ließ, sollen die beiden größten Hypotheken-Banken Fannie Mae und Freddie Mac unter staatliche Kontrolle gestellt werden. Die Aktien wurden aus dem Markt genommen.
Dies sei das Ergebnis eines Krisengespräches von Vorstand und Regierung, das am Wochenende stattfand. Die zuständige Behörde Federal Housing Finance Agency (FHFA) soll die Geschäfte bis auf weiteres führen. Dies solle zur Stabilisierung der Finanz- und Immbilienmärkte beitragen, wie Paulson betonte. weiterlesen »
Gestern endlich wurde es bestätigt. Die Allianz SA veräußert ihre Tochter Dresdner Bank für 9,8 Milliarden Euro an die Commerzbank AG. Der Verkauf wurde am Sonntag Abend von beiden Unternehmen beschlossen.
Dabei überschlagen sich die Meldungen: Analysen, Meinungen, Kommentare, Mitteilungen, etc. Es scheint ein wahrer Hype zu sein. weiterlesen »
Die Firma BBDO Consulting arbeitet mit vielen Bluechip-Unternehmen und Marktführern aus ihrem Bereich zusammen. Ihre Partner kommen aus der ganzen Welt.
Der Consulting-Bereich gehört zu BBDO Worldwide, einem der führenden internationalen Agenturnetzwerke. Lokale Kenntnisse der Märkte und globale Perspektiven werden somit perfekt miteinander verbunden.
Teil ihres Jobs ist es, Strategien zur Marktbearbeitung zu entwickeln und in konkrete, handlungsleitende Grundsätze und Systeme umzusetzen, die der Ausrichtung und Steuerung von marktrelevanten Aktivitäten dienen sollen.
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Nur eine nachhaltige Verankerung von Markt-und Kundenperspektive entscheidet, ob ein Unternehmen Erfolg in seinem Job hat oder nicht.
Alles in allem also eine super Beratung für marktorientierte Unternehmenführung.
Der Bundestag hat am Freitag das „Gesetz zur Begrenzung der mit Finanzinvestitionen verbundenen Risiken“ verabschiedet.
Das Gesetz beinhaltet unter anderem den besseren Schutz von Hausbesitzern, die durch den gebündelten Verkauf von Hypotheken ihrer Hausbanken an andere Investment-Gesellschaften gezwungen werden konnten, Ihre Hypotheken und Kredite mit sofortiger Wirkung an den neuen Gläubiger zu tilgen. Das Finanzinstrument, sogenannte Asset-Backed Securities (ABS) und Collateralized Debt Obligations (CDO`s) das in den Vereinigten Staaten zur Hypotheken- und dann zur Finanzkrise führte, sollte unter anderen Vorzeichen auch in Deutschland angewandt werden.
Die Hausbanken versuchten durch die Kredit-Bündelung und den freien Handel auf den Derivate-Märkten an Kapital zu kommen, das sie vorher im Poker mit Forderungsbesicherten Wertpapieren verspielt hatten.
Durch die praktische Entmündigung des Hausbesitzers durch den neuen Gläubiger wurde er vielfach in eine bedrohliche Zwangslage gesetzt, die den Verlust des Hauses und oftmals auch des Vermögens des Betroffenen zur Folge hatte.
Dem schob nun der Gesetzgeber einen Riegel vor. Die Hypothekenbanken können zwar immer noch mit solchen gebündelten Krediten handeln, jedoch können Hausbesitzer nicht mehr gezwungen werden, ihre Kredite komplett zu tilgen. Erst, wenn ein Säumniss des Schuldners eintritt, kann der neue Gläubiger die komplette Tilgung verlangen.
Im neuen „Risikobegrenzungsgesetz“ werden zudem Investoren und Kapitalgesellschaften verpflichtet, ihre Ziele beim Erwerb von Anteilen an Unternehmen bekannt zu geben. Es soll eine erhöhte Transparenz und Sicherheit erreicht werden, da alle Unternehmen, die mehr als 10 % der Stimmanteile eines Unternehmens erwerben, offen legen müssen, welche Strategie sie verfolgen und wer ihre Kapitalgeber sind.
Die Bundesregierung hofft, damit zumindest Klarheit in der Wirtschaft über die Ziele bei Firmenübernahmen durch Hedge-Fonds, Private-Equity-Gesellschaften und anderen Investoren zu schaffen.
Zum Dritten soll der rechtliche Rahmen des Abstimmungsverhaltens von Anteilseignern („acting in concert“) bei Beteiligungsgesellschaften neu geregelt werden.
Was das Gesetz bringen wird, bleibt abzuwarten.
Da ich mich doch mehr und mehr mit dem Thema beschäftige, kommen mir immer wieder Kuriositäten unter, von denen ich dachte, das könne gar nicht sein.
Wer hätte vor gut einem Jahr gedacht, das ein paar Häuslebauer in den USA die größte Krise der Finanzwirtschaft seit dem schwarzen Freitag in den 1930er Jahren verursachen könnten.
Die Hochspekulative Blase mit forderungsbesicherten Wertpapieren (CDOs) ging nicht auf und führte zu einer der größten Wertvernichtungen der neueren Finanzgeschichte.
Jetzt zeichnet sich die nächste Baisse auf den Rohstoffmärkten ab, insbesondere der Ölmarkt ist in das Visier der Öffentlichkeit gerückt. Einige Analysten gehen derzeit davon aus, das die Rallye langsam zum Erliegen kommt und in der nächsten Zeit die Werte korrigiert werden.
Da die großen Indizes (blue Chips) derzeit im tiefen Fall sind und es nicht abzusehen ist, wann die Wertkorrekturen abgeschlossen sein werden laden auch Aktien nicht wirklich zum Verzehr.
Was bleibt da noch übrig? Der Handel mit Rohstoffen explodiert derzeit und könnte beim Einstieg nicht mehr die beste Rendite bringen. Fonds sind oft breiter gestreut und wären einen Blick wert.
Im Agrarmarkt steht man dem Hunger gegenüber, da die Verteuerung im Agrarsektor viele Menschen in den Entwicklungsländern nicht bezahlen können. Man hat ein moralisches, ethisches Problem.
Eine Möglichkeit der Geldanlage wären zum Beispiel Tagesgeldkonten, Festgelder, Sparbriefe, Sparpläne und Staatsanleihen. Staatsanleihen haben den Vorteil, dass sie so gut wie ausfallsicher sind, einen guten Zinssatz haben (Frankreich zum Beispiel) und jederzeit gut gehandelt werden können, Zinssätze liegen im Euro-Raum bei bis zu 8,50 % p.a. (Frankreich).
Man sollte sich aber unbedingt über die Konditionen beim Erwerb der Anleihe informieren.
Kein schlechtes Geschäft, ist der Staat doch die sicherste Bank in Zeiten der Bankenkrise.
Das lässt sich so leicht gar nicht beantworten, denn beide Anlage-Formen haben ihre Vor- und Nachteile. In der Regel sind Festgelder höher verzinst und sehr ausfallsicher, bei Tagesgeld spricht natürlich die tägliche Verfügbarkeit für sich. Zudem gehen die Banken mehr und mehr dazu über Tagesgeldkonten mit dem Girokonto zu koppeln und teilweise dabei recht interessante Angebote zu machen.
Gerade als Neukunde findet man hier und dort gute Konditionen.
Der Nachteil beim Tagesgeld ist die Variabilität der Zinssätze. Die sind oft an den Leitzins angelehnt, mit dem Banken ihre Kreditgeschäfte untereinander regeln und von der Europäischen Zentralbank festgelegt werden.
Dazu kommt, dass viele Banken über Neukunden versuchen ihre Liquidität zu steigern, da die internationale Finanzkrise vielerorts zu realen Wertverlusten führten. Es wird und wurde viel Geld verbrannt durch die hochspekulativen Geschäfte an den Finanzmärkten. Die Banken sind also knapp bei Kasse.
Das kann den Kunden nur freuen, denn dadurch haben wir einige verbesserte Konditionen, die man ausnützen kann. weiterlesen »
Die Finanzkrise macht es möglich: Die heutigen Angebote locken mit Attraktiven Zinsen und einer vermeintlich problemlosen Kontoführung. Und es sind viele Neukunden-Angebote dabei.
Das heißt, wer bis jetzt noch keine Anlage hat, oder ein weiteres Konto/Depot eröffnen möchte, wer also ein paar Tausender auf der Kante hat, und sie rentabel anlegen will, der sollte schon einen sehr kritischen Blick auf die derzeitigen Angebote der Banken riskieren.
Das Klein-gedruckte sollte sehr genau gelesen werden. Denn so manches Angebot hat seine Tücken. Hat man die umschifft, stehen hohe Zinsen an.
Bei der Postbank zum Beispiel wird für ein neues Quartalssparkonto bis zu 5,25 % Zinsen ( ab 50.000 € Einlage) für den Zeitraum vom 1.7.08.- 31.12.08 garantiert. Allerdings gibt es hier einige Fallstricke, eine gute Bewertung findet man bei Finanztest.de. Nimmt man eine Einlage unter 10.000 Euro vor, sieht es gleich ganz anders aus. Denn der Qurtalszinssatz liegt 1 % niedriger als die beworbenen 5,25 %. Einige wertvolle Tipps gibt es ebenfalls auf Test.de.
Bei den Tagesgeldkonten sieht es ähnlich aus, obwohl hier die Angebote insgesamt etwas transparenter gestaltet sind.
Derzeitiger Spitzenreiter ist das Angebot „Tagesgeld PLUS“ der Comdirect-Bank, das ein spezielles Angebot für Neukunden ist. Es bietet satte 4,75 % Zinsen (bis zu 30.000 €) auf Neueröffnung eines Tagesgeldkontos im ersten Halbjahr. Hiernach fallen die Zinsen dann auf das normale variable Niveau, das derzeit bei 3.80 % liegt.
Eine weitere Möglichkeit sind Festgeldkonten, wie sie zum Beispiel der Tchibo-Konzern für seine Kunden vorhält. Hier kann man bis zu 6000 € ein halbes Jahr parken, und wird mit 6 % Zinsen belohnt. Man muss jedoch Tchibo-Kunde oder Neukunde bei der Comdirect-Bank sein, um in den Genuss des Angebots zu kommen. Die Zeichnungsfrist endet am 23.06.2008.
Es könnte so schön sein: Nach heftigen Kurseinbrüchen zu Beginn des Jahres um bis zu 20 Prozent Wertverlust erholt sich der DAX langsam, aber stetig. Heute könnte er zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen die 7.000er Indexmarke halten. So weit so gut. Doch woher kommt das Geld für die im Vergleich stetigen Kursgewinne?
Zum einen sind da natürlich die Unternehmen, die derzeit lieber Rücklagen schaffen, also in Aktien und Rücklagen des eigenen Unternehmens anlegen, als zu investieren. Das steigert natürlich den Wert des eigenen Unternehmens.
Die Marktentwicklung hängt auch mit den massiven Finanzspritzen der EZB, der Fed und anderer Notenbanken zusammen, die zusammen weit über eine halbe Billion US-Dollar in angeschlagene Unternehmen steckten, um sie vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Die Notenbanken haben ein weiteres dazu gegeben, Banken und Investoren liquide zu halten, die wiederum die Finanzlinien zur Spekulation nutzen.
Hinzu kommen Spekulationen an den Rohstoff- und Agrar-Märkten, deren Gewinnmitnahmen in die Börse Eingang finden. Sehr schön zu beobachten ist dieses Auf und Ab an den einzelnen Indizes der jeweiligen Märkte. Derzeit sinkt zum Beispiel der Ölpreis auf 127 Dollar für Brent Oil nach seinem Peak von 135 Dollar pro Barrel vergangener Woche.
Interessanterweise steigen die wichtigsten Indizes börsennotierter Unternehmen. Es zählt natürlich das gute Gespür der Broker, wer wann wie ein- oder aussteigt bei den einzelnen Titeln. Allerdings sind es weniger private Investoren, die die Märkte treiben, sondern große Fonds und institutionelle Anleger.
Bei den derzeitigen Nachrichten ist es allerdings schwierig, korrekte Schlüsse zu ziehen. Niemand kann absehen, ob die Märkte mit der jetzigen Taktik des Kleinen-Brötchen-Backens in der Lage sein werden, die noch vor ihnen liegenden Herausforderungen zu bewältigen.
In dieser Hinsicht bleiben die Märkte weiterhin spannend.