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17.000 Jobs sollen weg - Siemens-Konzern weiter unter Druck

Autor: Marco
abgelegt in: Arbeitsmarkt

„Es kann nicht sein, dass wir nur bei den Arbeitern in der Fabrik Opfer einfordern. Es geht jetzt um die Lehmschicht – vor allem das obere und mittlere Management“ (Peter Löscher im Juni 2008)

Peter Löscher, der sein einjähriges Jubiläum feiert, bekam heute kräftig Gegenwind für seine Pläne, bis zu 17.000 Stellen Weltweit abzubauen. Davon seien alleine 6.450 Stellen in Deutschland betroffen.

Wie Löscher letzte Woche mitteilte, sollte es vor allen Dingen das Management betreffen. Heute berichteten einige Zeitungen etwas anderes.

Nach den Informationen von Finanzial Times Deutschland (FTD) und Wirtschaftswoche (WIWO) werden lediglich 3% der geplanten Stellenkürzungen das Management betreffen sowie 22% bei „außertariflichen Führungskräften“ des mittleren Managements. Das heißt, das nur rund ein Viertel der Stellenkürzungen im mittleren und gehobenen Management greifen werden. Der Rest betreffe die Belegschaften.

Die Konzern-Führung wollte sich hierzu nicht äußern und verwies auf die Sitzung des Wirtschaftsausschusses am Dienstag, wo die Kürzungspläne präsentiert werden sollen.

Sollten die Informationen stimmen, widersprechen sie den Ankündigungen Löschers, der vor einer Woche sagte, dass die Stellenstreichungen vor allem im Management anfallen würden.

Die Betriebsräte haben Widerstand angekündigt, wenn die Konzernspitze entgegen ihren Aussagen die Einsparungen vor allem auf Kosten der Arbeitnehmer aus der Produktion planen.

Der Siemens-Konzern, der wegen langjähriger Schmiergeldzahlungen in Milliardenhöhe in den Schlagzeilen steht, hat seit dem Arbeitsantritt von Peter Löscher vor einem Jahr eine Massive Umstrukturierung vorgenommen.

Der Konzern positioniert sich derzeit auf den Märkten neu und hofft auf Konsolidierungen und Synergie-Effekte. Die geplanten Einsparungen von 1,2 Milliarden Euro sollen aber auch durch den Abbau von 17.000 Stellen weltweit erreicht werden.

Derzeit beschäftigt Siemens 430.000 Mitarbeiter weltweit und erzielt einen Jahresumsatz von 72,4 Milliarden Euro (Stand: 2007).


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  1. Wie Spitzenverdiener, Konzerne und deren Aktionäre den Staat ausplündern « DirkGrund - über Suboptimales schreibt:

    […] Mitsubishi über 30 Milliarden Euro in den Sand gesetzt ), Pierer ( Ex-Vorstandsvorsitzender des Siemens Konzerns ) und deren lausigen Lobbyisten rekrutieren. Deutschland leidet nicht nur an einer ungerechten […]

  2. Ingo unterm Sonnenschutzsegel schreibt:

    Welches größere, deutsche Unternehmen hat den keinen Dreck am Stecken? Die haben doch alle genügend Erfahrung mit Korruption und Schmiergeldern.

    Gruß Ingo

  3. DanielSchmidt@ eventkalender schreibt:

    Einsparungen von 1,2 Milliarden Euro ! Da sind doch Stellenstreichungen nicht das Maß der Dinge aber wenn die Herren Manager der Meinung sind… Ich verstehe diese Welt nicht…

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