Nach den großen Verlusten an den Weltmärkten im Oktober und der Stabilisierung im November kommen die von Spekulation getriebenen Börsen nicht wieder richtig in Fahrt.
Obwohl Billionen Dollar an Staatsgarantien und Krediten, Konjunkturmaßnahmen, Teilverstaatlichung durch Anteilskauf und Leitzinssenkungen auf niedrigstem Niveau die Märkte stimulieren und verlorenes Vertrauen wiederherstellen sollten, funktionieren die vertrauensbildenden Maßnahmen nicht so richtig. Anstatt wie ursprünglich geplant, die Finanzwirtschaft durch die beschlossenen Massnahmen in ihrem angestammten Kerngeschäft zu stützen, herrscht weiter eine von Unsicherheit und Misstrauen geprägte Grundstimmung vor, die so langsam in der Realwirtschaft ankommt und dort zu nachhaltigen Auswirkungen führen wird.
Zu den ersten Leidtragenden gehört die Automobilbranche, die durch den Konsumeinbruch den stärksten Umsatzrückgang seit Jahrzehnten hinnehmen musste. Die Amerikanischen Autobauer fahren Milliardenverluste ein, die sie nicht kompensieren können, da sie wie viele andere Marktteilnehmer auch große Vermögenswerte in den zusammengebrochenen Kreditmärkten parkten. Ihre Vermögen wurden infolge des Zusammenbruchs der Märkte ebenso verbrannt, wie dies bei den Banken geschehen ist.
Es bleibt abzuwarten, ob die „Selbstheilungskräfte“ des Marktes durch Doktor Staat überwacht werden müssen. Die derzeit langsam steigenden Kurse an den Aktienmärkten sollte man nicht überbewerten, denn es sind die Gelder der Staaten, mit denen die Banken und Fonds spekulieren, denn nichts anderes geschieht derzeit, als daß das Casino am laufen gehalten wird. So haben die Konjunktur- und Stützungsmassnahmen doch noch ein gutes. Sie sollen dafür sorgen, dass alles so bleibt wie bisher.
Natürlich wird die Neo-liberale Führungsclique weiter alles daran setzen, uns das Bild des gesundenden Marktes zu verkaufen. Und natürlich wird der Staat jeden Wertverlust der „Global Player“ schultern. Und natürlich werden die „Global Player“ sehr schnell vergessen, wer ihnen den Arsch gerettet hat, wenn es wieder darum gehen wird, die Gewinne „abzusahnen“.
Die Gesellschaft wird weiter auf der Strecke bleiben.