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Börsengang der Deutschen Bahn trotz Finanzkrise?

Autor: Rainer
abgelegt in: Finanzmarkt, Neuigkeiten

Die Deutsche Bahn will in schweren Zeiten an die Börse. Aus den USA hagelt es Horrormeldungen und auch die deutsche Börse ist längst nicht so stabil, wie sich das ein Unternehmen für sein Debüt in der Aktienwelt wünschen würde.

Vor allem aber sind die zu erwartenden Einnahmen der Aktion höchstens halb so hoch wie bei einem Börsengang der deutschen Bahn in “ruhigen” Zeiten.

Hartmut Mehdorn ist die treibende Kraft hinter dem Börsengang der DB © flickr / BigBug21Warum will Mehdorn also unbedingt jetzt an die Börse? Schließlich sind gerade für Großinvestoren die prognostizierten 4 Milliarden Einnahmen gegenüber den möglichen 8 Milliarden in gemäßigteren Zeiten ein wichtiger Punkt, der gegen die DB-Aktie spricht. Die wird nach Schätzungen der deutschen Wirtschaftsinstitute und der Schweizer UBS maximal 20 bis 21 Euro kosten. Ein vielversprechender Start sieht anders aus.

Mehdorn hat Angst vor politischen Veränderungen im nächsten Jahr. 2009 wird neu gewählt und wenn er Pech hat, ist danach das Thema Börsengang der Deutschen Bahn erstmal vom Tisch. Er riskiert also eine Menge, aber für ihn ist es der einzig realistische Ausweg. Ist natürlich die Frage, ob es für das Unternehmen nicht gesünder wäre, die Wahl abzuwarten, um eventuell danach an die Börse zu gehen, wenn diese sich wieder beruhigt hat.


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